Prognose

Bergwetter: Schwül und gewittrig

Wetter • 20. Juli 2017
von UBIMET Meteorologenteam

Am Freitag sowie das gesamte Wochenende hindurch dominiert in den Alpen drückend schwüles, sommerlich-warmes und gewittriges Wetter. Zum Teil besteht sogar Unwettergefahr durch Starkregen, Sturmböen und Hagel. Entsprechend ungünstig sind die Verhältnisse für längere Touren. Einzig in den Südalpen ist es etwas stabiler, aber ebenfalls nicht beständig.

Walchensee Bayern Jochberg
Foto: mauritius images/ Bernd Ritschel
Aufgrund der hohen Gewittergefahr sollte man am Wochenende bei Touren den Himmel stets im Auge behalten. Foto: Wanderer am Walchensee in Bayern

Freitag, 21. Juli 2017

Am Freitag ziehen nächtliche Regenschauer und Gewitter auch am Alpenostrand ab. Danach setzt sich hier, so wie sonst oft schon von Beginn an, vorübergehend sonniges Wetter durch. In der feuchten Luft bilden sich aber rasch wieder Quellwolken sowie zahlreiche und mitunter kräftige Gewitter. Dabei besteht Unwettergefahr durch Wolkenbruch und Hagel. Möglich sind sie im gesamten Bergland, am vergleichsweise seltensten aber noch ganz im Osten und Südosten. Wenig Wind und 5 bis 8 Grad in 3.000 m und 12 bis 14 Grad in 2.000 m.

Samstag, 22. Juli 2017

Wenig Wetteränderung bringt der Samstag: Nach einem oft freundlichen und trockenen Start bilden sich tagsüber wieder recht verbreitet Regenschauer und Gewitter, die ausgesprochen heftig werden können. Einzelne sind in den Nordalpen mitunter schon von der Früh weg möglich. Diesmal dürfte es in den Südalpen vergleichsweise am stabilsten sein, vor allem in Südtirol kann es mitunter sogar bis zum Abend trocken bleiben. Mit 6 bis 8 Grad in 3.000 m und 13 bis 17 Grad in 2.000 m bleibt es sommerlich.

Temperaturen am Samstag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Samstag

Sonntag, 23. Juli 2017

Gewittrig geht es auch durch den Sonntag. Neuerlich sind im Tagesverlauf nahezu überall kräftige Regengüsse samt Wolkenbruch, Hagel und Sturmböen möglich. Die meisten gibt es aus heutiger Sicht von Vorarlberg bis ins südliche Niederösterreich sowie in der Obersteiermark und in Bayern. Vergleichsweise wenige einmal mehr in den Südalpen, wo bis in den Nachmittag hinein der freundliche Eindurck überwiegt. Der Wind spielt nach wie vor keine große Rolle und 6 bis 8 Grad in 3.000 m und 12 bis 16 Grad in 2.000 m.

Bergwetter-Tipp

Aufgrund der hohen Gewittergefahr sollte man am kommenden Wochenende bei längeren Touren ausgesprochen vorsichtig sein und immer den Himmel im Auge behalten. Wird man dennoch von einem Gewitter überrascht, bieten eine Schutzhütte oder ein großer Felsvorsprung den besten Schutz. Ist kein Unterschlupf in der Nähe, kann man sich notfalls in eine Mulde mit angewinkelten Beinen hocken.

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