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Prognose

Bergwetter: Teils heftige Gewitter am Samstag

Wetter • 19. Juli 2018
2 Min. Lesezeit
von UBIMET Meteorologenteam

Am Freitag sorgt hoher Luftdruck noch für günstiges Tourenwetter, von Südwesten her wird die Luftschichtung aber allmählich schon labiler. Am Samstag wird das Hochdruckgebiet weiter nach Osten abgedrängt, die Gewittergefahr nimmt folglich im ganzen Land zu. Der Sonntag bringt unter Tiefdruckeinfluss deutlich kühlere und wechselhafte Bedingungen, besonders in den Nordalpen können größere Regenmengen zusammenkommen.

Walchensee in Bayern
Foto: mauritius images/ Sebastian Frölich
Im Laufe des Wochenendes nimmt die Gewittergefahr zu. Foto: Unwetter über dem Walchensee in Bayern
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Freitag, 20. Juli 2018

Der Tag startet im gesamten Ostalpenraum wolkenlos oder höchstens locker bewölkt. Mit der Sonne beginnt es im Laufe des Vormittags aber zu quellen. Mächtig werden die Quellwolken vom Bregenzerwald über die Tuxer Alpen und die Ankogelgruppe bis zu den Karawanken. Dort sowie südwestlich dieser gedachten Linie gehen ab dem mittleren Nachmittag teils heftige Wärmegewitter nieder. In den übrigen Gebirgsgruppen bleibt das freundliche Sommerwetter aber bestehen. Bei kaum spürbarem Wind werden in 3.000 m angenehme 6 bis 8 Grad erreicht, in 2.000 m warme 15 bis 17 Grad.

Temperaturen am Freitag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Freitag

Samstag, 21. Juli 2018

Der Samstag beginnt zweigeteilt: Vom Kaisergebirge westwärts ziehen von der Früh weg dichtere Wolken und erste Schauer sowie Gewitter durch. Sonst scheint aber noch einmal lange Zeit die Sonne. Die Gewitter breiten sich tagsüber langsam nach Norden und Osten aus und erfassen so den Großteil der Ostalpen. Dabei besteht Unwettergefahr durch Hagel, Sturm und Starkregen. Vor den Gewittern steigen die Temperaturen in 3.000 m Höhe noch auf rund 6 Grad, in 2.000 m werden 13 bis 15 Grad erreicht. Anschließend kühlt es ab.

Sonntag, 22. Juli 2018

Am Sonntag geht es mit vielen Wolken in den Tag, die meisten Gipfel sind in Nebel gehüllt. Dazu muss man vom Pfänder über den Hochstaufen bis zum Schneeberg mit teils kräftigen Regenschauern rechnen, lokal schüttet es regelrecht. Etwas begünstigt sind die Südalpen vom Ortler bis zum Packsattel, aber auch hier scheint die Sonne nur zwischendurch. Ab Mittag gehen dann in den gesamten Ostalpen kräftige Regenschauer und auch wieder Gewitter nieder, die Unwettergefahr ist aber nicht mehr so groß wie noch am Samstag. Es ist zudem nicht mehr ganz so warm, in 3.000 m steigen die Temperaturen auf 4 bis 6 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte bei 12 bis 14 Grad.

Bergwetter-Tipp

Nicht nur wegen der zahlreichen Blitze gehören Gewitter zu den gefährlichsten Wetterphänomenen in den Alpen. Kommen in kurzer Zeit große Regenmengen zusammen, können auch harmlos wirkende Bäche zu reißenden Strömen anschwellen. Meist geschieht dies mit einiger Verzögerung, wenn also das Gewitter längst abgeklungen oder weitergezogen ist. Die Bäche führen dann nicht nur Wassermassen mit sich, auch Geröll, Äste oder sogar kleinere Bäume gehören zum gefährlichen Treibgut. Bergwanderer sollten sich deshalb nicht nur während, sondern auch unmittelbar nach Gewittern von Flussläufen fernhalten.

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