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Prognose

Bergwetter: Temperatursturz mit Schauer, Gewitter und Neuschnee

• 23. August 2018
1 Min. Lesezeit
von UBIMET Meteorologenteam

Im Vorfeld einer markanten Kaltfront breiten sich am Freitag rasch Schauer und kräftige Gewitter auf den gesamten Ostalpenraum aus. Am Samstag kommt die Kaltfront über den Alpen zu liegen, zudem bildet sich über Oberitalien ein kleines Tief. Das führt vor allem in den Südalpen zu gewittrig verstärktem und ergiebigem Regen. Zudem fließt aus Norden immer kältere Luft ein, sodass die Schneefallgrenze bis Sonntagfrüh bis knapp unter 2.000 m absinkt, in den Nordalpen schneit er kurzzeitig bis auf 1.500 m herab. Im Laufe des Sonntags klingt der Starkregen dann von Westen her ab.

Almabtrieb im Karwendelgebirge
Foto: mauritius images/ Reinhard Hölzl
Die Schneefallgrenze sinkt an diesem Wochenende kurzzeitig bis auf 1.500 m herab. Foto: Almabtrieb im Karwendelgebirge
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Freitag, 24. August 2018

Am Freitag gehen vom Bregenzerwald bis zur Eisenwurzen bereits in der Früh Schauer und Gewitter nieder, die sich tagsüber auf das gesamte Bergland ausbreiten. Dabei sind vor allem am Nachmittag von den Dolomiten bis zum Schneeberg heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. In den Nordalpen weht lebhafter bis kräftiger Westwind, die Temperaturen erreichen in 3.000 m 4 bis 7 Grad. In 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte von Nord nach Süd zwischen 12 und 16 Grad.

Samstag, 25. August 2018

Der Samstag startet bereits überwiegend bewölkt und es ziehen ein paar Regenschauer, in den Südalpen auch Gewitter durch. Am Nachmittag gehen die Schauer immer mehr in lang anhaltenden Regen über, von den Dolomiten bis zum Wechsel regnet es gewittrig verstärkt und ergiebig. Die Schneefallgrenze sinkt von 3.000 m in der Früh auf rund 2.000 m am Abend ab. Dazu frischt tagsüber in den Hochlagen teils kräftiger Südwest bis Westwind auf. Die Temperaturen steigen zu Mittag in 3.000 m Höhe von Nord nach Süd auf -2 bis +3 Grad, in 2.000 m Höhe werden 4 bis 10 Grad erreicht.

Sonntag, 26. August 2018

Der Sonntag startet trüb und regnerisch, östlich der Linie Bruneck-Kitzbühel regnet es am Vormittag noch intensiv. Dabei liegt die Schneefallgrenze verbreitet zwischen 1.700 und 2.000 m, von den Zillertaler Alpen bis zu den Niederen Tauern kann es vorübergehend auch bis auf rund 1.500 m schneien. Ab Mittag klingt der Regen von Westen her recht rasch ab, stellenweise kommt noch die Sonne zum Vorschein. Am Alpenhauptkamm weht teils kräftiger bis stürmischer Nordwind. Mit -6 bis -2 Grad stellt sich in 3.000 m Dauerfrost ein, in 2.000 m erwärmt sich die Luft von Nord nach Süd auf 0 bis +6 Grad.

Temperaturen am Sonntag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Sonntag

Bergwetter-Tipp

Nach der Hitze der vergangenen Wochen ereignet sich an diesem Wochenende ein markanter Wettersturz. Die Temperaturen gehen im Gebirge um 10 bis 15 Grad zurück und bis Sonntagfrüh bildet sich oberhalb von 2.000 m verbreitet eine dünne Schneedecke aus. In den Gletscherregionen am Alpenhauptkamm sind am Wochenende 20 bis 40 cm Neuschnee zu erwarten. Aufgrund des Wintereinbruchs ist von Hochgebirgstouren an diesem Wochenende abzuraten. Durch Nässe und Wind unterkühlt der Körper rasch und stellenweise dichter Nebel kann die Orientierung erschweren.

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