
„Blair Witch Project“ auf Ennstaler Art
von Rene Sendlhofer-Schag
Die düsteren Nebelschwaden umhüllen das Tal und die Wälder mit einem mystischen Schleier. Erinnert mich an den Film „Blair Witch Project“, den ich vor vielen Jahren im Analog-Fernsehen auf einer grobkörnigen 50-cm-Diagonale gesehen habe. Heute ist trotz langer Nächte alles gestochen scharf und gleich nochmal so gespenstisch. Verstärkung muss her.
Mit einem ausgebildeten
Die Wände sind von zahlreichen Wasserfällen durchzogen und bei einem, so heißt es, befindet sich die Höhle. Zum größten führt ein Wanderweg. Nix wie hin und dann am Wandfuß entlang bis wir am Eingang sind. Genialer Plan. Aber auch genial gescheitert. Da gibt's kein Vorankommen – zu steil und unwegsam ist das Gelände. Eine Alternative muss her und so stapfen wir durch den finsteren Geisterwald immer weiter in Richtung Höhle. Die Tour hat mittlerweile dezenten Expeditions-Charakter. Doch das kann uns nicht davon abhalten, dieses Geheimversteck der lokalen Berg- und Höhlenrettung zu finden. Klar hätten wir vorher fragen können, aber das kann ja jeder.
Und so ein Espresso, knapp oberhalb der Nebelsuppe, mit leichtem Windhauch aus der Höhle, schmeckt einfach besser als zuhause. Auch wenn wir nicht die ersten waren, heute haben wir die Höhle zumindest für uns neu entdeckt.










