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Prognose

Bergwetter: Heiß und zunehmend gewitteranfällig

• 17. Juni 2021
von UBIMET Meteorologenteam

Der Alpenraum befindet sich derzeit in der ersten Hitzewelle des Sommers und die Nullgradgrenze steigt am Wochenende auf über 4.000 m an. Der Hochdruckeinfluss lässt aus Westen aber langsam nach und ausgehend von den Westalpen wird die Luft im Laufe des Wochenendes feuchter. Damit steigt die Gewitterneigung an.

Piburger See in den Ötztaler Alpen
Foto: mauritius images/ Timm Humpfer Image Art
Dieses Wochenende ist Badewetter angesagt – die Gefahr von Gewittern steigt aber von Tag zu Tag. Foto: Piburger See in den Ötztaler Alpen
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Freitag, 18. Juni 2021

Am Freitag dominiert zunächst verbreitet der Sonnenschein, nur südlich des Alpenhauptkamms halten sich örtlich ein paar Hochnebelfelder. Im Westen ist der Himmel aber teils diesig durch Saharastaub. Ab etwa Mittag bilden sich über den Bergen Quellwolken und im Laufe des Nachmittags gehen von Vorarlberg über den Alpenhauptkamm bis zu den Gurktaler Alpen lokale Wärmegewitter nieder. Vom Kaiserwinkl und dem Klagenfurter Becken ostwärts bleibt es dagegen sonnig und weitgehend trocken. Der Wind frischt von den Niederen Tauern über das Rax-Schneeberg-Gebiet bis zum Wienerwald teils lebhaft aus Süd auf, sonst weht er meist nur schwach. Die Temperaturen steigen in 3.000 m Höhe auf 7 bis 10 Grad, in 2.000 m erwärmt sich die Luft auf 14 bis 18 Grad mit den höchsten Werten im Westen.

Samstag, 19. Juni 2021

Der Samstag beginnt vom Oberallgäu bis zum Rofan mit ein paar Wolken und vereinzelt ist bereits in der Früh ein gewittriger Schauer nicht ganz ausgeschlossen. Sonst dominiert wieder verbreitet der Sonnenschein. Im Tagesverlauf bilden sich dann neuerlich Quellwolken und im gesamten Bergland sowie im Mühlviertel nimmt die Gewitterneigung zu. Meist noch sonnig und trocken bleibt es in den südlichen Becken. Der Wind weht im östlichen Bergland vorübergehend mäßig aus nördlicher Richtung, am westlichen Alpenhauptkamm kommt dagegen leicht föhniger Südwestwind auf. In 3.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen 6 und 10 Grad, in 2.000m gibt es 14 bis 18 Grad.

Sonntag, 20. Juni 2021

Der Sonntag startet in den Alpen stellenweise mit ein paar Restwolken, zudem ziehen im Westen ausgedehnte, hochliegende Wolken durch und in den Tälern ist die Luft teils sehr diesig durch Saharastaub. Von Kärnten und dem Salzkammergut ostwärts scheint anfangs oft die Sonne, im Tagesverlauf wird es aber auch hier zunehmend diesig. Am Nachmittag bilden sich im Bergland neuerlich Quellwolken und besonders vom Bregenzerwald und dem Oberallgäu bis in den Pinzgau auch lokale Hitzegewitter. Vom Rätikon bis zu den Tuxer Alpen kommt lebhafter, föhniger Südwind auf. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe 8 bis 11 Grad, in 2.000 m Höhe werden Süd nach Nord 17 bis 21 Grad erreicht.

Temperaturen am Sonntag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Sonntag

Bergwetter-Tipp

Blitze stellen in den Bergen ein oft unterschätztes Risiko dar. Wenn ein Donner hörbar ist, besteht bereits Blitzschlaggefahr: Ein Blitz kann nämlich auch am Rande eines Gewitters aus der Gewitterwolke heraus einschlagen. Blitze schlagen zudem nicht immer an den höchsten Objekten ein und können durchaus auch mehr als einmal den selben Punkt treffen. Wird man von einem Gewitter überrascht, bieten eine Schutzhütte oder ein großer Felsvorsprung den besten Schutz. Von alleinstehenden Bäumen sowie generell stromleitenden Gegenstände sollte man sich hingegen fernhalten. Ist kein Unterschlupf in der Nähe, kann man sich notfalls in eine Mulde hocken mit eng beieinanderliegenden Füßen.

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