Im Mittelpunkt der Folge stehen zwei Menschen, die ihre Heimat aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erlebbar machen.
Eva-Maria Pürmayer ist direkt an der Grenze zu Tschechien aufgewachsen und führt heute das
Bergergut in Afiesl in fünfter Generation. Mit ihr geht es auf schmalen Pfaden entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, durch jene Wälder, die über Jahrzehnte Rückzugsraum für die Natur waren. Die Geschichte der Region ist hier allgegenwärtig: Grenzkontrollen, Fluchtversuche und vertriebene Dorfgemeinschaften gehören ebenso dazu wie die neu gewonnene Freiheit, die heute jeden Schritt über die unsichtbare Grenze begleitet.
Pürmayer hat die Welt gesehen, in Neuseeland gelebt und auf mehreren Kontinenten gearbeitet. Gerade deshalb weiß sie, warum sie ins Mühlviertel zurückgekehrt ist: „Es gibt nicht diesen einen magischen Berg oder diesen einen magischen See, sondern ein grenzgeniales Landschaftsgebiet. Es ist so ein Geheimtipp, ein Juwel.“ Was sie hier findet, lässt sich nicht in Sehenswürdigkeiten messen. Es sind die Weite, die Ruhe und eine Natürlichkeit, die anderswo selten geworden ist. Wer durch diese Wälder geht, sagt sie, kommt unweigerlich auch bei sich selbst an.
Weniger ruhig geht es beim Treffen mit
Lukas Kaufmann zu. Der 32-Jährige zählt zu den stärksten Ultra-Radfahrern der Welt. Zweimal schaffte er beim Race Across America den zweiten Platz und musste dafür Unglaubliches leisten: Fast 5.000 Kilometer, 52.000 Höhenmeter und nur wenige Stunden Schlaf in mehr als neun Tagen am Rad.
Mitte August 2026 schrieb Lukas Kaufmann österreichische Ultracycling-Geschichte: Beim Race Around Austria über rund 2.100 Kilometer und 30.000 Höhenmeter krönte er sich zum Weltmeister im Ultracycling. Gleichzeitig stellte er einen neuen Streckenrekord auf und unterbot die bisherige Bestmarke von Christoph Strasser aus dem Jahr 2020 um mehr als drei Stunden
Trotz dieser extremen Leistungen spricht Kaufmann nicht zuerst über Rennen, sondern über die Besonderheiten seiner Heimat. Oberösterreich vereint auf engem Raum flache Flussradwege, abwechslungsreiche Hügel und lange Bergauffahrten. Gerade das Mühlviertel hat es ihm angetan: kurze, steile Rampen, ständiges Auf und Ab und Höhenmeter, die sich fast unmerklich summieren. Wer hier trainiert, bekommt Ausdauer, Kraft und Abwechslung zugleich. Für Rennradfahrer ist die Region ein Geheimtipp, für Ultra-Athleten ein ideales Trainingsrevier.
Dieser Podcast ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Oberösterreich Tourismus entstanden.