Prognose

Bergwetter: Extreme Kälte am Dreikönigstag

Wetter • 5. Januar 2017
von UBIMET Meteorologenteam

Das Wintertief „Axel“ brachte in den Nord- und Zentralalpen verbreitet 30 bis 70 Zentimeter Neuschnee. Der Schneefall legt am kommenden Wochenende zwar vorübergehend eine Pause ein, am Dreikönigstag ist es allerdings sehr kalt: Die Temperaturen kommen in 2.000 m kaum über minus 20 Grad hinaus, in 3.000 m werden teils nur -25 Grad gemessen. Am Samstag schwächt sich der Frost langsam ab und es scheint zeitweise die Sonne. Der nächste Neuschnee kündigt sich für Sonntag an, weiterhin leer gehen allerdings die Südalpen aus.

Hintertux Zillertal
Foto: mauritius images/ Ludwig Mallaun
Zum bereits gefallenen Neuschnee in den Nord- und Zentralalpen kommt dieses Wochenende – vor allem am Dreikönigstag – extreme Kälte hinzu. Bild: Hintertux im Tiroler Zillertal

Freitag, 06. Jänner 2017

Am Freitag halten sich vom Berchtesgadener Land ostwärts viele Wolken und vom Salzkammergut bis zum Semmering und Wechsel schneit es zeitweise. Zum Teil auch noch anhaltend, in Summe aber nicht mehr so ergiebig wie zuletzt. In Südtirol sowie von Vorarlberg über große Teile Tirols bis nach Osttirol und Kärten sowie im Oberen Murtal  bleibt es hingegen trocken und zeitweise scheint die Sonne. Nach Süden zu ist es zum Teil sogar strahlend sonnig, hier macht sich allerdings mitunter stürmischer Nordföhn bemerkbar. Der Wind weht am Alpenostrand sowie im Hochgebirge stürmisch aus Nordwest. Die Temperaturen liegen bei -25 bis -17 Grad in 3.000 m und -22 bis -13 Grad in 2.000 m, vor allem nach Osten zu ist es dabei extrem kalt.

Temperaturen am Freitag (Dreikönigstag)
Foto: Ubimet
Temperaturen am Freitag (Dreikönigstag)

Samstag, 07. Jänner 2017

Der Samstag beginnt in den Südalpen sowie generell westlich des Dachsteins mit viel Sonnenschein, in den Tälern aber klirrend kalt. Vor allem im Süden Bayerns, in Tirol und in Salzburg sind Tiefstwerte um die -25 Grad möglich! Sonst halten sich noch dichte Wolken und vereinzelt fallen letzte Flocken. Tagsüber scheint überall zumindest ab und zu die Sonne, strahlend sonnig ist es einmal mehr nach Süden zu. Am Nachmittag werden die Wolken von Vorarlberg bis zum Mostviertel allmählich wieder mehr, vorerst bleibt es aber trocken. Der Wind weht im Osten weiterhin teils kräftig. Der Frost schwächt sich langsam wieder ab, von Ost nach West werden in 3.000 m -15 bis -12 Grad und in 2.000 m -17 bis -8 Grad erreicht.

Sonntag, 08. Jänner 2017

Am Sonntag schneit es entlang und nördlich des Alpenhauptkamms aus heutiger Sicht verbreitet und teils kräftig. Erst im Laufe des Nachmittags lässt die Intensität langsam nach. Von Süd- und Osttirol über Kärnten bis in den Südwesten der Steiermark zeigt sich die Sonne zwar nur zeitweise, nennenswerten Schneefall gibt es hier aber nicht. Nach Osten zu weht weiterhin teils kräftiger Nordwestwind, sonst spielt der Wind nur eine untergeordnete Rolle. Die höchsten Werte erreichen -16 bis -12 Grad in 3.000 m und -11 bis -9 Grad in 2.000 m.

Bergwetter-Tipp

Die ergiebigen Schneefälle in den Nord- und Zentralalpen der vergangenen Tage haben  zu einem deutlichen Anstieg der Lawinengefahr geführt. Bei Touren sollte man sich somit unbedingt vorab über die Situation vor Ort informieren. Aufgrund der strengen Kälte sollte man zudem auf einen guten Kälteschutz achten: Minus 15 Grad bei einer Windgeschwindigkeit von 50 km/h fühlen sich an wie -30 Grad! Dadurch drohen rasch Erfrierungen an der Nase, den Ohren oder an den Händen.

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