Nie mehr falsch angezogen: So findest du den richtigen Baselayer
Foto: DEVOLD OF NORWAY
Merinowolle wärmt, reguliert Feuchtigkeit und hemmt unangenehme Gerüche. Doch welches Shirt passt zur Skitour, welches zur Winterwanderung und welches zu eisigen Temperaturen? Der norwegische Wollpionier Devold zeigt, worauf es bei Materialstärke, Stricktechnik und der Herkunft der Wolle ankommt.
Beim Aufstieg kommt man ins Schwitzen, am Gipfel kann es dagegen empfindlich kalt werden. Umso wichtiger ist die erste Bekleidungsschicht, die direkt auf der Haut liegt. Merinowolle nimmt Feuchtigkeit auf, unterstützt die Temperaturregulierung und bleibt auch nach längerem Tragen vergleichsweise geruchsarm. Welches Shirt am besten passt, hängt aber nicht nur vom Wetter ab. Auch die Intensität der Bewegung und das persönliche Kälteempfinden spielen eine Rolle.
Welcher Baselayer passt zu welcher Tour?
Bei den folgenden fünf Devold-Modellen reicht die Grammatur von 190 bis 340 g/m². Die Angabe beschreibt, wie viel ein Quadratmeter Stoff wiegt. Ein höherer Wert bedeutet mehr Material, aber nicht automatisch mehr Wärme. Auch die Stricktechnik und die Zusammensetzung des Materials machen einen Unterschied.
Adventure 190 – 190 g/m²: Der leichte Allrounder für aktive Touren
Wer beim Aufstieg ordentlich Tempo macht, braucht ein Shirt, das jede Bewegung mitmacht und Feuchtigkeit gut reguliert. Das Adventure 190 besteht aus 100 Prozent Merinowolle mit einer Faserfeinheit von 18,7 Mikron. Der elastische Rippstrick passt sich dem Körper an und kehrt danach wieder in seine ursprüngliche Form zurück. Auch die Schulternähte sind auf das Tragen eines Rucksacks ausgelegt und sollen Reibung reduzieren.
Ideal für: Skitouren, Langlaufen, Trekking und sportliche Winterwanderungen.
Ideal für: Skitouren, Langlaufen, Trekking und sportliche Winterwanderungen.
DEVOLD Adventure Merino 190 Shirt
© DEVOLD OF NORWAY
Breeze Plus 200 – 200 g/m²: Vielseitiger Komfort für kühlere Tage
Das Breeze Plus 200 verbindet ein weiches Tragegefühl mit zusätzlicher Robustheit. Es besteht aus 100 Prozent Merinowolle und verwendet etwas dickere Fasern als die klassische Breeze-Kollektion. Damit eignet es sich für Outdoor-Aktivitäten ebenso wie für Reisen und den Alltag. Die Wolle unterstützt die Temperaturregulierung und den Feuchtigkeitstransport.
Ideal für: Bergtouren, Langlaufen, Reisen und den aktiven Alltag.
Ideal für: Bergtouren, Langlaufen, Reisen und den aktiven Alltag.
DEVOLD Breeze Plus 200: Ein vielseitiger Merino-Baselayer für Touren am Berg und aktive Tage im Alltag.
Foto: DEVOLD OF NORWAY
DEVOLD Breeze Plus 200: Ein vielseitiger Merino-Baselayer für Touren am Berg und aktive Tage im Alltag.
© DEVOLD OF NORWAY
Signature Silk 230 – 230 g/m²: Merinowolle trifft Seide
Beim Signature Silk 230 kommt Seide zur Merinowolle hinzu. Der Materialmix aus 90 Prozent Merinowolle und 10 Prozent Seide verbindet die Eigenschaften der Wolle mit einem glatten, angenehmen Griff. Das Design greift Muster aus Devolds mehr als 170 Jahre altem Archiv auf. Raglanärmel ohne klassische Schulternaht sorgen für Bewegungsfreiheit und einen bequemen Sitz.
Ideal für: kalte Tage auf der Piste, Skitouren, Langlaufen und Winterwanderungen.
Ideal für: kalte Tage auf der Piste, Skitouren, Langlaufen und Winterwanderungen.
DEVOLD Signature Silk 230: Merinowolle und Seide verbinden sich zu einem besonders weichen Baselayer für kalte Wintertage.
Foto: DEVOLD OF NORWAY
DEVOLD Signature Silk 230: Merinowolle und Seide verbinden sich zu einem besonders weichen Baselayer für kalte Wintertage.
© DEVOLD OF NORWAY
Wool Mesh Pro – 260 g/m²: Warum ein Netzshirt bei Kälte funktioniert
Ein Shirt muss nicht dicht gestrickt sein, um warm zu halten. Das Wool Mesh Pro setzt auf eine offene Netzstruktur aus Merinowolle. In den Zwischenräumen sammelt sich Luft, die dabei hilft, Körperwärme zu speichern. Gleichzeitig kann überschüssige Wärme entweichen und Feuchtigkeit nach außen gelangen. Rippstrick-Einsätze ergänzen die Netzstruktur an besonders beanspruchten Stellen. Das macht das Shirt vor allem bei anstrengenden Aktivitäten interessant, bei denen man trotz niedriger Temperaturen schnell ins Schwitzen kommt.
