Prognose

Bergwetter: Strahlende Sonne am Wochenende

Wetter • 6. Februar 2020
von UBIMET Meteorologenteam

Hoch FRANK beschert den Ostalpen ein perfektes Wintersportwochenende. Viel Sonnenschein, trockene Luft und nur noch schwacher Wind lassen die Herzen aller Skifahrer höherschlagen. Man sollte dieses Wochenende wirklich nutzen, die kommende Woche hat mit schwerem Sturm und Neuschnee nämlich alles andere als gutes Skiwetter zu bieten.

Rastkogelhütte in den Zillertaler Alpen
Foto: mauritius images/ Bernd Ritschel
Neuschnee, reichlich Sonne und Semesterferien – was will man an diesem Wochenende mehr? Foto: Rastkogelhütte in den Zillertaler Alpen

Freitag, 07. Februar 2020

Der Freitag bringt im Großteil der Ostalpen von früh bis spät strahlenden Sonnenschein, meist ist der Himmel komplett wolkenlos. Davon ausgenommen ist der Alpenostrand, von den Gutensteiner Alpen bis zum Grazer Bergland dominieren nämlich oft dichte Wolken. Immerhin bleibt es aber auch hier trocken. In den bewölkten Gebirgsgruppen weht lebhafter Nordwind, sonst spielt der Wind keine Rolle. Auch bei den Temperaturen gibt es ein Gefälle zwischen den sonnigen und trüben Regionen. So liegen die Höchstwerte in 2.000 m Höhe zwischen -5 Grad am Schneeberg und +3 Grad am Arlberg. In 3.000 m kann man -6 Grad am Dachstein und -2 Grad auf der Schesaplana einplanen.

Samstag, 08. Februar 2020

Am Samstag ändert sich kaum etwas am stabilen Winterwetter. Vielerorts ist der Himmel den ganzen Tag über strahlend blau, nur über den Bergen Vorarlbergs und des Tiroler Oberlands ziehen am Nachmittag harmlose Schleierwolken durch. Am Alpenostrand muss sich die Sonne im Laufe des Tages jedoch erst gegen Hochnebel durchsetzen, dieser hat eine Obergrenze von rund 900 bis 1.200 m. Darüber ist es aber auch hier strahlend sonnig. Der Wind spielt nun nirgendwo mehr eine Rolle, die Temperaturen gleichen sich an. In 3.000 m Höhe werden recht einheitlich um die -3 Grad gemessen, in 2.000 m steigen die Temperaturen auf +3 bis +5 Grad.

Temperaturen am Samstag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Samstag

Sonntag, 09. Februar 2020

Auch am Sonntag bleibt das Hochdruckwetter noch bestehen. Zunächst gibt es rund um den Alpenostrand einige Nebel- und Hochnebelfelder, diese weichen aber im Tagesverlauf der Sonne. Ungetrübt sonnig wird es zwar nicht mehr – auch ein paar Wolken ziehen durch – diese trüben den freundlichen Gesamteindruck aber kaum. Im Laufe des Tages kommt vom Rätikon bis zum Mostviertel kräftiger föhniger Südwind auf, auf den Bergen muss man zum Abend hin immer öfter Sturmböen einplanen. Die Temperaturen ändern sich kaum, auf 3.000 m werden rund -3 Grad erreicht, auf 2.000 m erwärmt sich die Luft auf +2 bis +5 Grad. Kälter bleibt es südlich des Alpenhautpkamms, auf dem Dobratsch werden beispielsweise 0 Grad gemessen.

Bergwetter-Tipp

Das Wochenende bietet reichlich Sonnenschein, der gefallene Neuschnee lockt viele Skifahrer ins Gebirge – nicht zuletzt aufgrund der startenden Semesterferien in fünf Bundesländern. Auch wenn sich die Temperaturen auf der Piste mit nur zarten Plusgraden und Fahrtwind winterlich anfühlen, sollte man die Kraft der Sonne nicht unterschätzen. Erstens legt die Sonneneinstrahlung jetzt im Februar stark zu, zweitens sorgt der Neuschnee für eine starke Reflexion der Sonnenstrahlen. Man sollte also dementsprechend gut die Haut schützen, sie ist nach der kalten Jahreszeit noch sehr empfindlich und anfällig für einen Sonnenbrand.

 

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