
Die SAC Schwierigkeitsskalen
Foto: Alexander Fuchs / Fuxografie
Schwierigkeitsbewertungen im Bergsport

Fragen & Antworten: Über SAC Skalen
SAC steht für „
Leicht, mittel, schwer – solche Bewertungen sind von Natur aus schon sehr subjektiv. Die
Grundsätzlich ja. Sollte die Schlüsselstelle im Abstieg sein wird dies entsprechend explizit beschrieben und ich kann dies in meiner Planung berücksichtigen.
Dies kommt nur bei Klettersteigen vor – hier sind die gebräuchlichen Skalen in Österreich und Deutschland unterschiedlich (die sogenannte
Es wird immer der Bereich der größten Schwierigkeit auf einer Tour bewertet. Sollte zum Beispiel der letzte Anstieg auf einen Gipfel über einen ausgesetzten, mit Stahlseilen versicherten Grat führen, wird diese Tour mindestens mit T3 („
Eine Kletterroute, die eine Stelle im VI. Schwierigkeitsgrad aufweist, wird auch als solche bewertet sein, auch wenn es sich nur um einige Meter in diesem Schwierigkeitsgrad handelt.
Am besten immer eine leichtere Tour/Route wählen, da immer noch die objektiven Gefahren (Wetter, rutschige Wege, Steinschlag, Gletscherspalten usw.) mit berücksichtigt werden müssen. Die Schwierigkeitsbewertung ist immer nur ein Teil meiner Tourenplanung und unterstützt mich, eine mögliche Tour zu finden. Routine und Erfahrung sind auch auf Berg- und Alpinwanderungen absolut notwendig um alpine Gefahren vorherzusehen und diese zu verhindern.
Die Touren werden unter der Annahme günstiger Verhältnisse bewertet. Heißt also: bei guter Witterung, guter Sicht, trockenem Gelände, und im Falle bei geeigneter Schnee und Firnbedeckung.
Bei den Schwierigkeitsangaben handelt es sich um Richtwerte bei guten Schnee-, Witterungs- und Sichtverhältnissen. Sie bezieht sich ausschließlich auf die schifahrerischen Schwierigkeiten (Steilheit, Geländebeschaffenheit). Alpintechnische Schwierigkeiten (Grate, Kletterpassagen, Gletscherspalten, ...) sind separat in der Beschreibung verbal ausgeführt.
Ein ernstes und immer wieder zu heiklen Situationen führendes Missverständnis ist die Annahme, dass Wandern dort aufhört, wo die Hochtourenskala einsetzt. In Wirklichkeit ist eine Alpinwanderung im oberen Schwierigkeitsbereich (T5, T6) in aller Regel bedeutend anspruchsvoller als beispielsweise eine Hochtour mit der Bewertung L. Ein wesentlicher Unterschied zur leichten Hochtour liegt darin, dass auf einer T5 oder T6 Route (früher BG) selten bis nie mit Seil oder sonstigen Hilfsmitteln gesichert werden kann und deshalb das entsprechende Gelände absolut beherrscht werden muss, was ein hohes technisches wie auch psychisches Niveau erfordert. Typische Beispiele dazu sind extrem steile Grashänge, wegloses Schrofengelände mit schlechtem Fels oder sehr exponierte Gratpassagen. Auf Grund der unterschiedlichen Merkmale einer typischen Hochtour und einer typischen "Extremwanderung" lässt sich ein Vergleich kaum anstellen, doch kann man davon ausgehen, dass eine T6 Route vergleichbare Anforderungen stellt wie eine Hochtour im Bereich bis WS.
Führt eine Wanderung durch ausgesetztes Gelände, sind die Wegspuren nicht immer leicht zu finden, einige Stellen mit Ketten oder Stahlseilen gesichert und wenn man immer wieder die Hände zum sicheren Vorwärtskommen benötigt werden, wird dies als Alpinwanderung also T4 eingestuft.
Finden wir hingegen einen durchgehender Weg, bei dem aber auch schon mit Absturzgefahr gerechnet werden muss, dann wird diese als Bergwanderung (T2) bewertet. Gute Trittsicherheit, Trekkingschuhe und elementare alpine Erfahrung sind auf für eine T2 Tour notwendig.
Eine Schwierigkeitsbewertung hilft mir, eine meinem Können entsprechende Tour auszuwählen. Auf Grund meiner Planung bin ich gut vorbereitet und kann die zu erwartenden Schwierigkeiten besser abschätzen. Da jede Schwierigkeitsbewertung subjektiv ist, muss ich diese auch mit den aktuellen Verhältnissen, meiner Tagesverfassung und meinen Begleitern entsprechend bewerten und die Tour anpassen.
T ist die Bewertung für Wanderungen und WT für
Normalerweise ist am Klettersteig mit den eigentlichen Schwierigkeiten der Tour zu rechnen. Die Tour wird dann auch als Klettersteig bewertet. Sollten noch weitere oder andere Schwierigkeiten zu erwarten sein, so werden diese in einer zweiten, separaten Bewertung angegeben. Beispiel: (Klettersteig) C, (Wanderung) T4.
