Hoch „Quinta“ bleibt bestehen

Bergwetter: Goldenes Wochenende mit kleinen Abstrichen

22. Oktober 2015
von UBIMET Meteorologenteam

Ein Wochenende steht vor der Tür und das Wetter könnte kaum besser sein: Bereits am Freitag nimmt der Einfluss von Hoch „Quinta“ zu und er bleibt im Wesentlichen das ganze Wochenende über bestehen. Einzig am Sonntag gelangen mit einer schwachen Front vorübergehend feuchtere Luftmassen zu den Alpen. Die Temperaturen legen zudem in allen Höhen deutlich zu und damit setzt Tauwetter ein. Für alle Bergfans gilt: Wanderrucksack packen und rauf auf die Berge!

Herbstwetter
Foto: mauritius images / Alamy
Herbstwetter

Freitag, 23. Oktober 2015

Am Freitag halten sich zu Beginn von den Allgäuer bis zu den Fischbacher Alpen dichte Wolken und zunächst fällt noch etwas Regen, oberhalb von 1.800 bis 2.200 m auch Schnee. Tagsüber stellt sich dann hier trockenes Wetter mit sonnigen Phasen ein. Bis zum Abend trüb bleibt es hingegen stellenweise zwischen den Loferer Steinbergen und den Mürzsteger Alpen. Von der Silvretta über den Hauptkamm sowie die Berge Süd- und Osttirols bis hin zum Grazer Bergland setzt sich aber rasch die Sonne durch, am Nachmittag ist der Himmel hier oft sogar wolkenlos. Der speziell am Alpenostrand mitunter kräftige Nordwestwind lässt nach und die Temperaturen steigen in 2.000 m auf 2 bis 7 Grad und in 3.000 m auf 0 bis +3 Grad.
 

Samstag, 24. Oktober 2015

Der Samstag bringt im gesamten Bergland von der Früh weg viel Sonnenschein, vor allem am Vormittag ist der Himmel über weite Strecken sogar wolkenlos. Selbst in den Tälern und Becken lösen sich einzelne Frühnebelfelder rasch auf, allerdings beginnt der Tag dort verbreitet frostig. Im Tagesverlauf mischen sich dann auch ein paar dünne Schleierwolken zum Sonnenschein, der freundliche Eindruck wird dadurch aber nicht getrübt. Der Wind ist selbst im Hochgebirge, von lokalen Windsystemen abgesehen, kein großes Thema, erst am Nachmittag frischt leicht föhniger Südwestwind auf. Die Temperaturen legen weiter zu: Mit bis zu 10 Grad in 2.000 m und +4 Grad in 3.000 m wird es so warm wie zuletzt Anfang Oktober. Die Nullgradgrenze zieht sich ins Hochgebirge zurück, Tauwetter setzt ein.
 

Sonntag, 25. Oktober 2015

Der Sonntag beginnt in den Tälern mit ein paar Nebelfeldern, die sich mitunter bis in den Vormittag hinein halten können. Auf den Bergen scheint hingegen zunächst wieder häufig die Sonne, einzig vom Bregenzerwald bis zu den Karnischen Alpen tauchen bereits am Vormittag von Westen her mehr Wolken auf. In der zweiten Tageshälfte zieht es dann auch von den Julischen Alpen bis zu den Oberösterreichischen Voralpen allmählich zu, am längsten kann man die Sonne somit vom östlichen Kärnten über die Steiermark bis ins südliche Niederösterreich genießen. Tropfen bleiben die Ausnahme, am ehesten lohnt sich der Regenschutz noch im Bereich der Nordalpen. Im Hochgebirge frischt mitunter lebhafter bis kräftiger Wind aus westlichen Richtungen auf und die Temperaturen gehen wieder ein wenig zurück und liegen am Nachmittag in 2.000 m bei 4 bis 7 Grad und in 3.000 m bei -2 bis +1 Grad.
 

Bergwetter-Tipp

Das Wetter könnte für ein Herbstwochenende kaum besser sein und eignet sich aus diesem Grund hervorragend für lange Touren. Allerdings sollte man unbedingt beachten, dass oberhalb von 1.600 bis 2.000 m bereits oft winterliche Verhältnisse herrschen und somit eine entsprechende Ausrüstung erforderlich ist. Zudem nimmt mit den rasch ansteigenden Temperaturen und dem nicht gefrorenen Untergrund die Gefahr von Nassschneelawinen und Schneebrettern zu – ganz besonders an sonnseitigen Hängen bei entsprechender Schneeauflage im Hochgebirge.
In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Frühes Aufstehen am Sonntag lohnt sich dennoch, denn die Dämmerung setzt dementsprechend auch eine Stunde früher ein.
 

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