Albert-Biwak

2.428 m • Selbstversorger Hütte
Öffnungszeiten

Ganzjährig

Das Biwak ist ganzjährig geöffnet. In der Wintersaison herrscht allerdings hohe Lawinengefahr.

Mobil

+43 664 373 42 40

Telefon

+43 6479 349 (Sticklerhütte)

Homepage

www.alpenverein-edelweiss.at

Betreiber/In

Christian Aigner

Räumlichkeiten

Matratzenlager
6 Schlafplätze

Lage der Hütte

Das Albert-Biwak (2.428 m) steht in der Ankogelgruppe im Salzburger Lungau. Das offene Biwak befindet sich im Blockwerk unterhalb der Schmalzscharte, unweit des unteren Schwarzsees und der Grenze zu Kärnten. Die kleine Notunterkunft ist ganzjährig geöffnet. Sie sollte im Winter aufgrund der rundum herrschenden Lawinen-Gefahr aber gemieden werden.

Das Biwak ist aus drei Tälern, das Maltatal in Kärnten, das Grossarl- und das Lungauer Murtal in Salzburg zugänglich. Wer sich für den Ursprung des Flusses Mur interessiert, sollte den Weg von Muhr über die Stickleralm in die Schmalzgrube, wo die Mur entspringt, und zum Biwak machen. Wer sich für die gezähmte Kraft des Wassers und Wasserkraft begeistert, besucht den Kölnbrein- und davor liegenden Galgenbichlspeicher und steigt dann über den Weinschnabel an Oberem und Unteren Schwarzsee vorbei zum Biwak auf. Und wer neugierig ist ober der Schödersee vorhanden oder nicht vorhanden ist, kommt durch das Grossarltal und über Hüttschlag herauf in das Schödertal. Der See kommt bei Schneeschmelze und ergiebigem Regen oder ist bei Trockenheit nicht existent.

Kürzester Weg zur Hütte

Am schnellsten erreicht man das Albert-Biwak aus dem Maltatal und von der Kölnbreinsperre (1.902 m). Am Stausee gemütlich entlang Richtung Osnabrücker Hütte. Bald zweigt der Weg rechts Richtung Arlscharte und Weinschnabel ab. Auf dem Zentralalpenweg geht es auf den Weinschnabel und oberhalb von Oberem und Unterem Schwarzsee über die Muritzen- zur Schmalzscharte wo die alpine Notunterkunft steht.

Gehzeit: 2:30 h

Höhenmeter: 526 Hm

Alternative Routen
Aus dem Bergsteigerdorf Hüttschlag (1.050 m, von Stockham zum Murtörl und auf Zentralalpenweg unterm Mureck in die Schmalzscharte; 3:30 h; Abstecher zur Kreealm und zur Kreealm-Kapelle!); von Muhr (1.107 m; Hintermuhr über Muritzen- und Stickleralm durch Hiasbauernstellen und Schmalzgrube; Parkplatz bei Muritzenalm; ab Sticklerhütte: 3 h; von Muhr bis zur Stickleralm: 15 Kilometer)

Leben auf der Hütte

Das offene Biwak ist sehr klein und steht mitten im Blockwerk an der Schmalzscharte. Allerdings gibt es Notunterkünfte in den Ostalpen, die weitaus weniger einladend als das Albert-Biwak sind. In der Holzhütte sind sechs Schlafplätze eingerichtet. Es gibt Decken und einen Tisch. Für ein Biwak recht behaglich. 

Gut zu wissen

Das Albert-Biwak ist eine Notunterkunft und dient dem Schutz vor Unwetter oder falls einem auf Touren durch die Ankogelgruppe und auf den Wegen zwischen Grossarl-, Malta- und Murtal die Kraft ausgeht. Im Winter große Lawinengefahr.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Sticklerhütte (1.750 m, 3 h); Weiters: Kattowitzer Hütte (2.320 m, 4:30 h); Tappenkarseehütte (1.820 m, 4:45 h); Franz-Fischer-Hütte (2.020 m, 5:45 h); Osnabrücker Hütte (2.022 m, 6 h).

