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Prognose

Bergwetter: Leicht wechselhaftes und mildes Herbstwochenende

Wetter • 26. September 2019
2 Min. Lesezeit
von UBIMET Meteorologenteam

Der Alpenraum liegt aktuell im Einflussbereich einer westlichen Höhenströmung. Atlantische Tiefausläufer sorgen dabei für abwechslungsreiches Herbstwetter, so wechseln sich nahezu täglich Frontensysteme mit stabilen Wetterphasen ab. Die Temperaturen liegen über dem langjährigen Mittel, erst nach dem Monatswechsel kündigt sich eine markante Abkühlung an.

Lechtaler Alpen
Foto: mauritius images/ Rainer Mirau
Sonne, Wolken, Föhn und vereinzelt Schauer - das Wochenende präsentiert sich abwechslungsreich. Foto: Lechtaler Alpen
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Freitag, 27. September 2019

Am Freitag ziehen in den Morgenstunden vor allem vom Salzkammergut bis zum Alpenostrand viele Wolken durch und vom Hochschwab ostwärts fällt anfangs noch ein wenig Regen. Bereits am Vormittag lockern die Wolken aber auf und tagsüber scheint bei nur harmlosen Schleierwolken überall zeitweise die Sonne. Im Laufe des Nachmittags verdichten sich die Wolken von Südtirol bis Oberkärnten und in den westlichen Nordalpen nimmt die Schauerneigung zu. Auch Blitz und Donner sind möglich. Der Wind weht teils lebhaft aus südwestlichen Richtungen. Die Temperaturen erreichen in 2.000 m Höhe 10 bis 13 Grad und in 3.000 m 3 bis 5 Grad

Samstag, 28. September 2019

Der Samstag bringt von der Früh weg dichte Wolken und es regnet zeitweise. Von Vorarlberg bis zum Salzkammergut klingt der Regen ab dem Vormittag langsam ab und stellenweise beginnt es aufzulockern. Im südlichen und östlichen Bergland bleibt es dagegen ganztags trüb und am Nachmittag gehen noch ein paar Schauer nieder. Der Wind weht am Alpenhauptkamm und in den Nordalpen mäßig bis lebhaft aus westlicher Richtung. In 2.000 m Höhe werden von Nord nach Süd 6 bis 12 Grad erreicht, in 3.000 m Höhe 2 bis 4 Grad.

Sonntag, 29. September 2019

Am Sonntag halten sich in den Nordalpen anfangs Nebel- und Hochnebelfelder, diese lockern bis zum Vormittag aber auf und von Vorarlberg bis zum Wienerwald scheint verbreitet die Sonne. Besonders im Westen ist der Himmel zeitweise sogar wolkenlos. Südlich des Alpenhauptkamms sowie von Unterkärnten bis zum Semmering halten sich teils bis zum Nachmittag hochnebelartige Wolken, zwischendurch kommt aber auch hier die Sonne zum Vorschein. Am Alpenhauptkamm und in den Nordalpen kommt teils kräftiger, föhniger Süd- bis Südwestwind auf. Auf exponierten Gipfeln zeichnen sich auch stürmische Böen ab. In den Tallagen der Nordalpen wird es spätsommerlich warm, in 2.000 m Höhe erreichen die Temperaturen 6 bis 10 Grad bzw. in 3.000 m Höhe 4 bis 7 Grad.

Temperaturen am Sonntag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Sonntag

Bergwetter-Tipp

Obwohl auf den Bergen bereits der Herbst eingezogen ist, findet man in mittleren Höhenlagen auf den Wiesen und Weiden noch immer eine große Farbenvielfalt vor. Besonders häufig treten jetzt die Farben pink, lila und violett auf. Auf den gemähten Wiesen blühen zurzeit etwa die Herbstzeitlosen, welche für Mensch und Tier äußert giftig sind. Sie sind den rosavioletten Krokussen nicht unähnlich. Dichte niedrige Blütenstände aus rotvioletten Blüten kennzeichnen hingegen die verschiedenen Arten von Kranzenzianen aus, die am Land zusammenfassend als „Altvater“ bezeichnet werden. Dagegen zeigt der Fransenenzian seine vier Blütenblätter in einem schönen Dunkelblau. Wiederum mehr rotviolett mit gelber Mitte blühen die wilden Astern, die in den Kalkalpen in Föhrenwäldern auffallen, etwa am Zirler Berg und am Alpenostrand. Zudem legen auch manche Frühlingsblumen jetzt eine verhaltene zweite Blüte ein, etwa Trollblumen, Sumpfdotterblumen oder die leuchtend blauen „Schusternagerl“ (Frühlingsenziane) blühen vereinzelt auch im Herbst.

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