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Am Karnischen Höhenweg

Fotogalerie • 21. September 2015

Bergwelten-Fotograf Philipp Forstner schafft eine frühherbstliche Hommage an den Karnischen Höhenweg. Mit einem Fuß in Italien, mit dem anderen in Österreich. Und immer in den Fußstapfen der Geschichte.

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg

Christian Unterguggenberger (im Bild) aus dem Lesachtal war mit Bergwelten-Fotograf Philipp Forstner zwei Tage auf dem Karnischen Höhwenweg unterwegs. Immer an der Grenze zwischen Österreich und Italien entlang.

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg

Der Weg ist auch eine historische Gratwanderung. Vor genau 100 Jahren, im Jahr 1915, standen sich im Ersten Weltkrieg entlang des Karnischen Kamms tausende österreichisch-ungarische und italienische Soldaten gegenüber, um einen Feind in die Grenzen zu weisen, der noch kurz zuvor ein Verbündeter gewesen war.

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg

Am Grat stehend, rechts der Blick bis zu den grandiosen Dolomiten, links weit hinein nach Kärnten, spürt man sehr bewusst, was für ein Geschenk es ist, in einer Zeit des Friedens zu leben.

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg

„Es ist in all dieser Schönheit wirklich schwer vorstellbar, dass sich unsere Vorfahren hier oben vor 100 Jahren erbittert bekämpft haben“, sagt Christian Unterguggenberger. „Links unten im Tal liegt meine Heimatgemeinde, der Wallfahrtsort Maria Luggau. Vor uns im Osten der Luggauer Sattel mit dem markanten Zwölferspitz im Hintergrund.“

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg

Insgesamt 155 Kilometer sind es, wenn man den gesamten Karnischen Höhenweg von Sillian in Osttirol bis Arnoldstein in Kärnten, immer mit einem Fuß in Italien, gehen möchte. Elf Hütten entlang des Höhenwegs machen es möglich, diese gewaltige Distanz in sechs bis zwölf Tagesetappen zu unterteilen.

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg

Im Hochsommer sind die Hütten sehr gut gebucht, sodass man frühzeitig eine Übernachtung reservieren sollte. Im September, wenige Wochen bevor die Hütten schließen, kann der Karnische Höhenweg auch sehr ruhig sein.

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg

Christian Unterguggenberger sagt: „Wir waren zum Großteil allein unterwegs, sodass man die Stille und die Weite besonders intensiv erleben konnte. Ich bin begeisterter Musiker und spiele außer Gitarre auch Trompete. Und man kann an den Flanken des Karnischen Kamms schon ein paar sehr schöne Plätze entdecken, an denen es ein prächtiges Echo gibt.“

Karnischer Höhenweg
Foto: Philipp Forstner
Karnischer Höhenweg - Wolayersee

Die malerisch gelegene Wolayerseehütte (mit dem Kriegerdenkmal im Hintergrund) war das Ziel dieses zweitägigen Ausflugs auf dem Karnischen Höhenweg. Philipp Forstner: „Nach einer achtstündigen Wanderung hier vor der Hütte sitzen und mit einem Glas Bier den Blickauf den Wolayersee genießen – so geht Entspannung.“

Wolyerseehütte
Hütte • Kärnten

Wolayersee-Hütte (1.960 m)

Im kärntnerisch-italienischen Grenzgebiet, im Herzen des Karnischen Alpenhauptkamms, liegt die Wolayersee-Hütte (1.960 m) direkt am gleichnamigen See. Umgeben von mächtigen Gipfeln wie der Hohen Warte (2.780 m) und der Seewarte (2.595 m) ist die Hütte einerseits wichtige Anlaufstelle auf dem Karnischen Höhenweg, andererseits Stützpunkt für Kletterkurse und Bergtouren. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Klettergärten, deren Routen mit über 70 Bohrhaken, vom 4. bis zum 8. Schwierigkeitsgrad lt. UIAA. Zwei weitere Klettersteige führen auf die Hohe Wand. Rund um den See gibt es schöne Wander- und Tourenmöglichkeiten, auf dem sogenannten Geo-Trail erfährt man Wissenswertes über die Region. Die interessanten Aufstiegsmöglichkeiten zur Hütte locken Wanderer und Mountainbiker, Schneeschuhwanderer und Skitourengeher.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Alle Wanderetappen des Höhenwegs hier im Überblick:

Karnischer Höhenweg
Der Karnische Hauptkamm zwischen Österreich und Italien: Einst standen sich hier im Ersten Weltkrieg tausende österreichisch-ungarische und italienische Soldaten gegenüber. Heute verläuft am ehemaligen Schicksalsgrat der 150 km lange Karnische Höhenweg, kurz KHW 403, der auch als „Friedensweg“ bezeichnet wird und in seiner Vielfalt zu den schönsten Weitwanderpfaden Europas zählt. Wir stellen euch die 8 Etappen im Detail vor.

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