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Die schönsten Rad-, Gravel- und Mountainbikerouten in Sachsen
Foto: Philipp Herfort
Im Südosten Deutschlands lässt sich Sachsen ganz wunderbar vom Sattel aus entdecken. Auf bestens ausgebauten Wegen rollt man entspannt entlang der Elbe, erkundet mit dem Mountainbike die Bergwelten und Bikeparks oder sammelt mit dem Gravelbike Höhenmeter.
Inhalt
A. Fest im Sattel: Auf zwei Rädern durch Sachsen reisen
1. Elberadweg
2. Oder-Neiße-Radweg
3. Mulderadweg
4. Neuseenland-Radroute
5. Musikantenradweg
6. Obstland-Route
B. Abenteuer ohne Ende: Mit Gravelbike, MTB und Rennrad sportlich unterwegs
1. RockHead
2. Blockline
A. Fest im Sattel: Auf zwei Rädern durch Sachsen reisen
Der Elberadweg gehört zu den schönsten Radwegen Deutschlands – in Sachsen zeigt er sich von seiner besten Seite. Doch auch abseits der Elbe wartet ein vielseitiges Radrevier, das Natur und Kultur verbindet: entspannte Etappen entlang grüner Flusslandschaften, weite Blicke im Leipziger Neuseenland und fordernde Anstiege im Erzgebirge. Immer wieder eröffnen sich neue Perspektiven – mal ruhig und weit, mal überraschend abwechslungsreich.
1. Elberadweg
Wie kein anderer vermag der Elberadweg Flussromantik, Gebirgsfeeling und Städteflair zu vereinen. Nicht umsonst ist er der Star unter den deutschen Radwegen. Jener Teil, der durch Sachsen führt, ist besonders abwechslungsreich: Im Osten ragen sich die markanten Felsformationen der Sächsischen Schweiz eindrucksvoll in den Himmel. In Dresden verläuft die Route entlang der drei Elbschlösser und eröffnet dabei einen Blick auf die unverwechselbare Silhouette der Altstadt mit Frauenkirche, Residenzschloss, Hofkirche, Zwinger und Semperoper. Weiter geht es vorbei an den sanften Weinbergen zwischen Radebeul und Meißen und durch die lieblichen Elbweindörfer, bis schließlich das imposante Schloss Hartenfels in Torgau erreicht wird.




2. Oder-Neiße-Radweg
Auf dem Oder‑Neiße‑Radweg radelt man entlang der deutsch-polnischen Grenze auf 125 Kilometern durch Sachsens Geschichte. In Ostritz lädt das Zisterzienserinnenkloster zur stillen Einkehr ein, während Zittau mit seinen barocken Bürgerhäusern und der Kirche „Zum Heiligen Kreuz” bezaubert. Perfekt entspannen lässt es sich an der Blauen Lagune am Berzdorfer See oder bei einem Picknick im liebevoll angelegten Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Auch die alte Handelsstadt Görlitz ist einen Zwischenstopp wert. Die perfekte Wahl für alle, die entspannt radeln und dabei Natur, Kultur und Geschichte ganz nebenbei erleben möchten.



3. Mulderadweg
Von Burg zu Burg radelt man auf dem Mulderadweg entlang der Freiberger und Zwickauer Mulde. Zwischen Zwickau, Rochlitz, Colditz und Grimma schlängelt sich die Route durch ruhige Flusstäler, vorbei an historischen Windmühlen, Klöstern, barocken Schlössern und kleinen Städten, in denen Geschichte spürbar lebt. Mal flach, mal leicht ansteigend, doch stets gut ausgebaut, bietet der abwechslungsreiche Fernwanderweg eine entspannte Mischung aus Radfahren und Kultur. Ideal für alle, die gern genussvoll unterwegs sind und sich Zeit für Aussichten, kleine Stadtbummel und Fotopausen nehmen möchten.




4. Neuseenland-Radroute
Zwischen Cospudener und Zwenkauer See passiert man auf der 100 Kilometer langen Neuseenland-Radroute nicht weniger als neun Gewässer. Wo einst der Bergbau das Bild bestimmte, lädt heute eine vielseitige Seenlandschaft vor den Toren Leipzigs zu einer sonnigen Auszeit ein. Es gibt feinen Sandstrand zum Entspannen, Wildwasserrafting im Kanupark Markkleeberg und Nervenkitzel in der Achterbahn des Freizeitparks Belantis. Das Beste an der Tour: Von der Stadt bis zum Start sind es nur wenige Radminuten. So lässt sich der Citytrip perfekt mit einer Radausfahrt verbinden.
5. Musikantenradweg
Der über 100 Kilometer lange Musikantenradweg führt durch den Vogtländischen Musikwinkel. Die Runde ist mit dem E-Bike besonders angenehm zu fahren und führt zu den wichtigsten Orten des traditionellen Musikinstrumentenbaus. Gleich mehrere Museen, darunter das Musikinstrumenten-Museum in Markneukirchen, das Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal und das Harmonikamuseum Zwota, liegen direkt am Weg. Eine perfekte Runde für Naturgenießer und Musikbegeisterte.



