Prognose

Bergwetter: Wechselhafte Weihnachtsfeiertage

Wetter • 22. Dezember 2016
von UBIMET Meteorologenteam

Das Weihnachtswetter bringt speziell in den Nordalpen sehr wechselhaftes Wetter mit Neuschnee am Heiligen Abend und am Christtag. Schon am Stefanitag muss man allerdings mit starkem Tauwetter rechnen, die Frostgrenze steigt vorübergehend auf über 2.500 m. Weiterhin durchwegs trocken und zeitweise sonnig bleibt es an den Weihnachtsfeiertagen hingegen in den Südalpen. Der Nebel in den Tälern sollte sich aber allmählich lichten.

Lago San Pellegrino in den Dolomiten
Foto: mauritius images/ Stefan Hefele
Das Weihnachtswochenende bringt in den Nord- und Zentralalpen etwas Neuschnee, dann wieder Tauwetter und Sonne. Foto: Lago San Pellegrino in den Dolomiten

Freitag, 23. Dezember 2016

Am Freitag stecken die Berge vom Bregenzerwald bis zum Wechsel sowie in den Bayerischen Alpen bis Mittag in dichten Wolken. Vereinzelt kann es ein paar Schneeflocken oder Regentropfen geben, meist bleibt es aber trocken. Tagsüber setzt sich von Westen her allmählich wieder sonniges Wetter durch. In den Südalpen sowie inneralpin ändert sich weiterhin wenig, in den Tälern und Becken lichten sich die Nebel- und Hochnebelfelder nur zögerlich. Viel Sonne gibt es hingegen auf den Bergen. Nach Osten zu weht teils lebhafter Nordwestwind. Die Temperaturen liegen in 3.000 m bei -1 bis +4 Grad und in 2.000 m -2 bis +2 Grad.

Samstag, 24. Dezember 2016

Der Samstag, Heiliger Abend, bringt entlang und nördlich der Alpen tagsüber zunehmend dichte Wolken und von Vorarlberg bis zu den Niederösterreichischen Voralpen sowie in der nördlichen Obersteiermark muss man allmählich mit etwas Regen, oberhalb von 1.000 bis 1.300 m mit Schneefall rechnen. Von Südtirol bis ins Obere Murtal sowie in Kärnten scheint hingegen neuerlich zeitweise die Sonne. In den Tälern und Becken kann sich hier allerdings beständiger Nebel und Hochnebel halten. Der Westwind legt vom Kaisergebrige bis zum Wechsel deutlich zu, sonst bleibt es windschwach. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m -7 bis -5 Grad und in 2.000 m -3 bis +2 Grad.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Am Sonntag, dem Christtag, überwiegen entlang und nördlicher der Alpen die Wolken und zeitweise regnet und schneit es. Die Schneefallgrenze liegt dabei zunächst zwischen 800 und 1.200 m, speziell in Teilen der Obersteiermark und in den Niederösterreichischen Voralpen kann es zunächst bis in die Täler schneien. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze überall auf 1.100 bis 1.500 m, Regen und Schneefall verlagern sich dabei immer mehr auf den Bereich vom Kaisergebirge ostwärts. Trocken und zumindest zeitweise sonnig ist es einmal mehr in den Südalpen. Der Nordwestwind weht meist lebhaft, nach Osten zu sind stellenweise auch Sturmböen möglich. Die Temperaturen liegen in 3.000 m bei -5 bis -2 Grad und in 2.000 m bei -2 bis +2 Grad wobei es tagsüber milder wird.

Montag, 26 Dezember 2016

Sehr mild für die Jahreszeit verläuft aus heutiger Sicht der Montag, Stefanitag. Dazu lichten sich die Restwolken in den Nord- und Zentralalpen allmählich, letzte Regentropfen klingen noch in der Früh ab. Von der Früh weg viel Sonne gibt es neuerlich entlang und südlich des Alpenhauptkamms. Der starke Nordwestwind lässt zunächst etwas nach, zum Abend hin legt er speziell vom Salzkammergut ostwärts aber wieder deutlich an Stärke zu. Die Temperaturen steigen in 3.000 m vorübergehend auf -2 bis +2 Grad und in 2.000 m auf +3 bis +5 Grad.

Temperaturen am Stefanitag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Stefanitag

Bergwetter-Tipp

Rechtzeitig zu Weihnachten bekommen die Nord- und Zentralalpen zumindest etwas Neuschnee ab. In Summe kommt vom Kaisergebirge bis ins Mostviertel am meisten zusammen, hier können es in höheren Lagen 15 bis 30 Zentimeter werden. Weiterhin leer gehen hingegen die Südalpen aus, hier könnte sogar bis zum Jahresende komplett trocken bleiben.

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