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Prognose

Bergwetter: Neuschnee an der Alpennordseite

• 6. Dezember 2018
von UBIMET Meteorologenteam

Im Laufe des Wochenendes stellt sich die Wetterlage im Alpenraum langsam um. Die milde und zeitweise feuchte Westströmung wird von einer kälteren Nordwestströmung abgelöst, somit sinkt die Schneefallgrenze bis in höhere Tallagen und an der Alpennordseite kommt einiges an Neuschnee hinzu. Zudem wird es unter Tiefdruckeinfluss auf den Bergen stürmisch, in den Hochlagen ist mit massiven Schneeverwehungen zu rechnen.

Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen
Foto: mauritius images/ Bruno Kickner
Nagelfluhkette in den Allgäuer Alpen
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Freitag, 7. Dezember 2018

Am Freitag ziehen an der Alpennordseite vor allem am Vormittag dichte Wolken durch, am Nachmittag kommt da und dort ein wenig die Sonne zum Vorschein. Südlich der Alpen überwiegt hingegen öfter der Sonnenschein. In der Nacht überquert dann eine kräftige Kaltfront die Alpen und es wird auf den Bergen stürmisch. Dazu sinkt die Schneefallgrenze bis knapp unter 1.000 m ab. Tagsüber weht nur mäßiger bis lebhafter West- bis Nordwestwind. Die Temperaturen liegen in 3.000 m Höhe zwischen -2 und 0 Grad, in 2.000 m Höhe werden maximal 2 bis 6 Grad erreicht.

Samstag, 8. Dezember 2018

Am Samstag klingen Regen und Schneefall in den Südalpen rasch ab und von den Dolomiten her setzt sich die Sonne durch. Vom Rätikon bis zu den Ybbstaler Alpen setzt nach einer kurzen Niederschlagspause tagsüber wieder vermehrt Regen und Schneefall ein. Die Schneefallgrenze steigt dabei von anfangs 800 m bis zum Abend gegen 1.200 m an. Dazu weht stürmischer West- bis Nordwestwind, mit dem sich die -12 bis -10 Grad in 3.000 m Höhe noch deutlich kälter anfühlen. Auch in 2.000 m hat es merklich abgekühlt, die Temperaturen kommen nicht mehr über -6 bis -4 Grad hinaus.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Am Sonntag regnet und schneit es an der Alpennordseite den ganzen Tag über und dabei verstärkt sich der Niederschlag zusehends. Die Schneefallgrenze sinkt dabei von anfangs 1.500 m bis zum Abend gegen 1.000 m und in der Nacht dann bis in viele Täler. Große Neuschneemengen kommen vor allem im Bregenzerwald, in den Allgäuer und Lechtaler Alpen sowie in der Silvretta zusammen. Südlich des Alpenhauptkamms bleibt es hingegen trocken und nach Süden zu scheint zeitweise sogar die Sonne. Der Westwind weht verbreitet stürmisch, in den Nordalpen erreicht er Orkanstärke. Somit wird der frisch gefallene Schnee massiv verweht! In 3.000 m Höhe werden -5 bis -2 Grad erreicht, in 2.000 m gibt es von West nach Ost -12 bis -9 Grad.

Temperaturen am Sonntag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Sonntag

Bergwetter-Tipp

Der Wintereinbruch an der Alpennordseite am kommenden Wochenende ist aus aktueller Sicht nachhaltig: Die gesamte kommende Woche geht es im Alpenraum kalt weiter, selbst in vielen Tälern kommen die Temperaturen tagsüber nur noch knapp ins Plus. Dazu muss man bis Mitte der Woche mit weiterem Neuschnee rechnen. Die Skitouren- und Skisaison kann somit in den Nordalpen durchstarten, man sollte allerdings auf die erhebliche Lawinengefahr achten!

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