Prognose

Bergwetter: Im neuen Jahr kalt und im Süden Neuschnee

Wetter • 31. Dezember 2020
von UBIMET Meteorologenteam

Am Freitag sowie am Wochenende bestimmt ein Tief namens LISA, das über dem Löwengolf liegt, das Wetter im Alpenraum. Mit einer kräftigen Südströmung wird wieder feuchte und etwas mildere Luft herangeführt. Somit kommt es in den Südalpen wieder zu ergiebigem Schneefall, im Norden sorgt der Föhn für trockene Verhältnisse.

Schnee im Süden
Foto: mauritius images / Panther Media GmbH / Alamy
Im Süden der Alpen kann wieder mit ergiebigem Neuschnee gerechnet werden

Neujahrstag, 01. Jänner 2021

Am Freitag stauen sich an der Alpensüdseite die Wolken und im Laufe des Nachmittags setzt hier von Süden her mäßiger Schneefall ein. Nördlich des Alpenhauptkamm kommt hingegen im Tagesverlauf kräftiger, in Gipfelniveau auch stürmischer Südwind auf, der die Wolken immer wieder auflockert. Vor allem von den Kitzbüheler Alpen bis zu des Ybbstaler Alpen scheint somit auch immer wieder die Sonne. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe nicht mehr als -11 bis -8 Grad, in 2000 m liegen die Höchstwerte von Süd nach Nord zwischen -7 und -2 Grad.

Samstag, 02. Jänner 2021

Am Samstag schneit es von der Ortler-Gruppe und den Ötztaler Alpen bis zu den Niederen Tauern und der Saualpe häufig und am Nachmittag und Abend auch ergiebig. Große Neuschneemengen von über einen halben Meter sind vor allem von den Dolomiten bis zu den Gailtaler Alpen zu erwarten. An der Alpennordseite weht hingegen kräftiger, von den Hohen Tauern ostwärts auch stürmischer Südföhn der die Luft abtrocknet und gelichzeitig erwärmt. In den Nordalpen bleibt es also trocken, die Sonne zeigt sich aber auch hier selten. Die Temperaturen steigen in 3.000 m auf -10 bis -7 Grad, in 2.000 m gibt es von Süd nach Nord -4 bis 0 Grad.

Wetter Samstag 2. Jänner
Foto: Ubimet
Bergwetter-Prognose für Samstag, den 2. Januar 2021

Sonntag, 03. Jänner 2021

Am Sonntag klingt der kräftige Schneefall in den Südalpen in den Frühstunden ab. Danach bleibt es leicht wechselhaft mit zeitweiligem leichtem Schneefall. Die Neuschneemengen bleiben allerdings gering. Nördlich des Alpenhauptkamms flaut der stürmische Südföhn ab, es bleibt aber weitestgehend trocken. Dazu überwiegen meist die Wolken, nur vom Arlberg bis zum Tennengebirge kann sich auch die Sonne etwas zeigen. Der Wind weht nur mehr mäßig bis lebhaft aus Süd bis Südwest und die Temperaturgegensätze zwischen Nord und Süd bauen sich ab. So liegen die Höchstwerte in 2000 m Höhe zwischen -5 und -3 Grad. In 3000 m wird es eine Spur kälter als am Vortag, maximal -12 bis -9 Grad.

Bergwetter-Tipp:

Die Kombination aus stürmischem Wind und ergiebigem Schneefall sorgt am Wochenende für eine angespannte Lawinensituation in den Südalpen, oberhalb der Waldgrenze gibt es massive Triebschneeansammlungen. So muss man speziell von den Dolomiten bis zu den Gailtaler Alpen und Hohen Tauern mit Lawinenwarnstufe 4 von 5 rechnen. Bei einer solch großen Lawinengefahr bedarf es gar keine Zusatzbelastung wie einen Skifahrer mehr, um Schneebretter auszulösen. Auch mittelgroße bis große spontane Lawinen sind möglich. Folglich sollte man unbedingt auf den gesichterten Pisten bleiben!

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