Gipfel und Touren: Mureck (2.402 m, 1 h Gehzeit); Weinschnabel (2.754 m, 2 h);Weitwanderwege: Zentralalpenweg, Arnoweg. 

Anfahrt

Zum Albert-Biwak gibt es drei Zustiegsmöglichkeiten: das Mur-, das Malta- und das Großarltal. Bitte Wander- und Almtaxi-Angebote der Nationalpark und Fernregion Hohe Tauern beachten!

Aus dem Murtal
Auf der Nord-Süd-Verbindung A10, Tauern-Autobahn zur Ausfahrt St. Michal im Lungau, links auf die Zederhaus Landstraße und vor Oberweißburg links auf die Muhrer Landstraße und bis Hintermuhr und Richtung Sticklerhütte zum Wanderparkplatz fahren. 

Aus dem Maltatal
Über die A10 zur Abfahrt Gmünd und weiter auf der Maltataler Landesstraße in das Tal, durch das Bergsteigerdorf Malta und auf der mautpflichtigen Malta-Hochalm-Straße (Mautstelle Brandstatt) bis zur Kölnbreinsperre und dem dahinterliegenden Stausee. Aus Süd- und Osttirol reist man über das Puster-, Drau- oder Mölltal bis zum A10-Knoten Spittal und weiter nach Gmünd ins Maltatal an.

Anmerkung: Von dem auf 843 m liegenden Malta geht es auf der 14,4 km langen Malta-Hochalm-Straße zum auf 1.933 m liegenden Stausee. Eine Erlebnisfahrt für Auto-, Motorrad und natürlich auch Radfahrer. Es geht durch Natursteintunnel, über Spitzkehren und durch ampelgeregelte Engstellen durch das „Tal des stürzenden Wassers“ zum Stausee im Nationalpark Hohe Tauern.

Aus dem Großarltal
Über die A10 und bis zur Ausfahrt Bischofshofen. Auf der B311, der Pinzgauer Straße, nach St. Johann im Pongau. Dort zweigt man in das Großarltal ab. Auf der Landesstraße geht es an Großarl vorbei nach Hüttschlag und Richtung Stockham und Schödertal. Aus dem Süden über Villach und Spittal an der Drau auf der A10 bis Bischofshofen und weiter wie beschrieben.

Von Bregenz und Innsbruck
Über die A12 Inntal-Autobahn bis Wörgl Ost. Weiter auf der B 312, der Loferer Straße, bis Kitzbühel und auf der B161 über den Paß Thurn nach Mittersill. Auf der B168 und der B311 bis St. Johann i. Pongau und weiter in das Großarltal.

Parkplatz

Großarltal - Hüttschlag, beim Talmuseum Hüttschlag; Maltatal - Kölnbreinsperre, großer Gratis-Parkplatz; Lungauer Murtal - Hintermuhr Wanderparkplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel

Zum Kölnbreinspeicher im Kärntner Maltatal fahren von Mitte Juli bis Mitte September täglich zweimal Busse, um Touristen zum Wasserkraftwerk und Bergsteiger zum Zustieg Richtung Ankogel und Hochalmspitze zu bringen. Die Postbusse Nr. 5130 und 5132 verkehren zwischen dem Bahnhof Spittal-Millstättersee in Kärnten und St. Michael im salzburgischen Lungau. 

Nach Spittal an der Drau gelangt man mit internationalen Zugsverbindungen aus München und Salzburg über die Tauernschleuse in Mallnitz sowie aus Klagenfurt und Villach. Aus Südtirol und Osttirol reist man über Lienz und mit Regionalzügen an. 

