Bergwetter

Herbstliches Wochenende, Schnee im Hochgebirge

Wetter • 24. September 2015
von UBIMET Meteorologenteam

Einen markanten Wintereinbruch gab es Mitte der Woche in den Bergen. Bis auf knapp 1.000 m hat es teilweise herunter geschneit und zwischen den Allgäuer Alpen und dem Dachstein konnte man sich über bis zu 20 bis 60 Zentimeter Neuschneezuwachs  freuen. Dieser Schnee taut am Wochenende in tieferen Lagen aber allmählich ab: Hochdruckeinfluss und ein leichter Temperaturanstieg werden im Westen erwartet, im Osten hält sich dagegen kühlere und feuchtere Luft.

Bergwetter
Foto: iStock/ Sjoerd van der Wal
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Freitag, 25. September 2015

Am Freitag bleibt es vor allem zwischen den Niederösterreichischen Voralpen, den Berchtesgadener Alpen und den Karawanken trüb und bei starkem Nordwind fällt häufig etwas Regen. Weniger Wolken zeigen sich in den Tälern südlich der Allgäuer Alpen bis zum Karwendel und ausgesprochen freundlich ist es südlich des Alpenhauptkamms vom Reschenpass bis nach Oberkärnten. Hier weht dafür föhniger Nordwind. Die Temperaturen in 2.000 m liegen von Ost nach West zwischen 2 und 9 Grad, in 3.000 m zwischen -2 und +1 Grad.
 

Samstag, 26. September 2015

Am Samstag ändert sich voraussichtlich nicht viel. Zwischen dem Wienerwald, den Karawanken und dem Salzkammergut dominieren die Wolken und hier fällt immer wieder Regen. Je weiter man nach Westen und Südwesten kommt, desto freundlicher wird es. Zwischen dem Bodensee und dem Tiroler Oberland sowie generell in Süd- und Osttirol scheint meist die Sonne. In 2.000 m werden dabei 3 bis 10 Grad erreicht, in 3.000 m Höhe kalte -2 bis +1 Grad. Außerdem weht lebhafter bis starker Nordost- bis Nordwind, südlich des Hauptkamms mäßiger Nordföhn.
 

Sonntag, 27. September 2015

Am Sonntag zieht das für den Osten wetterbestimmende Tief ab und die Sonnenanteile nehmen im gesamten Alpenraum zu. Über weiten Teilen des Alpenvorlands und in vielen Alpentälern hält sich eine teils kompakte Hochnebeldecke, aus der im Nordstau örtlich noch ein paar Tropfen fallen. Die meiste Sonne gibt es dementsprechend außerhalb der Nebelregionen auf den Bergen sowie im Süden. Einen Hauch vom Spätsommer gibt es nämlich vom Vinschgau bis zum Gardasee. Die Temperaturen liegen in 2.000 m von Ost nach West zwischen 0 und 10 Grad, in 3.000 m bei frostigen -3 bis 0 Grad.
 

Bergwetter-Tipp

Der erste große Schneefall des Herbstes ist immer etwas besonderes. Der Farbenkontrast der schneebedeckten Gipfel mit dem vielfach blauen Himmel und den teilweise schon bunten Wäldern ist das, was sich viele unter „perfektem Wanderwetter“ vorstellen. Der Schnee taut in tiefen und mittleren Höhenlagen zwar schon weg, auf den Gipfeln wird sich die Schneedecke aber noch ein paar Tage halten. Bei der Tourenwahl sollte in jedem Fall auf die teils winterlichen Verhältnisse im Hochgebirge geachtet werden. Skitouren und andere Wintersportarten sind im Gegenzug auch schon möglich, denn manche Gletscherskigebiete haben schon geöffnet.
 

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