Der Sommer ist in vollem Gange, und während sich die Hitze vor allem in Städten und Talkesseln staut, sorgen dichte Wälder und weitläufige Gewässer für angenehmere Temperaturen und erfrischende Abkühlung. Zwischen stillen Seen, schmalen Flusspfaden und eindrucksvollen Klammen entfaltet sich eine Landschaft, die belebt und zugleich beruhigt. Diese sieben Touren in Niederösterreich eignen sich ideal für alle, die sich nach Ruhe am Wasser, wohltuender Frische und Wanderungen in besonderer Atmosphäre sehnen.
1. Vom Lunzer See zum Dürrenstein
Diese anspruchsvollere Tour führt durch eine eindrucksvoll stille Landschaft und zu drei völlig unterschiedlichen Gewässern: vom spiegelglatten Lunzer See über den „brüllenden Stier“ oberhalb des Mittersees bis zum kristallklaren Obersee mit Blick auf seine Insel. Nach dem Aufstieg auf den Dürrensteingipfel mit dem kunstvollen Töpperkreuz klingt der Tag schließlich bei der Ybbstalerhütte stimmungsvoll aus.
2. Runde um den Erlaufsee
Die Wanderung rund um den Erlaufsee eignet sich ideal als entschleunigende Tagesrunde für die ganze Familie. Zwischen offenen Uferwegen und schattigen Waldpfaden führt die Strecke entlang der Grenze zwischen der Steiermark und Niederösterreich. Zum perfekten Abschluss laden Einkehrmöglichkeiten mit regionaler Küche direkt am Seeufer ein. Wer den idealen Platz bereits gefunden hat, sollte sich ein gemütliches Picknick mit Panorama nicht entgehen lassen.
Schwierigkeit: Leicht
Distanz: 5,01 Kilometer
Dauer: 1:14 Stunden
Aufstieg: 11 Höhenmeter
3. Rundweg um Litschau im nördlichen Waldviertel
Der kleine Rundweg um Litschau verbindet ruhige Gewässer mit historischen Kultstätten. Alte keltische Steinriesen und das Geburtshaus von Kaspar Schrammel, dem Begründer der Schrammelmusik, machen diese Route besonders attraktiv für geschichtsinteressierte Wanderfans.
Schwierigkeit: Mittel
Distanz: 15,14 Kilometer
Dauer: 4:00 Stunden
Aufstieg: 163 Höhenmeter
4. Ysperklamm im südlichen Waldviertel
Tiefe Einschnitte in Kalk und Granit, rauschende Bäche und enge Gesteinswände prägen das eindrucksvolle Naturschauspiel von Niederösterreichs Schluchten und Klammen. Die Ysperklamm, die größte unter ihnen, wurde einst für die Holztrift genutzt. Auf einer Wanderung können geheimnisvolle Felsformationen wie der „sitzende Hund“ oder die „Sphinx“ entdeckt werden. Die Landschaft gilt als ehemaliger Druidentreffpunkt und Austragungsort für keltische Rituale.
Schwierigkeit: Mittel
Distanz: 8,25 Kilometer
Dauer: 4:00 Stunden
Aufstieg: 494 Höhenmeter
5. Johannesbachklamm Würflach
Die Wanderung durch die Johannesbachklamm in Würflach ist kurz, leicht und angenehm schattig. Der auf den ersten Blick überschaubare Weg überrascht mit beeindruckender Tiefe und schroffen Felswänden: Die bis zu 60 Meter tiefe Kalksteinschlucht mit ihren Brücken, Stegen und abwechslungsreichen Pfaden macht selbst heiße Sommertage zu einem erfrischenden Abenteuer für die ganze Familie.
Schwierigkeit: Leicht
Distanz: 8,99 Kilometer
Dauer: 2:45 Stunden
Aufstieg: 235 Höhenmeter
6. Trefflingfall
Umgeben von Stegen, Felsnischen und moosigem Schatten entfaltet sich rund um den Trefflingfall ein beeindruckendes Naturschauspiel. Von den steilen Felswänden des mit 120 Metern höchsten Wasserfalls des Landes stürzt das Wasser über mehrere Stufen in die Tiefe und sammelt sich in Kaskaden. Wie viele andere Wasserfälle auch verändert der Trefflingfall im Laufe des Jahres sein Erscheinungsbild – besonders im Frühling, wenn Schmelz- und Quellwasser seine Kraft noch verstärken.
Schwierigkeit: Mittel
Distanz: 4,08 Kilometer
Dauer: 1:45 Stunden
Aufstieg: 137 Höhenmeter
7. Sebastianwasserfall im Fadengraben
In einer bewaldeten Schlucht bei Puchberg am Schneeberg rauscht der Sebastianbach über Felsen in die Tiefe und sorgt vor allem an warmen Sommertagen für angenehme Erfrischung. Die mittelschwere Wanderung über die Mamauwiese begeistert zudem mit einer besonders malerischen Kulisse: Licht, Weite, Ruhe und der Ausblick auf den Schneeberg verleihen der Tour ihren erholsamen Charakter.
Schwierigkeit: Mittel
Distanz: 8,83 Kilometer
Dauer: 2:50 Stunden
Aufstieg: 310 Höhenmeter