Prognose

Bergwetter: Freitag sonnig, ab Samstag wechselhaft

Wetter • 5. Dezember 2019
von UBIMET Meteorologenteam

Der Alpenraum liegt am Freitag noch unter dem Einfluss eines umfangreichen Hochs namens SARENA. Während sich in den Niederungen dabei kalte und teils nebelanfällige Luft hält, liegen die Temperaturen auf den Bergen deutlich über dem jahreszeitlichen Mittel. Diese Inversionswetterlage wird am Samstag allerdings von einem atlantischen Tiefausläufer beendet, der eine wechselhafte Wetterphase einleitet. Am Sonntag wird es dabei vorübergehend föhnig, ehe in der Nacht auf Montag eine Kaltfront durchzieht.

Blick aufs Karwendel
Foto: mauritius images/ Bernd Ritschel
Am Freitag scheint in den Bergen verbreitet die Sonne, die Fernsicht ist ausgezeichnet. Foto: Blick aufs Karwendel

Freitag, 06. Dezember 2019

Am Freitag scheint auf den Bergen von Vorarlberg bis Niederösterreich und Kärnten verbreitet die Sonne, dabei zeigen sich höchstens ein paar harmlose Schleierwolken am Himmel. In den Niederungen muss man allerdings besonders am Alpenrand mit hartnäckigem Nebel oder Hochnebel rechnen. Die Nebelobergrenze liegt von West nach Ost bei etwa 600 bis 800 m. Erst am Abend ziehen im Westen hochliegende Wolken auf.

Der Wind weht mäßig, in den Nordalpen lebhaft aus West. In 3.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen -3 und -1 Grad und in 2.000 m Höhe zwischen 1 Grad in Südtirol und 4 Grad im östlichen Bergland.

Temperaturen am Freitag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Freitag

Samstag, 07. Dezember 2019

Der Samstag bringt von Beginn an kompakte Wolken und in den Nordalpen von Vorarlberg bis zum Mariazellerland fällt zeitweise ein wenig Regen. Die Schneefallgrenze liegt bei 1.000 bis 1.400 m. Sonst bleibt es überwiegend trocken und von Südtirol über Kärnten bis zum Grazer Bergland kommt zeitweise die Sonne zum Vorschein.
Der Wind frischt kräftig aus West bis Nordwest auf, in exponierten Lagen der Nordalpen und des Alpenostrands gibt es Sturmböen. In 3.000 m Höhe kommen die Temperaturen nicht mehr über -8 bis -6 Grad hinaus und in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte von Nord nach Süd zwischen -2 und +2 Grad.

Sonntag, 08. Dezember 2019

Am Sonntag scheint besonders von Unterkärnten bis zum Semmering-Wechsel-Gebiet häufig die Sonne. Auch sonst gibt es sonnige Auflockerungen, an der Alpennordseite ziehen aber einige Wolkenfelder durch. Am Nachmittag verdichten sich die Wolken im Westen zunehmend und gegen Abend beginnt es von Vorarlberg bis zum Salzkammergut allmählich zu regnen. Die Schneefallgrenze liegt deutlich über 1.500 m.
Der Wind weht mäßig, am Alpenhauptkamm lebhaft aus südwestlicher Richtung. In prädestinierten Tallagen wie dem Wipptal wird es vorübergehend föhnig. Die Temperaturen steigen in 3.000 m Höhe auf -3 bis 0 Grad, in 2.000 m Höhe liegen die Höchstwerte zwischen -1 Grad in Südtirol und +5 Grad in den westlichen Nordalpen.

Bergwetter-Tipp

Hoch SARENA sorgt am Freitag für sehr trockene Luft auf den Bergen, somit kann man hier nochmals eine ausgezeichnete Fernsicht genießen. Das Zusammenspiel aus Erdkrümmung, Luftfeuchtigkeit und Brechungsindex der Luftschichten sorgt übrigens für eine theoretisch maximale Sichtweite in den Alpen von knapp 300 km, so wurde etwa im Jahr 2012 von der Corvatsch-Bergstation im Engadin mit einem Teleobjektiv ein Bild aufgenommen, in dem man den 285 Kilometer weit entfernten Roc del Boucher in den Cottischen Alpen gerade noch erkennen konnte. Auch in Österreich gibt es bei perfekten Bedingungen Fernsichten von über 200 Kilometern, so ist es manchmal etwa möglich von der Villacher Alpe aus die Wildspitze in den Ötztaler Alpen zu sehen.

Mehr zum Thema

Drei Zinnen Hütte in den Dolomiten
Eure Lust auf Hütten war auch im November ungebrochen. Wie gut, dass euer absoluter Favorit auch im Winter offen hat und mit einer grandiosen Rodelfahrt zurück ins Tal lockt! Von den anderen Berghäusern lässt es sich bis zum Sommer immerhin träumen. Folgende Hütten habt ihr im November auf Bergwelten.com am häufigsten gesucht.
Schneeschuhwandern am Fuße des Hochkönig bei Mühlbach
Gerade einmal 10 km von Bischofshofen entfernt, erhebt sich ein 2.941 m hoher Kalkriese, der auf den passenden Namen Hochkönig hört. Nicht immer muss man den höchsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen erklimmen, man kann auch ganz getrost mit den Schneeschuhen am Fuße des Hochkönigs wandern und dabei ein einzigartiges Bergpanorama genießen.

Bergwelten entdecken