Ali-Lanti-Biwak

2.663 m • Selbstversorger Hütte
Öffnungszeiten

Ganzjährig

Ganzjährig offenes Biwak mit Kochgelegenheit.

 

Mobil

+43 (0)664 312 76 80

Homepage

http://www.alpenverein.at/bad-gastein/index.php

Betreiber/In

Fritz Kutter (Hüttenwart)

Räumlichkeiten

Matratzenlager
4 Schlafplätze

Details

  • Handyempfang

Lage der Hütte

Das Ali-Lanti-Biwak ist im Grunde kein erstrebenswertes Ziel. Das Ziel ist entweder der Weg auf dem die unversperrte Biwakschachtel liegt oder eine Nacht, so fern sie freiwillig ist, auf der Kleinelendscharte zu verbringen. Letzteres vielleicht in Gesellschaft von drei weiteren Bergkameradinnen und -kameraden. Ganz sicher verbringt man die Biwak-Nacht gemeinsam mit Kesselkess, Gstösskees, Keeskogel, Jagerkogel und Steinbachkogel, beobachtet von Ankogel, Tischlerkarkopf und Tischlerspitze. Von einer Nacht in einer Biwakschachtel träumt man als Alpinist nicht unbedingt. Manchmal ist sie für Hochtouren, Skitourgeher, Kletter und Wanderer aber unumgänglich.

Den seltsam anmutenden Namen des Biwaks - Ali Lanti - könnte man ganz spontan mit einem finnischen Bergsteiger, der spektakuläre Erstbegehungen in der Ankogel-Gruppe machte, in Verbindung bringen. Ist aber falsch. "Ali Lanti" wird mit dem Althochdeutschen in Verbindung gebracht. Er stünde, so die Geschichte, für "fremdes Land" oder "anderes Land". Diese Bedeutung steckt in unserem Deutsch wiederum im Wort Elend. Darum Kleinelendscharte, Kleinelendkar, Kleinelendtal,Kleinelendkess, Großelendtal. Elend muss nicht immer nur ein Begriff für Unglück sein. Im Maltatal, in das Alpinisten vom Biwak und der Scharte absteigen, kommt Elend, und nicht in der Bedeutung von Unglück öfter vor.

Die gesamte Umgebung des Ali-Lanti-Biwaks ist hochalpin!

Das Biwak ist ein reines Matratzenlager für in Not geratene Alpinisten – aufgrund seiner lebensrettenden Funktion sollte sorgsam damit umgegangen werden. 

Kürzester Weg zur Hütte

Den Aufstieg zum Biwak beginnt entweder an der Kölnbreinsperre (1.900 m) oder von der Osnabrücker Hütte (2.022 m) hinter dem Stausee. Auf dem flachen Weg zwischen der Staumauer und der Hütte zweigt der Weg in das Kleinelendtal und führt über die Kleinelendhütte. Auf einem teils felsigen Steig geht es zu Kleinelendscharte und zum Ali-Lanti-Biwak hinauf. Es wird hier der Vinzenz-Havel-Weg begangen.

Gehzeit: 4 h

Höhenmeter: 641 m (von Osnabrücker Hütte); 763 m (von Kölnbreinsperre)

Alternative Routen: aus Bad Gastein, Kötschachtal - Hoteldorf Grüner Baum (1.066 m, über Alpenhaus Prossau und durch Kühkar, 5:45 h)
 

Leben auf der Hütte

Das ursprünglich aus zwei Gondeln zusammengeschweißte, mittlerweile aus Holz bestehende Ali-Lanti-Biwak ist mit einer Kochstelle und Ausrüstung wie Gaskocher mit Kartuschen, Gewürzen und Schlafsäcken ausgestattet. Wasser bringt man selbst mit. Das Biwak hat vier Schlafplätze und gilt, in Relation zu vergleichbaren alpinen Schutz-Unterkünften, als recht komfortabel.

 

Gut zu wissen

Das Biwak ist ein reiner Schutzraum für beschränkte Zeit. Guter Handyempfang. Solarpanel zur Stromgewinnung. Schlafsäcke sind im Biwak vorhanden. Hunde dürfen in die Hütte. Die Tür beim Verlassen des Biwaks immer gut schließen.
 

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Osnabrücker Hütte (2.022 m), die in 4 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Alpenhaus Prossau (1.278 m, 3 h), Jägersteighütte (1.981 m, 4 h); Redseehütte (1.831 m, 5:30 h, Selbstversorgerhütte). 

Gipfeltouren: Jagerkogel (2.748 m); Keeskogel (2.884 m); Steinbachkogel (2.810 m); Tischlerspitze (3.003 m); Tischlerkarkopf (3.002 m); Zwölferspitze (2.773 m) - diese Gipfel sind entweder Hochtouren oder weglos zu begehen!