6. Obstland-Route
Sachsen steht unter anderem seit Jahrhunderten für Obstanbau. Zwischen Leisnig und Mügeln befindet sich das größte Obstanbaugebiet des Bundeslandes, das zugleich eine reich geprägte kulturhistorische Landschaft ist. Die Obstland-Route verbindet auf insgesamt 58 Kilometern die Orte Mügeln, Leisnig und Dürrweitzschen, in denen die lange Tradition des Obstanbaus auf unterschiedliche Weise erlebt werden kann. Dabei stehen drei Themen im Fokus, die auf drei thematisch unterschiedlichen Teilrouten erkundet werden können: die Entstehungsgeschichte des Obstlandes im Mügelner Umland, das damalige Leben und Wirken der Mönche bei Leising und die heutige Obstproduktion in Dürrweitzschen.
B. Abenteuer ohne Ende: Mit Gravelbike, MTB und Rennrad sportlich unterwegs
Zwischen Weinbergen auf ruhigen Landstraßen, auf abgelegenen Schotterwegen durch dichte Kiefernwälder oder auf technischen Trails zwischen bizarren Sandsteinfelsen finden Gravelbiker, Rennradfahrer und Mountainbiker in Sachsen das geeignete Gelände mit Abfahrten, die Raum fürs eigene Tempo lassen. Mal fließend und leicht, mal fordernd und ursprünglich – ein Revier, das sich auf zwei Rädern immer wieder neu entdecken lässt.
1. RockHead
Die RockHead-Tour führt Gravelbike-Fans durch die wilde Natur der Oberlausitz und der Sächsischen Schweiz. Auf 320 Kilometern und 4.660 Höhenmetern warten anspruchsvolle Anstiege und schnelle Abfahrten auf überwiegend naturbelassenen Wegen. Bunte Heideflächen, bizarre Sandsteinfelsen und dichte Wälder säumen den Weg und lassen unterwegs keine Langeweile aufkommen. Zu den weiteren Highlights zählen die Festung Königstein, Burg und Kloster Oybin und die Burg Stolpen. Übernachtet wird entlang der Strecke im Zelt oder im gemütlichen Hotel.



2. Blockline
Egal ob MTB oder Gravelbike – die Blockline ist ein Abenteuer für die ganze Familie. Das Holz des Waldes ist einer der Rohstoffe, der die Menschen im Erzgebirge nachhaltig prägte. Auch für die Blockline ist Holz ein zentrales Element. Freiheit und Abenteuer, wie in Kanada oder Neuseeland? Auf drei spannenden Runden ab 50 Kilometern oder auf 15 Einzeletappen ab sechs Kilometern erwartet kleine und große MTB-Entdecker das Gefühl unendlicher Freiheit in nahezu unberührter Natur im Erzgebirge. Riesige Holzportale weisen den Weg zu atemberaubenden Panoramen, einzigartigen Gesteinsformationen, üppigen Bergwiesen und idyllischen Bachläufen.
Tipp: Das dicke Blockline-Abenteuerbuch ist die perfekte Hilfe, um die lokale Flora und Fauna zu entdecken und dieses Erlebnis zu planen.
3. TrailCenter Rabenberg
Singletrails, soweit das Auge reicht: Im TrailCenter Rabenberg kommen Mountainbiker voll auf ihre Kosten. Sechs abwechslungsreiche Trails führen durch die waldreiche Landschaft des Erzgebirges und bieten mit Anliegern, Wellen, Kickern und North-Shores jede Menge Flow. Vom Einsteiger bis zum erfahrenen Rider findet hier jeder die passende Strecke, die sich flexibel kombinieren lässt. Der Untergrund bleibt dabei bewusst naturnah: Wurzeln, Steinfelder und kleine Stufen sorgen für technische Passagen und machen jede Abfahrt abwechslungsreich. So entsteht ein vielseitiges Trail-Erlebnis, das Fahrtechnik, Spaß und Natur perfekt verbindet.
4. Bikewelt Schöneck
Vom Flowtrail bis zur Jumpline – in der Bikewelt Schöneck im Vogtland erwarten Mountainbiker fünf abwechslungsreiche Strecken. Während sich die kleinen Nachwuchsbiker auf der Kidsline austoben, sausen erfahrene Rider über die Downhillstrecke ins Tal hinunter. Der großzügige Übungsparcours bietet ideale Bedingungen, um an der eigenen Fahrtechnik zu feilen, und auch Fahrtechnikkurse helfen dabei, das eigene Können gezielt zu verbessern. Für eine entspannte Auffahrt sorgt ein Sessellift, der Bike und Fahrer bequem nach oben bringt.

5. Stoneman Miriquidi Road
4.900 Höhenmeter, 290 Kilometer und 9 Gipfel – der Stoneman Miriquidi Road ist selbst für erfahrene Rennradfahrer eine echte Challenge. Während Vielfahrer die anspruchsvolle Runde durch das sächsisch-böhmische Mittelgebirge an einem Tag meistern, gönnen sich Genussradler besser drei bis vier Tage. So kommt der Spaß nicht zu kurz und es bleibt mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, wie den Fichtelberg in Oberwiesenthal, die historische Saigerhütte Olbernhau, den Schwartenberg und die Bergwerkstadt Annaberg-Buchholz.












