PROGNOSE

Bergwetter für das lange Wochenende: Quellwolken, Schauer, Gewitter und Blitz

Wetter • 30. Mai 2018
von UBIMET Meteorologenteam

Am langen Wochenende liegt der Alpenraum unter dem Einfluss feuchter und labil geschichteter Luftmassen, somit bleibt die Gewitterneigung erhöht. Besonders am Freitag gehen schon in der Früh Schauer nieder, etwas freundlicher verlaufen dagegen voraussichtlich der Donnerstag und der Sonntag. Die Temperaturen bewegen sich auf einem sommerlichen Niveau, die Nullgradgrenze liegt in etwa 3.500 m Höhe.

Gewitter und Sonnenschein am langen Wochenende
Foto: mauritius images / Bernd Römmelt
Gewitter und Sonnenschein am langen Wochenende

Donnerstag, 31. Mai 2018

Der Donnerstag startet nach Auflösung von Restwolken oder lokalen Nebelfeldern verbreitet sonnig. Bis Mittag bleibt es auch weitgehend trocken, dann entwickeln sich jedoch Quellwolken und in weiterer Folge steigt die Schauer- und Gewitterneigung im ganzen Alpenraum an. Besonders von den Tauern bis zum Hochschwab entstehen auch kräftige Gewitter, nur einzelne gewittrige Schauer gibt es dagegen von der Silvretta bis zu den Stubaier Alpen. Der Wind weht nur schwach aus südlicher Richtung, die Temperaturen liegen in 3.000 m bei +5 Grad und in 2.000 m bei 12 bis 15 Grad.

Freitag, 1. Juni 2018

Am Freitag überwiegen in den Nordalpen die Wolken und besonders vom Wetterstein bis zum Salzkammergut gehen von Beginn an ein paar Regenschauer nieder. Am Alpenhauptkamm und in den Südalpen scheint zunächst zeitweise die Sonne, im Tagesverlauf entstehen aber Quellwolken und die Schauer- und Gewitterneigung steigt generell an. Am ehesten trocken bleibt es aus heutiger Sicht von den Dolomiten bis zu den Karawanken. Der Wind weht teils mäßig aus Süd bis West. In 3.000 m gibt es +4 Grad, in 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen 8 Grad im Bregenzerwald und 13 Grad in den Dolomiten.

Samstag, 2. Juni 2018

Der Samstag beginnt mit einigen Restwolken und vereinzelt gehen von den Niederen Tauern ostwärts in der Früh auch kurze Schauer nieder. Tagsüber kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein, in der feuchten Luft bilden sich aber neuerlich Quellwolken. Am Nachmittag besteht dann besonders am Alpenhauptkamm eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung, gänzlich ausschließen kann man Blitz und Donner aber nirgendwo. Der Wind weht schwach aus südwestlicher Richtung, die Temperaturen erreichen in 3.000 m +4 Grad und in 2.000 m 11 bis 14 Grad.

 

Bergwetter für Sonntag
Foto: UBIMET
Bergwetter für Sonntag

Sonntag, 3. Juni 2018

Am Sonntag halten sich in den Nordalpen anfangs einige Restwolken oder Nebelfelder, von Südtirol bis Kärnten zeigt sich dagegen bereits häufig die Sonne. Im Tagesverlauf kommt überall die Sonne zum Vorschein, über den Bergen bilden sich jedoch neuerlich Quellwolken. Am Nachmittag muss man dann besonders von den Dolomiten bis zum Steirischen Randgebirge mit Schauern und Gewittern rechnen. In den Nordalpen bleibt es hingegen voraussichtlich oft trocken. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m bei +4 Grad, in 2.000 m Höhe werden 11 bis 14 Grad erreicht. Der Wind spielt kaum eine Rolle.

Bergwetter-Tipp:

Die Großwetterlage ist derzeit festgefahren, somit gibt es bei nur schwachen Druckgegensätzen tagtäglich eine steigende Gewitterneigung. Tendenziell bleibt es dort, wo es am Morgen länger bewölkt ist, auch am längsten trocken. Die Junisonne hat aber viel Kraft und braucht nur sehr wenig Zeit, um die feuchte Luft neuerlich zu hochreichenden Quellwolken aufkochen zu lassen. Die Morgen- und Vormittagsstunden eigenen sich jedenfalls am besten für eine längere Wanderung, ab den Mittagsstunden sollte man den Himmel genau im Auge behalten und rechtzeitig zurückkehren.

Mehr zum Thema

Wetterregel Gewitter beim Wandern
Von allen Wetterphänomenen können Gewitter für Wanderer wohl am gefährlichsten werden. Blitz und Donner sind unberechenbar – und doch gibt es Abhilfe. Die Parole lautet: genau hinschauen und nachrechnen.
Berg-Know-How: Gewitter am Berg
Als Wanderer in ein Gewitter zu geraten, gehört zu den denkbar ungünstigsten Szenarien am Berg. Wir verraten euch, was im Ernstfall zu tun ist – und was es zu vermeiden gilt.
Start der Hüttenwanderung ins Gesäuse
Das Gesäuse zählt zum Herzstück der Steiermark

Wandern im Gesäuse: Der Hüttenwanderweg

Wenn man im Gesäuse tagelang von Hütte zu Hütte wandert, fragt man sich am Anfang vielleicht, weshalb man sich das antut. Man weiß es spätestens beim ersten Sonnenuntergang.

Bergwelten entdecken