Anfahrt

In das Gasteinertal fährt man von der A10, Tauern-Autobahn, beim Knoten Pongau/Bischofshofen ab und auf der B311, der Pinzgauer Straße, bis zum unübersehbaren Eingang in das Gasteinertal. Die Gasteiner Straße talaufwärts bis zur Abzweigung Vorderschneeberg nach Bad Hofgastein. Diese Straße führte über Kötschachdorf, Badbruck und Badberg in das Kötschachtal. Die Zufahrt in das Tal ist bis zum mittlerweile geschlossenen Hoteldorf Grüner Baum möglich. 

 

Aus Vorarlberg, Tirol oder München reist man auf der A12, die Inntal-Autobahn, Abfahrt Wörgl, weiter über Kitzbühel, Mittersill, Bruck an der Glocknerstraße in das Gasteinertal an. Aus Oberbayern führt der Weg über Schneizlreuth, Lofer, Saalfelden, Zell am See und Bruck an der Glocknerstraße nach Bad Gastein und in das Kötschachtal.

Parkplatz

Parkplatz: Hotel Grüner Baum.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel zum Ali Lanti-Biwak an der Kleinelendscharte endet in Bad Gastein oder Bad Hofgastein. Beide Orte sind von Innsbruck, Salzburg, Graz, Klagenfurt via Villach und Wien aus mit international, durch die Tauernschleuse (Böckstein - Mallnitz) verkehrenden Zügen. Der Bus Nr 555 der Gasteiner Verkehrsbetriebe fährt bis zum bis zum mittlerweile geschlossenen Hoteldorf Grüner Baum. Oder per Taxi von den Bahnhöfen Bad Hofgastein und Bad Gastein.

 

Empfehlung: Fahrrad mitbringen und damit bis in die Prossau am Ende des Kötschachtales fahren. Aus Bad Hofgastein geht es sich außerdem gut auf dem Gasteiner Höhenweg, von Bad Gastein auf der Kaiser Wilhelm Promenade oder von Badbruck auf dem Radernweg in das Tal.

Hütte • Salzburg

Albert-Biwak (2.428 m)

Das Albert-Biwak (2.428 m) steht in der Ankogelgruppe im Salzburger Lungau. Das offene Biwak befindet sich im Blockwerk unterhalb der Schmalzscharte, unweit des unteren Schwarzsees und der Grenze zu Kärnten. Die kleine Notunterkunft ist ganzjährig geöffnet. Sie sollte im Winter aufgrund der rundum herrschenden Lawinen-Gefahr aber gemieden werden. Das Biwak ist ein reines Matratzenlager für in Not geratene Alpinisten – aufgrund seiner lebensrettenden Funktion sollte sorgsam damit umgegangen werden.  Das Biwak ist aus drei Tälern, das Maltatal in Kärnten, das Grossarl- und das Lungauer Murtal in Salzburg zugänglich. Wer sich für den Ursprung des Flusses Mur interessiert, sollte den Weg von Muhr über die Stickleralm in die Schmalzgrube, wo die Mur entspringt, und zum Biwak machen. Wer sich für die gezähmte Kraft des Wassers und Wasserkraft begeistert, besucht den Kölnbrein- und davor liegenden Galgenbichlspeicher und steigt dann über den Weinschnabel an Oberem und Unteren Schwarzsee vorbei zum Biwak auf. Und wer neugierig ist ober der Schödersee vorhanden oder nicht vorhanden ist, kommt durch das Grossarltal und über Hüttschlag herauf in das Schödertal. Der See kommt bei Schneeschmelze und ergiebigem Regen oder ist bei Trockenheit nicht existent.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger
Hütte • Kärnten

Böseckhütte (2.594 m)

Die Böseckhütte oberhalb von Mallnitz in den Hohen Tauern dient vor allem als Stützpunkt für Bergtouren auf den Feldseekopf. Sie ist eine kleine Schutzhütte, die auf einem noch kleinen Plateau steht. Von hier aus bieten sich Touren und Gipfelbesteigungen auf die Feldseescharte, den Feldseekopf und das Böseck an.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger
Das Dr.-Rudolf-Weißgerber-Biwak befindet sich in der Goldberggruppe auf der Feldseescharte im Nationalpark Hohe Tauern. Der direkt am Kärntner Teil des Tauernhöhenwegs gelegene Unterstand ist nur für Bergwanderer als Notunterkunft geeignet. Das Biwak ist ein reines Matratzenlager für in Not geratene Alpinisten – aufgrund seiner lebensrettenden Funktion sollte sorgsam damit umgegangen werden.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger

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