Mit dem Stadtrad von Innsbruck nach Grado: In fünf Tagen mit dem Fahrrad ans Meer
Foto: Pauline Pichlmair
von Pauline Pichlmair
Inhalt
Fahrradtour auf einen Blick
Was ist eigentlich ein Abenteuer?
Die Route im Detail: In fünf Tagen von Innsbruck nach Grado
Packliste für fünf Tage Bikepacking
Wie plant man eine Radreise ans Meer, ohne alles durchzuplanen?
Du willst auch ein Abenteuer erleben?
Fahrradtour auf einen Blick
- Start: Innsbruck (Tirol)
- Ziel: Grado (Friaul-Julisch Venetien)
- Distanz: ca. 490 km
- Höhenmeter: ca. 4.000 hm
- Dauer: 5 Tage
- Fahrzeit: rund 30 Stunden
- Untergrund: Radwege, Schotterwege und Nebenstraßen
- Beste Reisezeit: Mai bis Oktober
- Geeignet für: Trekkingrad, Gravelbike, Stadtrad, E-Bike und Bikepacking-Abenteuer
Was ist eigentlich ein Abenteuer?
Ein Abenteuer beginnt dort, wo man loszieht, ohne schon genau zu wissen, was unterwegs passieren wird.
Die Route im Detail: In fünf Tagen von Innsbruck nach Grado
490 Kilometer | rund 4.000 Höhenmeter | 5 Tage | 30 Stunden im Sattel
- Tag 1: Innsbruck – Brenner – Brixen. Über Patsch und Ellbögen ging es hinauf zum Brenner. Von dort folgten Jenny und Pauline dem Radweg über Sterzing nach Brixen.
- Tag 2: Brixen – Bruneck – Toblach. Weiter auf Radwegen durch das Pustertal, mit Toblach als Tagesziel.
- Tag 3: Toblach – Cortina – Belluno. Über Schotter bergauf nach Cortina, anschließend über Rad- und Schotterwegen Richtung Süden bis Belluno.
- Tag 4: Belluno – Ceggia. Weiter nach Südosten, vorbei an den Prosecco Hills, bis nach Ceggia.
- Tag 5: Ceggia – Grado. Über Landstraßen und Radwege, querfeldein Richtung Meer.
Packliste für fünf Tage Bikepacking
Am Rad
- Zwei Stadträder
- Gepäckträger und je zwei Seitentaschen
- Zusätzliche Kunststoffkisten, Kabelbinder und Spanngurte
- Front- und Rücklichter
- Fahrradschloss
- Trinkflaschen
- Optional: Fahrradcomputer, Handyhalterung sowie eine kleine Tasche für Dinge, an die man unterwegs schnell herankommen möchte
Für Pannen
- Ersatzschläuche in der passenden Größe
- Reifenheber, Multitool und Minipumpe
- Ein paar Kabelbinder und etwas Panzertape
- Ein Reifenflicken für kleinere Schäden am Reifen
Zum Schlafen
- Zelt samt Stangen und Heringen
- Schlafsäcke und Isomatten
- Aufblasbare Kissen, Ohrstöpsel und Schlafmasken
- Schlafsachen, die wirklich nur zum Schlafen benutzt werden
Zum Kochen und Essen
- Campingkocher, passende Gaskartusche und Feuerzeug
- Topf, Deckel, Becher und Besteck
- Kleines Messer, Schwamm, Geschirrtuch und etwas Seife
- Müllbeutel oder wiederverwendbare Beutel für Lebensmittel
- Kaffee, Elektrolyte und vor allem: Snacks
Kleidung pro Person
- Zwei Radhosen und zwei Oberteile fürs Rad
- Sport-BHs, Radsocken und bequeme Schuhe
- Regenjacke, Windjacke oder Weste
- Ein warmes Langarmshirt und eine leichte isolierende Jacke
- Lange Hose, dünne Handschuhe und Kopfbedeckung
- Ein normales Outfit für den Abend
- Badesachen und Schlappen für das Meer
Technik, Hygiene und Dokumente
- Smartphone, Ladekabel und Powerbanks
- Bei Bedarf: Kamera, Mikrofone und ein kleines Stativ
- Zahnbürste, Zahnpasta, Sonnencreme, Lippenpflege und kleine Pflegeprodukte
- Persönliche Medikamente und eine kleine Erste-Hilfe-Ausstattung
- Ausweis, Krankenversicherungskarte, Bankkarte und etwas Bargeld
- Optional: Kopfhörer, Notizbuch, Kartenspiel oder Buch
Wie plant man eine Radreise ans Meer, ohne alles durchzuplanen?
- Die grobe Strecke festlegen: Zuerst haben wir geschaut, welche Distanz für einen Trip von ungefähr einer Woche realistisch ist und wo wir am Ende ans Meer kommen könnten.
- Tagesetappen erst unterwegs entscheiden: Meistens haben wir am Vorabend überlegt, wie weit wir am nächsten Tag fahren wollen. Untertags durfte sich der Plan trotzdem ändern.
- Die Route prüfen: Gerade mit beladenen Rädern lohnt sich ein Blick auf Höhenprofil und Wegbeschaffenheit, bevor man die nächste Etappe übernimmt.
- Schlafplätze suchen: Unterkünfte haben wir oft erst am Nachmittag für den folgenden Tag über Booking oder Airbnb gesucht. Wie gut das funktioniert, hängt natürlich von Reisezeit und Ort ab.
- Vor der Abfahrt organisieren: Die Räder und das Gepäck-Setup mussten vorher stehen. Bei Essen und Übernachtungen konnten wir spontaner bleiben.
Du willst auch ein Abenteuer erleben?
- Schau dir Touren und Wege in deiner eigenen Region an.
- Folge einem Fluss und finde heraus, wohin er dich bringt.
- Such dir einen See, einen Gipfel oder eine Stadt als Ziel.
- Fahr mit dem Zug irgendwohin und lauf oder radel von dort nach Hause.
- Frag Menschen aus deiner Umgebung, welchen Ort sie selbst schon lange entdecken möchten.
- Schau auf Bergwelten, ob es Touren in deiner Region gibt.