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Bergwetter: Leicht wechselhaft, recht kalt

28. April 2016
von UBIMET Meteorologenteam
Das Wochenende bringt vor allem am Freitag und Samstag unter schwachem Hochdruckeinfluss einigermaßen freundliches Wetter mit nur ein paar Schauern. Zudem wird es deutlich milder. Unbeständiger verläuft der Sonntag und die Schneefallgrenze sinkt allmählich wieder unter 1.500 m. Der beste Tag für längere Touren ist jedenfalls der Freitag.
Bergwetter: Leicht wechselhaft, recht kalt
Foto: Mauritius/P. Kaczynski
Hochmoor mit Teichen vor dem Dammastock (3.630 m) in der Schweiz
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Freitag, 29. April 2016

Der Freitag beginnt im weitaus größten Teil des Berglandes sonnig, nur in Süd- und Osttirol halten sich mitunter dichte Wolken. Vereinzelte Nebelfelder in den Tälern lösen sich rasch auf. Tagsüber überwiegt weiterhin der freundliche Eindruck, allerdings bilden sich einige Quellwolken und vor allem von den Niederen Tauern westwärts sowie generell in den Südalpen muss man nachfolgend mit ein paar teils gewittrigen Schauern rechnen. Schnee fällt dabei auf 1.800 bis 1.400 m herab. Der Wind ist meist kein Thema, nur entlang des Alpenhauptkamms frischt zum Abend hin mitunter lebhafter, leicht föhniger Südwestwind auf. Die Temperaturen liegen in 2.000 m zwischen -2 und +2 Grad und in 3.000 m bei -9 bis -7 Grad.
 

Samstag, 30. April 2016

Am Samstag ändert sich nur wenig. Wieder scheint zunächst oft die Sonne, mehr Wolken gibt nur in den Südalpen. Tagsüber werden die Quellwolken generell dichter und am Nachmittag steigt im gesamten Bergland die Schauerneigung an. Vereinzelt sind auch Blitz und Donner dabei. Die Schneefallgrenze steigt vorübergehend auf über 2.000 m, nördlich des Alpenhauptkamms wird es leicht föhnig. Die höchsten Werte erreichen in 2.000 m 1 bis 4 Grad und in 3.000 m um -5 Grad.
 

Sonntag, 01. Mai 2016

Der Sonntag verläuft deutlich unbeständiger. Vor allem entlang der Nord- und Zentralalpen  gehen über den Tag verteilt immer wieder Schauer nieder, und die Sonne zeigt sich nur selten. Von Süd- über Osttirol und Kärnten bis zum Alpenostrand ziehen vor allem bis Mittag ein paar Schauer durch, danach setzt sich hier nordföhnbedingt zeitweise sonniges und weitgehend trockenes Wetter durch. Die Temperaturen gehen wieder zurück, die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.000 m im Allgäu und Bregenzerwald und 1.600 m in Unterkärnten. Im Tagesverlauf frischt allmählich kräftiger, am Alpenostrand sowie in den Nordföhnregionen mitunter sogar stürmischer Nordwind auf. In 3.000 m werden nur mehr -9 bis -7 Grad und in 2.000 m -3 bis 0 Grad erreicht.
 

Bergwetter-Tipp

Im Gebirge herrschen nach den Schneefällen der vergangenen Tage zum Teil wieder tiefwinterliche Bedingungen. Bei Wanderungen oder Skitouren sollte man aus diesem Grund unbedingt die Lawinengefahr im Auge behalten. Aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung und dem teils bereits warmen Untergrund können sich sehr leicht Nassschneelawinen lösen.

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