Wettervorhersage für die Weihnachtsfeiertage 2015

Bergwetter: Weiterhin ruhiges Hochdruckwetter

Wetter • 23. Dezember 2015
von UBIMET Meteorologenteam

Die Weihnachtsfeiertage schließen nahtlos an den bisherigen Dezember an: Auf den Bergen bleibt es bei Sonnenschein deutlich zu mild für die Jahreszeit, in den Tälern halten sich mitunter kalte Luft und Nebel. Das Wochenende bringt somit ausgezeichnetes Wanderwetter, ein markanter Wintereinbruch ist vorerst nicht in Sicht. Der Start der Skitourensaison verzögert sich daher noch weiter.
 

„Oben hui, unten pfui“ könnte man das Wetter an den Weihnachtsfeiertagen auf den Punkt bringen
Foto: mauritius images/ Martin Kriner
„Oben hui, unten pfui“ könnte man das Wetter an den Weihnachtsfeiertagen auf den Punkt bringen

Freitag, 25. Dezember 2015

Am Freitag halten sich besonders in den Tal- und Beckenlagen teils zähe Nebelfelder, oberhalb von 1000 m scheint hingegen von der Früh weg die Sonne. Im Tagesverlauf ziehen dann besonders zwischen Dachstein und Schneeberg zeitweise Wolkenfelder durch, es bleibt aber durchwegs trocken. Entlang der Alpennordseite kommt tagsüber lebhafter Westwind auf, im Rax-Schneeberggebiet sind auch kräftige Böen möglich. In 2.000 m liegen die Tageshöchstwerte zwischen 0 und +4 Grad, in 3.000 m werden maximal -6 bis -2 Grad erreicht.
 

Samstag, 26. Dezember 2015

Am Samstag ziehen zunächst besonders von der Eisenwurzen bis zum Semmering dichte Wolken durch, in den Tälern und Becken halten sich anfangs Nebel- und Hochnebelfelder. Tagsüber dominiert dann im gesamten Alpenraum der Sonnenschein, oftmals ist der Himmel sogar wolkenlos. Am Alpenostrand weht anfangs noch teils lebhafter Westwind, dieser lässt tagsüber aber rasch nach. Die Temperaturen bewegen sich in 2.000 m von Ost nach West zwischen +3 und +7 Grad, in 3.000 kommen sie nicht über -4 bis -1 Grad hinaus.
 

Sonntag, 27. Dezember 2015

Der Sonntag bringt weiterhin ruhiges und deutlich zu mildes Hochdruckwetter. Inneralpin startet der Tag wieder mit Frühnebelfeldern, diese lösen sich aber bald auf und nachfolgend dominiert überall der Sonnenschein. Einzelne hohe Wolkenfelder im Westen und Norden trüben den sonnigen Eindruck nur zwischendurch. Der Wind spielt keine Rolle und in 2.000 m klettert das Quecksilber auf ausgesprochen milde +5 bis +9 Grad, selbst in 3.000 m werden -2 bis +1 Grad erreicht.
 

Bergwetter-Tipp

„Oben hui, unten pfui“ lautet das Sprichwort bei frühwinterlichen Hochdrucklagen. Denn während die Temperaturen in 1.500 m beispielsweise am Sonntag über 10 Grad erreichen, bleiben sie in manchen inneralpinen Tal- und Beckenlagen rund um den Gefrierpunkt stecken. Dies bezeichnet man als sogenannte „Inversionswetterlage“: Diese entsteht deshalb, weil sich die kalte Luft aufgrund ihrer höheren Dichte in den Tälern sammelt und bei windschwachen Verhältnissen oft tage- oder wochenlang nicht ausgeräumt wird. Am Übergang zwischen kalter und warmer Luft entsteht zudem oft hartnäckiger Nebel oder Hochnebel. Beim Tourenstart sollte man daher auf wärmende Kleidung achten, während in mittleren Lagen oft bereits ein Pullover ausreicht.
 

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