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Prognose

Bergwetter: Unbeständiges Sommer-Wochenende

• 29. Juli 2021
von UBIMET Meteorologenteam

Mitteleuropa liegt derzeit am Rande reger Tiefdrucktätigkeit über West- und Nordwesteuropa. Mit einer südwestlichen Strömung gelangen dabei feuchtwarme und teils auch labil geschichtete Luftmassen in den Alpenraum, somit bleibt die Gewittergefahr erhöht. Am Wochenende zieht zudem eine Kaltfront auf, die am Sonntag den gesamten Alpenraum überquert.

Höhenweg in den Stubaier Alpen
Foto: mauritius images/ Timm Humpfer Image Art
Gewitter und Regenschauer stehen dieses Wochenende auf der Tagesordnung – länger trocken bleibt es am Freitag. Foto: Höhenweg in den Stubaier Alpen
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Freitag, 30. Juli 2021

Der Freitag beginnt überwiegend sonnig, nur entlang der Nordalpen ziehen anfangs ein paar Wolkenfelder durch. Ab etwa Mittag bilden sich dann erste Quellwolken über den Bergen und am Nachmittag muss man ausgehend vom zentralen und östlichen Bergland mit teils kräftigen Schauern und Gewittern rechnen. Längere Zeit noch trocken bleibt es von Vorarlberg bis ins Salzkammergut, in den Abendstunden ziehen aber auch hier Schauer und Gewitter durch. Der Wind weht schwach bis mäßig, in den Hochlagen des Alpenhauptkamms auch lebhaft aus Südwest. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe 6 bis 10 Grad, in 2.000 m gibt es 14 bis 18 Grad.

Samstag, 31. Juli 2021

Der Samstag gestaltet sich unbeständig, vor allem nördlich des Alpenhauptkamms  überwiegen die Wolken und bereits in der Früh fällt etwas Regen, im Tagesverlauf gehen weitere Schauer nieder. Die Sonne zeigt sich anfangs noch von Kärnten bis zum Wechsel, hier bilden sich jedoch im Tagesverlauf mitunter kräftige Gewitter. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Südwest. Die Temperaturen steigen in 3.000 m von Nord nach Süd auf 4 bis 8 Grad an, in 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen 9 Grad im Bregenzerwald und 16 Grad in den Südalpen.

Temperaturprognosen für Freitag und Sonntag

Sonntag, 1. August 2021

Am Sonntag dominieren in den Bayerischen Alpen und im Westen Österreichs von Beginn an die Wolken und es regnet teils kräftig. Auch in den Südalpen sind bereits in der ersten Tageshälfte gewittrige Schauer möglich, vom Ennstal bis zum Alpenostrand kommt dagegen zeitweise die Sonne zum Vorschein. Ab etwa Mittag ziehen dann jedoch auch im östlichen Bergland teils kräftige Schauer und Gewitter auf. Der Wind frischt von den Karawanken bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet vorübergehend kräftig mit stürmischen Böen aus Südwest auf, in den östlichen Nordalpen kommt ab etwa Mittag dann teils stürmischer Westwind auf. Die Temperaturen kommen in 3.000 m Höhe nicht über 1 bis 4 Grad hinaus, in 2.000 m Höhe gibt es von West nach Ost 4 bis 14 Grad, wobei es im Westen bereits am Vormittag immer kühler wird und die Schneefallgrenze gegen 2.500 m absinkt.

Bergwetter-Tipp

Nicht nur wegen der zahlreichen Blitze gehören Gewitter zu den gefährlichsten Wetterphänomenen in den Alpen. Kommen in kurzer Zeit große Regenmengen zusammen, können auch harmlos wirkende Bäche zu reißenden Strömen anschwellen. Die Bäche führen dann nicht nur Wassermassen mit sich, auch Geröll, Äste oder sogar kleinere Bäume gehören zum gefährlichen Treibgut. Bergwanderer sollten sich nicht nur während, sondern auch unmittelbar nach Gewittern besser von Gebirgsbächen fernhalten.

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