G. Messner-Hochferner Biwak

2.510 m • Selbstversorger Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis Oktober

Winter: kein Stützpunkt

Telefon

+39 0472 764 625

Homepage

http://www.alpenverein.it

Betreiber/In

AVS Sektion Sterzing

Räumlichkeiten

Matratzenlager
9 Schlafplätze

Lage der Hütte

Im hintersten Pfitschertal steht am Wandfuß der Hochferner-Nordwand das 1972 errichtete Biwak (2.510 m). Es ist nach dem am 29. Juni 1970 am Nanga Parbat verunglückten Günther Messner, dem Bruder von Reinhold Messner, benannt. Das Biwak ist der Ausgangspunkt für Steileis-Touren am Hochferner, Griesferner und Hochfeiler, die höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen. 

Unmittelbar hinter der Notunterkunft beginnt die Hochferner-Nordwestwand, die als klassische Eistour des Alpinismus gilt. Das Gebiet hinter und oberhalb des Biwaks sollten erfahrenen Bergsteigern, Hochtourengehern und Kletterern vorbehalten bleiben. Die gelbe Biwak-Schachtel dient der Bergrettung Sterzing als Stützpunkt bei Rettungseinsätzen und hat oberhalb einen Hubschrauber-Landeplatz eingerichtet.

Das Biwak ist ein reines Matratzenlager für in Not geratene Alpinisten – aufgrund seiner lebensrettenden Funktion sollte sorgsam damit umgegangen werden. 

Kürzester Weg zur Hütte

Erreichbar ist das Biwak in einem einstündigen Fußmarsch von der 5. Kehre der Pfitscherjochstraße aus (Wege Nr. 7A – 7). Allerdings darf mit dem Auto nur mehr bis zur 4. Kehre gefahren werden. Deshalb müssen Fahrzeug an der 3. Kehre, Parkplatz Hochfeilerhütte, abgestellt werden. Von dort erreicht man das Biwak nach einem zweistündigen Fußmarsch über Weg Nr. 7.

Gehzeit: 1 - 2 h

Höhenmeter: 790 m (von 3. Kehre, 1.720 m); 456 m (von 5. Kehre, 2.054 m)

Alternative Routen
Von Stein im Pfitscher Tal am Beginn der Pfitscherjoch Straße  (1.532 m, 2:30 h).

Leben auf der Hütte

Das Biwak ist eine reine Notunterkunft. Es ist grundsätzlich mit sechs Schlafplätze ausgestattet. Drei weitere Notschlafplätze stehen zusätzlich zur Verfügung. 1999 wurde die Biwakschachtel erneuert. Sie wird von der Bergrettung Sterzing bewartet. In der Sommersaison steigen die Sterzing Bergretter alle 14 Tage - das seit mittlerweile 40 Jahren - zum Biwak auf, kontrollieren dessen Zustand, reinigen es, räumen auf, führen Reparaturen durch. Auch der Müll den andere Biwak-Besucher, die ihn selbst wieder in das Tal tragen hätten sollen, wird von den Bergrettern dankenswerterweise entsorgt. 

Gut zu wissen

Das Biwak so hinterlassen, wie man es selbst vorfinden möchte. Nicht nur als Lager für Klettertouren sondern auch als Ziel für eine kurze Tageswanderung ist das Biwak, so die Empfehlung der Bergrettung Sterzing, sehr lohnenswert. Der Weg dorthin führt an wunderschöner alpiner Flora und Fauna vorbei, hinauf auf Gletscher-Moränen bis nahe unter die beeindruckenden Eiswände der Pfitscher Gletscher.

Es kommt regeläßig vor, dass das Biwak überfüllt ist. In so einem Fall bietet sich eine Übernachtung in der Albergo Sasso am Beginn der Pfitscherjoch-Straße oder in Stein im Martin-, Boar- und Pircherhof an.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Pfitscherjoch-Haus (2.276 m), das in 2 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Berggasthof Stein (1.535 m, 2:15 m); Hochfeilerhütte (2.715 m, über Oberberg, an Mahdstein und Blauem Kofel vorbei; 4:30 h).

Gipfelbesteigungen vom Günther Messner-Hochferner Biwak aus: Haupenhöhe (3.040 m, über Griesscharte, 2 h); Hochsteller (3.097 m, über Haupenhöhe; 3:30 h); Rotbachlspitze (2.897 m, über Pfitscherjoch-Haus; 5 h); Hochfernerspitze (3.463 m, 8 h).

Anfahrt

Die Via Val di Vizze, die Pfitschertal Straße, führt südlich von Sterzing, auf der Höhe des Flugplatzes, in das Tal. Die Landesstraße 508 endet in der Auffahrt zum Pfitscherjoch.

