
Sanfte Hügel, ein endloses Meer aus Reben und Weitblicke, die zum Verweilen einladen: Die Südsteiermark zeigt, wie Genuss im Sattel geht.
1. Weg zum Wein: Klapotetzrunde 2. Zu Gast im Naturpark Südsteiermark: Sausaler Tour 3. Panorama pur: Weinstraßenausfahrt 4. Dem Kernöl auf der Spur: Ölspur 5. Unterwegs im Auenland: 2-Flüsse-Tour 6. Radfahrerischer Leckerbissen: RADELIKAT 7. Das volle Programm: Weinstraßentour
Zwischen Leibnitz, Gamlitz und Eibiswald erstreckt sich ein Radrevier, das wie geschaffen ist für genussvolle Tage im Sattel. Durch Weinberge und sanfte Hügel radelt man im entspannten Auf und Ab durch eine liebliche Landschaft, die mehr verführt als fordert. Das pannonische Klima beschert Radfahrern von März bis weit in den Oktober hinein viele Sonnenstunden und meist trockenes Wetter. Buschenschänken, Weingüter, Almen und Hofläden am Wegesrand sorgen für eine willkommene Ablenkung und machen jede Ausfahrt zur kulinarischen Entdeckungsreise. Ob Riesling, Kürbiskernöl oder Brettljause – auf diesen Touren gehört die Einkehr genauso dazu wie die nächste Abfahrt.
1. Weg zum Wein: Klapotetzrunde

Im Rhythmus hölzerner Windräder radelt man auf der Klapotetzrunde vor den Toren der südsteirischen Weinstadt Leibnitz. Ein sich drehender Propeller setzt die traditionellen Vogelscheuchen in Bewegung – ihr lautes Klappern hält die Tiere von den Trauben fern. Der Genuss wartet auf der moderaten Mountainbikerunde an jeder Ecke: Bei einem Achterl Riesling in Österreichs höchstgelegenem Weindorf, bei einer deftigen Jause aus Kübelfleisch und Verhackertem in einer Buschenschenke, beim Panoramaschauen von der Kreuzkogelwarte mit Blick auf Schöckl, Pohorje sowie Koralpe und auf der flowigen Abfahrt über herrliche Wald- und Wiesenwege zum Sulmsee, wo die Radrunde mit einem Sprung ins kühle Nass erfrischend ausklingt.
Start: Leibnitz
Dauer: 3,5 Stunden
Schwierigkeit: Leicht bis Mittel
Beste Jahreszeit: Ganzjährig
Geeignet für: Mountainbiker, E-Mountainbiker und geländeerprobte Gravelbiker
Highlights: Weinstadt Leibnitz, traditionelle Klapotetze und Buschenschänken am Wegesrand, Weindorf Kitzeck im Sausal mit dem weltgrößten Klapotetz und dem Steirischen Weinmuseum, Aussicht von der Kreuzkogelwarte und Baden am Sulmsee
Tipp: Der karge Schieferboden, die steilen Hänge und das kühle Mikroklima verleihen dem Kitzecker Riesling ein besonders elegantes Aroma und eine mineralische Frische. Mehr über den regionalen Weinbau erfährt man im Steirischen Weinmuseum.




2. Zu Gast im Naturpark Südsteiermark: Sausaler Tour

Bei dieser Mountainbike-Runde durch den Naturpark Südsteiermark liegt der Duft von frisch gepresstem Kürbiskernöl ebenso in der Luft, wie der stumme Flügelschlag von tausend Schmetterlingen. Von Heimschuh rollt man entspannt entlang des Sulmtalradwegs zur Ölmühle Kremser. Ein Stopp lohnt sich hier allemal, denn neben frisch gepresstem Kernöl gibt es auch Führungen durch die historische Mühle. Ein knackiger Anstieg führt über Reith hinauf zum Demmerkogel. Dort warten nicht nur eine herrliche Aussicht, sondern auch eine naturbelassene Schmetterlingswiese. Zurück im Tal lädt das Naturparkzentrum im Grottenhof zu einer informativen Rast ein und bietet spannende Einblicke in den Naturpark Südsteiermark. Entlang der Sulm klingt die Tour schließlich entspannt aus.
Start: Heimschuh
Dauer: 4,5 Stunden
Schwierigkeit: Leicht
Beste Jahreszeit: März bis Oktober
Geeignet für: Mountainbikes, E-Mountainbikes und Gravelbikes
Highlights: Ölmühle und Kernölmuseum Hartlieb in Heimschuh, Ölmühle Kremser mit Museum, Aussichtsturm und Schmetterlingswiese am Demmerkogel, Naturpark Südsteiermark mit Naturpark-Winzerhaus, Grottenhof mit Naturparkzentrum und Museum, Auenlandschaft an der Sulm und Baden im Sulmsee
Tipp: Beim „Schratln“ in Heimschuh trifft man sich von Mai bis Oktober jeden Donnerstag ab 17 Uhr zum genussvollen Ausklang des Tages. Der kleine Bauernmarkt verbindet regionale Spezialitäten, Handwerk und Live-Musik mit guter Stimmung – inspiriert von der Sage rund um den Kobold „Schratl“.