Ideal für: intensive Aktivitäten bei großer Kälte, anspruchsvolle Skitouren und Expeditionen.
Ideal für: intensive Aktivitäten bei großer Kälte, anspruchsvolle Skitouren und Expeditionen.
DEVOLD Wool Mesh Pro: Merino-Netzshirt, das Wärme speichert und Feuchtigkeit nach außen transportiert.
Foto: Devold of Norway
DEVOLD Wool Mesh Pro: Merino-Netzshirt, das Wärme speichert und Feuchtigkeit nach außen transportiert.
© Devold of Norway
Reverso Baselayer – 340 g/m²: Wendbare Isolation für extreme Bedingungen
Der Reverso Baselayer lässt sich wenden und bietet zwei unterschiedliche Strickstrukturen. Die glatte Seite ist auf Atmungsaktivität ausgelegt, während die andere Seite mit ihrer dreidimensionalen Struktur und den integrierten Luftkanälen für zusätzliche Luftpolster zur Isolation sorgt. Entwickelt wurde das Shirt mit Erkenntnissen des Devolds Test Lab und Rückmeldungen von Freeridern und Bergsteigern. Die Konstruktion soll Wärme und Feuchtigkeitstransport je nach Bedingungen in Einklang bringen.
Ideal für: anspruchsvollen Skitouren, Freeride und Expeditionen.
Ideal für: anspruchsvollen Skitouren, Freeride und Expeditionen.
DEVOLD Reverso: Wendbarer Baselayer mit innovativer 3D-Strickstruktur, der Wärme und Atmungsaktivität für anspruchsvolle Wintertouren verbindet.
Foto: DEVOLD OF NORWAY
DEVOLD Reverso: Wendbarer Baselayer mit innovativer 3D-Strickstruktur, der Wärme und Atmungsaktivität für anspruchsvolle Wintertouren verbindet.
© DEVOLD OF NORWAY
Mikron und Stricktechnik: Was zählt?
Wer Baselayer vergleicht, stößt schnell auf weitere technische Angaben. Zwei davon helfen, die Unterschiede besser zu verstehen:
- Mikron: Die Einheit beschreibt den Durchmesser der Wollfasern. Je feiner die Fasern, desto weicher fühlt sich Wolle auf der Haut meist an.
- Stricktechnik: Glatte Flächen, Rippstrick oder offene Netze beeinflussen, wie elastisch ein Shirt ist, wie gut Luft zirkuliert und wie viel Wärme es speichert.
Welche Eigenschaften gefragt sind, hängt von der Tour ab. Wer sich viel bewegt, sollte darauf achten, dass Feuchtigkeit gut abtransportiert wird. Bei eisigen Temperaturen und längeren Pausen ist eine zusätzliche Isolation wichtiger. Und auch der beste Baselayer kann nur einen Teil der Arbeit übernehmen: Erst mit einer wärmenden Mittelschicht und einer schützenden Außenschicht ist man für wechselnde Bedingungen gut gerüstet.
Gute Wolle beginnt bei ihrer Herkunft
Neben der Qualität der Wolle zählt auch, unter welchen Bedingungen sie gewonnen wird. Devold verwendet eigenen Angaben zufolge ausschließlich mulesingfreie Merinowolle. Beim Mulesing werden Schafen Hautfalten im Bereich des Hinterteils entfernt, um das Risiko eines Fliegenmadenbefalls zu verringern. Der schmerzhafte Eingriff lässt sich durch alternative Schutzmaßnahmen vermeiden.
Mit dem Programm Sheep to Shop geht Devold noch einen Schritt weiter: Seit 2018 kauft das Unternehmen Wolle direkt bei ausgewählten Produzenten, statt sie über das traditionelle Auktionssystem zu beziehen. Das schafft engere Beziehungen zu den Wollbetrieben und soll die Rückverfolgbarkeit verbessern.
Ausgezeichnet für Verantwortung und Transparenz
Als einziger Anbieter erhielt Devold von Stiftung Warentest im Oktober 2026 die Gesamtnote „gut“ für sein CSR-Engagement in den Bereichen Tierwohl, faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz. In der Kategorie Transparenz, bei der unter anderem die Rückverfolgbarkeit der Wolle und Einblicke in die Lieferkette bewertet wurden, schnitt die norwegische Marke sogar mit „sehr gut“ ab.
Gut angezogen durch den Winter
Der dickste Baselayer ist nicht automatisch der beste. Entscheidend ist, welches Shirt zur eigenen Tour, zum Wetter und zum persönlichen Kälteempfinden passt. Wer die erste Schicht bewusst auswählt und mit den passenden weiteren Lagen kombiniert, ist für schweißtreibende Aufstiege und kalte Gipfelpausen gut vorbereitet. So bleibt mehr Aufmerksamkeit für das, worauf es draußen ankommt: die Berge und das Erlebnis.