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Prognose

Bergwetter: Zunächst Hitze, am Sonntag verbreitet Gewitter

Wetter • 30. Juli 2020
1 Min. Lesezeit
von UBIMET Meteorologenteam

Ein Hoch mit Zentrum über Mitteleuropa sorgt am Freitag und Samstag für heißes und weitgehend trockenes Sommerwetter. Am Sonntag lässt der Hochdruckeinfluss nach und in der schwül-warmen Luft entwickeln sich zahlreiche, teils heftige Gewitter.

Lautersee
Foto: mauritius images / Sebastian Frölich
Nach einem Gewitter am Lautersee bei Mittenwald
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Freitag, 31. Juli 2020

Am Freitag überwiegt von früh bis spät der Sonnenschein. Am Nachmittag bilden sich über den Bergen ein paar Quellwolken, die aber meist harmlos bleiben. Nur in den Südalpen von den Dolomiten bis zur Koralpe sind punktuell kurze Hitzegewitter möglich. Der Wind weht meist mäßig, in den östlichen Gebirgsgruppen auch lebhaft aus Nordwest. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m Höhe zwischen 8 und 11 Grad, in 2.000 m gibt es hochsommerliche 15 bis 20 Grad mit den höchsten Werten in Südtirol.

Samstag, 01. August 2020

Der Samstag verläuft ebenfalls hochsommerlich heiß und tagsüber dominiert wiederum der Sonnenschein. Die einzelnen Quellwolken bleiben noch harmlos und bis zum Abend bleibt es trocken. Am Abend und in der Nacht entstehen dann aber westlich der Linie Dachstein-Drei Zinnen vermehrt Hitzegewitter, die lokal mit Starkregen und Hagel auch heftig ausfallen. Der Wind weht meist mäßig, am Ostrand der Alpen aber auch lebhaft bis stark aus Nordwest bis Nord. Die Temperaturen bleiben nahezu unverändert: In 3.000 m werden 8 bis 11 Grad, in 2.000 m 15 bis 20 Grad erreicht.

Gewitter
Foto: Pixabay / Tobias Hämmer
Am Sonntag wird es unbeständiger und gewittrig

Sonntag, 02. August 2020

Am Sonntag breiten sich von Westen kommend rasch Regenschauer und Gewitter aus, sodass bis zum frühen Nachmittag im gesamten Ostalpenraum mit Gewittern gerechnet werden muss. Dabei kann es lokal zu großen Regenmengen in nur kurzer Zeit kommen. Südlich des Alpenhauptkamms besteht auch die Gefahr von Hagelschlag und Sturmböen. Erst zum Abend hin beruhigt sich das Wetter wieder vorübergehend. Abseits der Gewitter weht nur mäßiger bis lebhafter Westwind. Die Temperaturen gehen eine Spur zurück. In 3.000 m liegen die Höchstwerte zwischen 5 und 8 Grad, in 2.000 m liegen diese zwischen 12 und 16 Grad.

Bergwetter-Tipp:

Der Juli verlief auf den Bergen klimatologisch gesehen recht durchschnittlich temperiert, d.h. die Abweichung der Temperatur vom langjährigen Durchschnitt ist auf den Bergstationen nur gering. Zu verdanken ist das der kühlen Wetterphase zur Monatsmitte, bei der es in den Gletscherregionen vorübergehend sogar geringe Neuschneezuwächse gab. Das mach sich auch bei den Schneehöhen bemerkbar. Im Juli schmolz rund 1 Meter Schnee am Sonnblick ab und es liegen derzeit noch rund 220 cm Altschnee. Im vergangenen Jahr schmolzen rund 1,5 Meter im Juli ab und die Schneehöhe betrug am Monatsende nur 130 cm.

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