Nach Sterzing reist man aus dem Norden nach Innsbruck auf der A12, Inntal-Autobahn, ab Innsbruck auf der mautpflichtigen A13, Brenner-Autobahn, oder auf der nicht-mautpflichtigen B182, der Brenner Straße, über den Brenner Pass.

Ab der Grenze zu Italien geht es entweder auf der Brenner-Autobahn A22 oder SS12, Brenner Straße, nach Sterzing. Unmittelbar auf der SS12 zweigt die Via Val di Vizze ab. 

Parkplatz

Entlang der Pfitscherjoch-Straße sind fünf Parkplätze; die letzte Möglichkeit Autos abzustellen ist an der dritten Kehre auf dem Parkplatz zur Hochfeilerhütte.

Öffentliche Verkehrsmittel

Vom Bahnhof Sterzing bis Stein am Beginn der Pfitscherjoch-Straße fährt der Bus Nr. 311. Die Bahn-Station ist von Innsbruck in 67 Minuten zu erreichen. Bis auf den Brenner-Pass fährt die S-Bahn Nr. 4. Dort erfolgt der Umstieg in Regionalzüge, die nach Bozen, Brixen oder Meran fahren. In 18 Minuten Fahrzeit gelangt man vom Brenner-Pass nach Sterzing. 

Von Bozen ist man mit Regionalzügen in 60 Minuten in Sterzing. Von Lienz in Osttirol verkehren Regionalzüge im Pustertal bis Fortezza/Franzensfeste. Dort steigt man in die Richtung Innsbruck fahrenden Regionalzüge um. Von der Osttiroler Stadt bis Sterzing brauchen die Züg 2:40 Stunden.

Hütte • Trentino-Südtirol

Chemnitzer Hütte (2.419 m)

Die Chemnitzer Hütte (2.419 m) in Südtirol, bekannt auch als Nevesjochhütte, liegt in den südlichen Zillertaler Alpen oberhalb des Nevesstausees (1.860 m). Talort ist Lappach (1.436 m) am Talschluß des Mühlwalder Tales, das von Sand in Taufers in Richtung Westen ansteigt. Die Region bietet sich für Wander-, Ski- und Gletschertouren wie auf den Großen Möseler (3.479 m) oder den Turnerkamp (3.418 m) an. Außerdem ist die Hütte beliebter Zielpunkt für Mountainbiker. Der Höhenweg Kellerbauerweg führt in 5 h Gehzeit zum Speikboden Sonnklar. Der Stabelerweg zur Schwarzensteinhütte (7 h) und der Neveser Höhenweg zur Edelrauthhütte (3:30 h).
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Karl-von-Edel-Hütte (2.238 m), meist „Edelhütte“ genannt, steht im Fellenbergkar am Fuße der Ahornspitze in den Zillertaler Alpen. Die Ahornspitze, formschön und markant, prägt mit seiner Nordseite das Gebirgspanorama südlich von Mayrhofen. Die Besteigung des Fast-Dreitausenders im Sommer ist ebenso einfach wie der Aufstieg zur Hütte von der Filzenalm. Die Edelhütte kann von Mayrhofen aus in einer Tageswanderung besucht werden. Sie eignet sich auch als Ausgangspunkt für Besteigungen von Ahornspitze, Popbergspitze, Wilhelmer, Mugler und Grundschartner. Allesamt Touren an der Dreitausender-Grenze. Weiters kann an der Edelhütte die Begehung des Berliner Höhenweges, einem hochalpinen sich über 70 Kilometer in den Zillertaler Alpen erstreckenden Rundwanderweg, in Angriff genommen werden. Die Skitour auf die Ahornspitze ist ein durchaus forderndes Unterfangen, das auch gut geplant werden muss.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Innsbrucker Hütte (2.369 m) liegt in den Stubaier Alpen, die eine Gruppe der Österreichischen Zentralalpen sind und südwestlich von Innsbruck liegen. Sie ist Wanderern entweder der Start- oder der Endpunkt der Begehung des hochalpinen Stubaier Höhenweges. Bergsteiger starten von hier aus auf den Habicht. Klettersteig-Geher erklimmen die Ilmspitze. Der Habicht (3.277 m) zählt zu den eindrucksvollsten Aussichtsbergen in der Region. In unmittelbarer Nähe der Hütte finden sich ein hauseigener Übungs-Klettersteig und ein Klettergarten. Der Alfaier See in unmittelbarer Nähe bietet gerade im Hochsommer willkommene Erfrischung erhitzter Wanderer- und Bergsteiger-Beine.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Bergwelten entdecken