In das Bergsteigerdorf Hüttschlag im Großarltal kommt man mit dem Postbus Nr. 540 vom Bahnhof St. Johann im Pongau. Fast zwei Stunden dauert die Fahrt mit dem Bus bis zur Endstation Stockham, wo sich das Talmuseum Hüttschlag, der Talwirt und eine Campingplatz befinden. Der Bahnhof St. Johann ist mit internationalen - EC, IC - überregionalen - Railjet - und regionalen Zügen über Salzburg, Innsbruck und Spittal an der Drau zu erreichen.

Nach Muhr im Lungauer Murtal, dem Zustieg zum Albert-Biwak vom Osten, gelangt man mit dem Postbus Nr. 760 von St. Michael im Lungau. Im Sommer fährt der Bus bis Rotgülden, einem ehemaligen Arsen-Bergwerk, in das Tal. Nach St. Michael kommt man aus der Stadt Salzburg und vom Hauptbahnhof nur mit dem Postbus Nr. 270. Oder mit der Murtalbahn über Murau nach Tamsweg und von Tamsweg mit den Postbussen 760, 762 und 770 nach St. Michael.

Hütte • Salzburg

Ali-Lanti-Biwak (2.663 m)

Das Ali-Lanti-Biwak ist im Grunde kein erstrebenswertes Ziel. Das Ziel ist entweder der Weg auf dem die unversperrte Biwakschachtel liegt oder eine Nacht, so fern sie freiwillig ist, auf der Kleinelendscharte zu verbringen. Letzteres vielleicht in Gesellschaft von drei weiteren Bergkameradinnen und -kameraden. Ganz sicher verbringt man die Biwak-Nacht gemeinsam mit Kesselkess, Gstösskees, Keeskogel, Jagerkogel und Steinbachkogel, beobachtet von Ankogel, Tischlerkarkopf und Tischlerspitze. Von einer Nacht in einer Biwakschachtel träumt man als Alpinist nicht unbedingt. Manchmal ist sie für Hochtouren, Skitourgeher, Kletter und Wanderer aber unumgänglich.   Den seltsam anmutenden Namen des Biwaks - Ali Lanti - könnte man ganz spontan mit einem finnischen Bergsteiger, der spektakuläre Erstbegehungen in der Ankogel-Gruppe machte, in Verbindung bringen. Ist aber falsch. "Ali Lanti" wird mit dem Althochdeutschen in Verbindung gebracht. Er stünde, so die Geschichte, für "fremdes Land" oder "anderes Land". Diese Bedeutung steckt in unserem Deutsch wiederum im Wort Elend. Darum Kleinelendscharte, Kleinelendkar, Kleinelendtal,Kleinelendkess, Großelendtal. Elend muss nicht immer nur ein Begriff für Unglück sein. Im Maltatal, in das Alpinisten vom Biwak und der Scharte absteigen, kommt Elend, und nicht in der Bedeutung von Unglück öfter vor. Die gesamte Umgebung des Ali-Lanti-Biwaks ist hochalpin!
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger
Hütte • Kärnten

Villacher Hütte (2.194 m)

Die Selbstversorgerhütte in der Kärntner Tourismusregion Lieser-/Maltatal ist eine perfekte Zwischenstation für Touren auf die Hochalmspitze (3.360 m). Viele Wanderer im Sommer und noch mehr Skitourengeher im Winter nutzen die Hütte als einfaches Nachtlager. Sie bietet einen Holzofen zum Wärmen und Kochen – das beste ist aber der zu jeder Jahreszeit großartige Ausblick auf die Hohen Tauern. Das robuste Holzhaus bietet somit alles, was sich Alpinisten wünschen.  
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger
Hütte • Kärnten

Böseckhütte (2.594 m)

Die Böseckhütte oberhalb von Mallnitz in den Hohen Tauern dient vor allem als Stützpunkt für Bergtouren auf den Feldseekopf. Sie ist eine kleine Schutzhütte, die auf einem noch kleinen Plateau steht. Von hier aus bieten sich Touren und Gipfelbesteigungen auf die Feldseescharte, den Feldseekopf und das Böseck an.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Selbstversorger

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