Eine Dame steht neben einem Gipfelkreuz auf einem Felsen und sieht in ein sonniges Tal hinab.

Die höchsten Berge in Niederösterreich

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2 Min.
28.07.2026

Foto: Niederösterreich Werbung/Robin Uthe

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Wer denkt, eindrucksvolle Bergtouren würde es ausschließlich im Westen des Landes geben, irrt sich gewaltig. Niederösterreich bietet mit seiner vielfältigen Naturlandschaft ein weitläufiges Netz an Wanderrouten – vom Schneeberg bis zur Rax, vom Ötscher bis zum Dürrenstein.

Von der Hofburg zum Hochkar

Alpines Panorama, das auch von der Hauptstadt aus bequem erreichbar ist: Wer dem städtischen Trubel entfliehen möchte und sich nach Höhenmetern, weitem Ausblick und frischer Bergluft sehnt, sollte sich diese Berge in Niederösterreich nicht entgehen lassen. Dank ihrer guten öffentlichen Erreichbarkeit sind sie ideale Ziele für eine Auszeit in der Natur. Zahlreiche Hütten laden zur Einkehr oder Übernachtung ein, während Bergbahnen gemütlichen Wanderfans den Aufstieg erleichtern.

Schneeberg (2.076 m): Wanderung über den Nandlgrat

Während die Westseite des höchsten Bergs Niederösterreichs ganz sanft ist, führt dieser alpine Steig über die schroffen Ostwände und eröffnet eine außergewöhnliche Aussicht auf eine der bekanntesten und markantesten Steilrinnen Ostösterreichs: die Breite Ries. Die Tour startet bei der Talstation der Schneeberg-Sesselbahn in Puchberg am Schneeberg. Auf circa 13,8 Kilometern überwindet man rund 1.233 Höhenmeter in ungefähr sechseinhalb Stunden. Am höchsten Punkt, dem Klosterwappen, angekommen, genießt man schließlich einen eindrucksvollen Blick über die Wiener Alpen bis hin zum Neusiedler See.
Einkehrtipps: Fischerhütte und Edelweißhütte

Ötscher (1.893 m): Route über den Rauhen Kamm

Diese knapp 27,5 Kilometer lange Tour zählt mit dem besonderen Panorama auf den Naturpark Ötscher-Tormäuer zu den landschaftlich beeindruckendsten Routen der Niederösterreichischen Kalkalpen. In insgesamt knapp zwölf Stunden führt sie zuerst über den "Rauhen Kamm", eine Kletterpassage, die als eine der anspruchsvollsten der Ostalpen gilt, bevor die eindrucksvolle Schluchtenlandschaft der Ötschergräben folgt. Das als "Österreichischer Grand Canyon" bekannte Felstal verzaubert schließlich mit schroffen Felsen, beeindruckenden Wasserfällen und türkisfarbenen Bächen.
Einkehrtipps: Ötscher-Schutzhaus und Ötscherhias

Dürrenstein (1.878): Zwei-Tages-Tour über Ybbstalerhütte

Urwaldähnliche Gräben, tiefe Dolinen und verkarstete Hochflächen prägen diese hochalpine, knapp 22 Kilometer lange Wanderung bis hinauf zum Gipfel des Dürrensteins mit seinem kunstvollen Töpperkreuz. Am Rückweg wechseln sich Latschenfelder, Almwiesen und drei smaragdgrüne Bergseen ab. Die Tour begeistert vor allem mit spektakulären Naturphänomenen wie dem „brüllenden Stier“, einem unterirdischen Wasserfall im Mostviertel, der mit seinen geheimnisvollen Geräuschen fasziniert. Auch das „Grünloch“, eine auf 1.270 Metern Seehöhe gelegene Doline am Dürrenstein-Plateau der Ybbstaler Alpen, lädt unterwegs zum Staunen ein.
Einkehrtipps: Ybbstalerhütte und Herrenalm

Hochkar (1.807): Gipfelwanderung

Von der Talstation aus geht es mit einem Anstieg von 331 Höhenmetern hinauf zum Hochkargipfel. Die knapp drei Kilometer lange Wanderung dauert etwa eineinhalb Stunden und beeindruckt mit saftigen Almwiesen, sanften Skipisten und einer weitläufigen Landschaft. Besonders am Morgen lädt die außergewöhnliche Aussicht zum Staunen ein: Während das Tal noch unter einer Nebeldecke liegt, werden die Berggipfel bereits von den ersten Sonnenstrahlen in sanfte Goldtöne getaucht.

Rax (1.804 m): Ereignisreiches Hüttenhüpfen

Nach der Auffahrt mit der Rax-Seilbahn eröffnet sich ein weites Hochplateau, auf dem sich eine einzigartige Hütte an die nächste reiht – vom Ottohaus über die Neue Seehütte bis zur Edelweißhütte. Die Tour nimmt knapp sechs Stunden in Anspruch und hat eine Länge von circa 18 Kilometern. Neben zahlreichen idyllischen Aussichtspunkten lädt vor allem der rund 4.000 Quadratmeter große Alpengarten beim Ottohaus mit etwa 200 Alpenpflanzen aus der Region zum Innehalten und Entdecken ein.

Gamsstein (1.774 m): Hausberg der Palfauer

Vom Sandgraben in Hollenstein an der Ybbs führt die rund 14 Kilometer lange Tour durch Wälder, Latschenfelder und von Dolinen geprägte Karstlandschaften hinauf zum Gratrücken des Gamssteins in den Ybbstaler Alpen. Der Weg verläuft zunächst zum markanten Gipfelkreuz auf 1.770 Metern und weiter zum Hochkogel, dem höchsten Punkt des Berges. Dort erwartet einen ein herrliches Bergpanorama. Die knapp sechs Stunden lange Wanderung begeistert zudem mit eindrucksvollen Ausblicken auf das Gesäuse und den Naturpark Eisenwurzen sowie mit einer herrlich bunten Almflora.

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