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Prognose

Bergwetter: Kaiserwetter vom Feinsten

Wetter • 19. Januar 2017

Eine mächtige Hochdruckbrücke reicht derzeit von Großbritannien bis nach Rumänien, sie sorgt am gesamten kommenden Wochenende für strahlend sonniges Winterwetter in den Ostalpen. Da die Luft kontinentalen Ursprungs und daher außergewöhnlich trocken ist, kann man beim Skifahren, Snowboarden oder Rodeln zudem eine ausgezeichnete Fernsicht genießen. Fronten, die Regen oder Schnee bringen, müssen somit auch weiterhin einen großen Bogen um das Hoch machen.

Bergwetter Dachstein
Foto: mauritius images/ P. Kaczynski
Eine mächtige Hochdruckbrücke sorgt am gesamten kommenden Wochenende für strahlend sonniges Winterwetter in den Ostalpen. Foto: Dachstein

Freitag, 20. Jänner 2017

Am Freitag scheint vom Säntis bis zum Schneeberg sowie vom Traunstein bis zum Dobratsch die Sonne von einem meist wolkenlosen Himmel. In der trockenen Luft herrscht eine ausgezeichnete Fernsicht, zum Teil beträgt die Sichtweite mehr als 100 km. Nebelfelder sind in erster Linie im Seengebiet Oberösterreichs und in den südlichen Becken anzutreffen, sie reichen aber nicht weit hinauf. Der Südostwind weht meist nur mäßig, einzig in den Nordalpen von Innsbruck bis Mariazell kann er zeitweise als etwas störend empfunden werden. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m um -9 Grad, in 2.000 m steigen die Temperaturen auf -5 bis -2 Grad.

Samstag, 21. Jänner 2017

Der Samstag hat praktisch keine Wetteränderung zu bieten. Erneut scheint nahezu überall die Sonne von einem ungetrübten Himmel, die Fernsicht ist nach wie vor herausragend. In der Früh und am Vormittag kann es rund um die Alpen sowie im Grazer und Klagenfurter Becken nebelig sein. Von Salzburg ostwärts kommt allmählich föhniger Südwind auf, selbst auf den Bergen weht er aber maximal lebhaft. Die Temperaturen im Gebirge legen weiter zu, in 3.000 m steigen sie auf rund -7 Grad, in 2.000 m werden bereits -2 bis 0 Grad erreicht.

Temperaturen am Samstag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Samstag

Sonntag, 22. Jänner 2017

Am Sonntag kann man wieder meist strahlenden Sonnenschein genießen. Zwar ziehen von den Glarner Alpen über das Rätikon bis zu den Stubaier Alpen ein paar Wolken durch, diese haben aber höchstens einen zierenden Charakter. Die Nebelfelder in manchen Alpentälern sowie im angrenzenden Flachland werden etwas häufiger als an den Vortagen, lösen sich aber meist bis Mittag auf. Der Südföhn gewinnt ein wenig an Intensität, am stärksten bekommt man ihn von Salzburg ostwärts zu spüren. Die Böen können hier im Gebirge vereinzelt 60 bis 70 km/h erreichen. Mit rund -5 Grad in 3.000 m und -3 bis +2 Grad auf 2.000 m Höhe zeigt der Trend bei den Temperaturen auf den Bergen weiter nach oben, wobei es in den Nordalpen föhnbedingt am mildesten wird.

Bergwetter-Tipp

Der Neuschnee der vergangenen zwei Wochen bietet sich unter dem tiefblauen Himmel perfekt für Freizeitaktivitäten aller Art an, die Schneelage ist mittlerweile im gesamten Ostalpenraum ausgezeichnet. Günstig beispielsweise für genussvolle Skitouren ist auch die Temperaturentwicklung, von Tag zu Tag wird es in der Höhe nämlich etwas milder. Allerdings sollte man vor Antritt der Skitour stets einen Blick auf den aktuellen Lawinenlagebericht werfen. Denn aktuell besteht mit Stufe drei auf der fünfteiligen Skala verbreitet eine erhebliche Lawinengefahr. Die Hauptgefahr geht dabei von Triebschnee in Hängen, die nach Norden und Nordwesten ausgerichtet sind, aus.

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