3. Panorama pur: Weinstraßenausfahrt

Die Weinstraßenausfahrt verbindet auf besonders stimmige Weise weite Panoramablicke mit südsteirischen Schmankerln. Von Leutschach, Österreichs größtem Weinbauort, radelt man zunächst auf der Panoramastraße und weiter entlang der Alten Kellerstraße zur Südsteirischen Weinstraße. Dort warten urige Buschenschänken, traditionelle Weingüter und einladende Wirtshäuser am Wegesrand, die jede Rast zu einem kulinarischen Erlebnis machen. Durch aussichtsreiche Weinberge schlängelt sich die Route weiter bis nach Spielfeld, verläuft dann gemütlich entlang der Mur und durch den historischen Ortskern von Ehrenhausen mit seinem denkmalgeschützten Schloss. Am Sernauberg erwarten einen nochmals großartige Ausblicke auf Weinberge, Pappeln und Klapotetze, bevor es zurück nach Leutschach geht.
Start: Leutschach
Dauer: 4,5 Stunden
Schwierigkeit: Leicht bis Mittel
Beste Jahreszeit: März bis November
Geeignet für: Mountainbikes, E-Bikes und Gravelbikes
Highlights: Weinbauort Leutschach, Südsteirische Weinstrasse mit Buschenschänken und Weingütern am Wegesrand, historischer Ortskern von Ehrenhausen mit Schloss und Mausoleum, Aussicht vom Sernauberg
Tipp: Leutschach ist nicht nur der größte Weinbauort Österreichs, auch Hopfen wird hier im großen Stil angebaut. In der Brauerei Leutschach lässt sich das heimische Bier direkt vor Ort verkosten, während das angeschlossene Hopfenmuseum spannende Einblicke in die Geschichte des Hopfenanbaus bietet.




4. Dem Kernöl auf der Spur: Ölspur

Das trocken-warme Klima und die lehmig-sandigen Böden der Südsteiermark bieten ideale Bedingungen für den Anbau des Steirischen Ölkürbis. Aus dessen Kernen wird das charaktervolle Kürbiskernöl gewonnen. In den Ölmühlen wird es traditionell hergestellt: Sorgfältig werden die getrockneten Kerne gemahlen, geknetet, schonend geröstet und schließlich gepresst. Auf der familienfreundlichen Radrunde „Ölspur" folgt man der Spur des „grünen Golds". Gestartet wird in St. Martin im Sulmtal – bekannt als Heimat des Steirischen Kürbiskernöls. Die Runde führt über das Blumendorf St. Peter im Sulmtal, nach Kerschbaum und Bad Schwanberg. Den entspannten Abschluss bildet der Anstieg zum Martinhof – mit Aussicht und erfrischender Abkühlung im Freibad.
Start: St. Martin im Sulmtal
Dauer: 3 Stunden
Schwierigkeit: Leicht
Beste Jahreszeit: März bis Oktober
Geeignet für: Trekking- und E-Bikes – familientauglich
Highlights: St. Martin im Sulmtal, Ölmühlen und Buschenschänken am Wegesrand, Schloss Burgstall, Blumendorf St. Peter im Sulmtal, Moorbad Bad Schwanberg und Freibad Martinhof
Tipp: In der Ölmühle Lorenz lässt sich das Steirische Kürbiskernöl nicht nur verkosten, sondern auch hautnah miterleben, wie es hergestellt wird. Für einen Liter Kürbiskernöl werden 2,5 bis 3 Kilogramm getrocknete und geröstete Kerne benötigt. Das entspricht 30 bis 40 Kürbissen, die maschinell, aber teils auch noch per Hand, verarbeitet werden.




