Prognose

Bergwetter: Zu Pfingsten warm und gewitteranfällig

Wetter • 17. Mai 2018
von UBIMET Meteorologenteam

Am Pfingstwochenende liegen über den Alpen feuchte und labil geschichtete Luftmassen, die von Tag zu Tag etwas weiter in Richtung Südwesten abgedrängt werden. Somit geht die Schauer- und Gewitterneigung von Nordosten her langsam zurück, der freundlichste Tag wird der Pfingstmontag. Die Temperaturen bewegen sich in einem frühlingshaften Bereich, die Nullgradgrenze pendelt um die 3.000 m.

Am Pfingstwochenende ist in den Bergen verbreitet mit Schauern und Gewittern zu rechnen
Foto: mauritius images/ Roberto Moiola
Am Pfingstwochenende ist in den Bergen verbreitet mit Schauern und Gewittern zu rechnen

Freitag, 18. Mai 2018

Der Freitag startet in den Nordalpen bewölkt und gebietsweise fällt ein wenig Regen. Tagsüber lockern die Wolken auf, mit der Sonneneinstrahlung bilden sich aber rasch wieder Schauer und Gewitter. Südlich des Alpenhauptkamms scheint am Vormittag verbreitet die Sonne, ab Mittag entstehen aber auch hier ein paar kräftige Gewitter. Der Wind ist kein großes Thema und weht mäßig aus Nord bis Ost. In 3.000 m hat es um die -1 Grad, in 2.000 m werden von Süd nach Nord 5 bis 8 Grad erreicht.

Samstag, 19. Mai 2018

Am Samstag halten sich einige Restwolken und Nebelfelder, Schauer bilden aber zunächst die Ausnahme. Am Vormittag scheint nämlich überall zeitweise die Sonne. Allerdings türmen sich in der feuchten Luft rasch wieder Quellwolken in die Höhe und ab Mittag muss man verbreitet erneut mit Schauern und Gewittern rechnen. Der Schwerpunkt der Schauer liegt wieder in den Nordalpen vom Arlberg bis zum Dachsteinmassiv. Der Wind weht schwach aus südlicher Richtung, die Temperaturen erreichen in 3.000 m -1 bis +1 Grad und in 2.000 m 5 bis 7 Grad.

Pfingstsonntag, 20. Mai 2018

Der Pfingstsonntag beginnt trocken und abseits regionaler Restwolken sonnig. Im Tagesverlauf entwickeln sich über den Bergen wieder mächtige Quellwolken und nachfolgend ein paar Gewitter. Der Schwerpunkt der Gewittertätigkeit liegt zwischen Ortler und Karwendel, während vom Dachstein bis zum Schneeberg und Schöckl nur vereinzelt Gewitter auftreten. Auf den Bergen weht mäßiger Südwind. Die Höchstwerte in 3.000 m liegen um die 0 Grad, in 2.000 m Höhe werden 6 bis 8 Grad erreicht.

Temperaturen am Sonntag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Sonntag

Pfingstmontag, 21. Mai 2018

Am Pfingstmontag dominiert über weite Strecken des Tages der Sonnenschein. Am Nachmittag bilden sich wieder zahlreiche Quellwolken, die Gewitterneigung ist aber deutlich geringer als an den Vortagen. Einzelne kräftige Gewitter sind dann vor allem von den Julischen Alpen bis zu den Niederen Tauern sowie vom Bregenzerwald bis zum Steinernen Meer möglich. Der Südwind wird etwas kräftiger, in den Nordalpen sind teils lebhafte Südföhnböen zu erwarten. In 3.000 m steigen die Temperaturen auf +2 Grad, in 2.000 m von Süd nach Nord auf 6 bis 12 Grad.

Bergwetter-Tipp

Das gewitteranfällige Wetter erfordert eine akkurate Tourenplanung. Die Morgen- und Vormittagsstunden eigenen sich am besten für eine längere Wanderung, ab den Mittagsstunden sollte man stets den Himmel im Auge behalten. Auch Altschneefelder können die Tourenplanung durcheinander wirbeln. Gerade in schattigen Flanken und Karen trifft man auch in tieferen Lagen noch auf Altschneefelder. Diese sicher zu überqueren erfordert Erfahrung und die richtige Ausrüstung.

Mehr zum Thema

Menzenschwander Geißenpfad: Hochschwarzwald in Baden-Württemberg
Und wieder steht ein verlängertes Wochenende vor der Tür: Wir empfehlen euch für die freien Tage drei Wandertouren im Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.
Walter und Peter beim Queren eines Altschneefeldes
Restschneefelder können bis in den Sommer vor allem an Nordhängen liegen bleiben. Walter Würtl und Peter Plattner, Sicherheitsexperten des Alpenvereins, geben im Video Tipps fürs richtige Queren.
Sonnenaufgang auf der höchsten Hütte Österreichs, der Erzherzog-Johann-Hütte am Großglockner.
Wo die Luft dünner wird und die Berge höher, der Himmel zum Greifen nahe rückt und nichts mehr grünt – da stehen sie: Die höchsten Hütten der Alpen. Jenseits der 3.000 Meter Marke erschließen sie unzählige Gipfelmöglichkeiten und lassen die Herzen ambitionierter Bergsteiger höher schlagen. Wir stellen euch die höchsten Schützhäuser in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz vor.

Bergwelten entdecken