Der gut ausgeschilderte, weiß-rot markierte Weg zeigt nicht nur die Schönheit des Tessins auf: Die Route bringt auch einen Einblick in traditionelles Handwerk und lokale Produkte, ortstypische Speisen und Getränke. Abgerundet wird die Auszeit in der italienischsprachen Schweiz von den urigen und oftmals auch unbewirtschafteten Unterkunftsmöglichkeiten. Auf dieser Tour erleben Wanderer den Charakter des Tessins aus erster Hand. Wir präsentieren hier die vier Etappen inklusive Streckendetails.
Tipp: Die Etappen des Trekking Maggiore können als vier eigenständige Tagestouren oder als Fernwanderweg über vier Tage hinweg absolviert werden.
Beginnend im Zentrum des Dorfes Bosco Gurin führt der Weg Richtung Westen zur Grossalp. Während des ersten Anstiegs bietet sich ein Blick auf das Örtchen Bosco Gurin, bevor es über die Waldgrenze hinauf auf über 1.500 Höhenmeter in die offenen Flächen der Alp geht. Nach einer Stärkung in der am Wegesrand liegenden Grossalphütte geht es bei leichter Steigung und Fernblicken weiter zum Quadrella-Pass und ins Valle di Camp. Der Weg vom Pass in Richtung Cimalmotto führt durch Quadrella di Fuori und abschließend durch Cimalmotto.
Das Bergdorf Cimalmotto liegt auf 1.405 Höhenmeter und ist Ausgangspunkt der zweiten Etappe. Der Weg führt zu Beginn in Richtung Valle di Sfille und weiter in die Ortschaft Pianelli. Von dort aus geht es hinunter zum Flussbett der Rovana di Campo auf ca. 1.200 Meter Höhe. Der Höhepunkt der zweiten Etappe liegt auf der Alpe Sfille, einer der letzten noch bewirtschafteten Alpen im Valle di Campo. Von dort aus geht es hinauf auf den Cavegna-Pass in Richtung Onsernonetal. Der Pass ist ein flaches Tal, das zur Alpe Porcaresc auf 1.791 Höhenmeter führt. Inmitten der Naturlandschaft im Rifugio Arena wartet die Arena-Hütte.
Die Tour startet beim kleinen See Lago della Cavegna und führt hinunter zur Alpe Porcaresc und zur Alpe Madèi. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft geht es weiter zu den Hütten Alpe Arena und der unbewirtschafteten Arena-Hütte. Am Weg zur dritten Hütte, der Salei-Hütte, passiert man ein Biotop. Die weitere Route führt in Richtung Süden durch das Val Lavadina, anschließend kommt man an Cavòo und Comologno vorbei. Das letzte Stück der dritten Etappe führt an der Curt dal Cason vorbei und erreicht anschließend die Alpe di Ruscada, bevor man zur Corte Nuovo-Hütte gelangt.
Von Pescia Lunga über Pianasc und Pizzin bis nach Comino: Eine ganze Reihe kleiner Hütten, Dörfer und Städtchen durchqueren Wanderer auf ihrer letzten Etappe: So auch das Rifugio al Legn, das man über die Bocchetta di Valle erreicht. Dort angekommen, kann man – bei herrlichem Panorama über den Lago Maggiore – Mahlzeiten genießen und wer möchte, eine weitere Nacht verbringen. Wer die Wanderung hingegen beenden möchte, geht weiter bis zur Alpe Arolgia und durchquert dann das Waldreservat von Mergugno. Der Trekking Maggiore endet in Mergugno, von wo aus man Brissago zu Fuß oder per Taxi erreichen kann.