5. Unterwegs im Auenland: 2-Flüsse-Tour

Eine Tour, zwei Flüsse, viele Glücksmomente für die ganze Familie: Entlang der Saggau und der Schwarzen Sulm führt die abwechslungsreiche Gravelbike-Runde durch idyllische Flusstäler und stille Auenwälder. Höhepunkte am Wegesrand sind das Fischerparadies Nebelteich, das Schloss Gleinstätten und die Ölmühlen entlang der Ölspur. Ruhige Nebenstraßen, schattige Waldpassagen und gut ausgebaute Radwege sorgen für ein entspanntes Fahrgefühl. Unterwegs laden kleine Badeplätze, Buschenschänken und schöne Picknickplätze zu gemütlichen Pausen ein. Am Ende schließt sich die Runde wieder in Eibiswald – mit vielen Eindrücken im Kopf und südsteirischen Spezialitäten im Gepäck.
Start: Eibiswald
Dauer: 5 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Beste Jahreszeit: April bis Oktober
Geeignet für: Gravelbikes ,Mountainbikes und E-Mountainbikes – familientauglich
Highlights: Auwälder an Sulm und Seggau, Fischerparadies Nebelteich, Naturbadeteich Kipferlbad, Mineralienausstellung Oberhaag, Schloss und Freibad in Gleinstätten
Tipp: Neben Wein und Bier hat auch die Schnapsbrennerei in der Südsteiermark Tradition. In der Feindestillerie Stelzl lassen sich edle Brände stilvoll verkosten – im historischen Gewölbekeller aus dem 16. Jahrhundert.




6. Radfahrerischer Leckerbissen: RADELIKAT

Von Schilcher über Wild bis zum Käse – diese Genussrunde macht ihrem Namen alle Ehre: Auf der knapp 27 Kilometer langen Strecke laden nicht weniger als dreizehn Jausenstationen zur Verkostung steirischer Delikatessen ein. Ausgehend von Eibiswald oder Wies führt der Rundkurs über ruhige Nebenstraßen durch die Hügel des Schilcherlandes und ist in beide Richtungen bestens ausgeschildert. Es zahlt sich aus, etwas mehr Zeit einzuplanen. So können die angebotenen Spezialitäten in aller Ruhe verkostet werden, während man die Aussicht auf die Weinberge genießt. Besondere Highlights am Wegesrand sind das Rotwildgehege beim Weingut Pauritsch sowie der Panoramaturm und die Wollschweine bei der Wein- & Genusswelt Garber.
Start: Eibiswald
Dauer: 3,25 Stunden
Schwierigkeit: Leicht
Beste Jahreszeit: Ganzjährig
Geeignet für: Trekking-, Gravel-, Mountain- und E-Bikes – familientauglich
Highlights: Buschenschänken, Weingüter, Hofläden, Brennerei und Hofkäserei im Wegesrand, Rotwildgehege beim Weingut Pauritsch, Panoramaturm der Wein- & Genusswelt Garber
Tipp: Der Schilcher ist einer der bekanntesten Weine der Südsteiermark. Gewonnen aus der Blauen Wildbacher Traube, überzeugt der Roséwein mit einem fruchtigen Aroma und seinem rosa schillernden Farbenspiel.




7. Das volle Programm: Weinstraßentour

Mit dem E-Bike wird die knapp 70 Kilometer lange Weinstraßentour zum entspannten Genussritt durch die südsteirischen Hügel. Zwischen Gamlitz, Ehrenhausen und Spielfeld an der Südsteirischen Weinstraße reiht sich ein Panorama ans nächste – mit weiten Blicken über Reben und Täler. Dank elektrischer Unterstützung werden auch steilere Passagen mühelos gemeistert. Buschenschänken, Weingüter und gemütliche Wirtshäuser laden unterwegs zu genussvollen Stopps mit regionalen Spezialitäten ein. Die perfekte Genussrunde für alle, die die Schönheit der Südsteiermark in ihrer ganzen Pracht erleben möchten.
Start: Gamlitz
Dauer: 4,5 Stunden
Schwierigkeit: Leicht
Beste Jahreszeit: Februar bis November
Geeignet für: E-Trekking oder E-Mountainbike
Highlights: Kreuzbergwarte mit Ausblick auf Koralpe, Speikkogel und Demmerkogel, Erlebnisbad Leibnitz, Südsteirische Weinstraße mit Buschenschänken
Tipp: Eingerahmt von duftenden Obsthecken und wilden Rosen verbirgt sich unweit von Gamlitz ein außergewöhnlicher Naturgarten mit Kloster- und Küchenkräutern, über 60 Minzsorten und einem kleinen Giftgarten sowie einem Färbergarten. Hier wird das Entdecken seltener Pflanzen zum Erlebnis.



