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Bergwetter

Erste Hitzewelle, neuerlich Unwettergefahr

Wetter • 23. Juni 2016
von UBIMET Meteorologenteam

Am Freitag überwiegt der Hochdruckeinflluss und die Temperaturen bleiben auf hochsommerlichem Niveau. Erste Gewitter am Abend im Westen leiten allerdings bereits eine Abkühlung ein. Vor allem am Samstag und in der Nacht auf Sonntag besteht in vielen Regionen im Zuge einer schwachen Kaltfront große Unwettergefahr! Am Sonntag bleibt es unbeständig, die Temperaturen liegen allerdings deutlich unter den Werten der Vortage.

Bergwetter Juni 2016
Foto: mauritius images/ Martin Zurek
Die erste Sommer-Hitzewelle des Jahres kommt mit großer Unwettergefahr im Schlepptau (Foto: Samerberg, Bayern)
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Freitag, 24. Juni 2016

Am Freitag scheint von der Früh weg die Sonne, oft ist der Himmel sogar wolkenlos. Im Laufe des Tages entstehen allerdings über dem Bergland Quellwolken sowie ein paar, teils heftige Wärmegewitter. Am größten ist die Gewittergefahr im Allgäu, in Vorarlberg und Tirol. Einzelne Gewitter sind allerdings auch in Südtirol sowie in Kärnten und der Steiermark möglich. Der Wind aus südlichen Richtungen ist abseits von Gewitterböen  mäßig, in höheren Lagen auch lebhaft. Die Temperaturen erreichen mit rund 9 Grad in 3.000 m und 14 bis 17 Grad in 2.000 m hochsommerliche Werte.
 

Samstag, 25. Juni 2016

Der Samstag bringt im gesamten Bergland ein hohes Gewitterrisiko. In vielen Regionen besteht dabei Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen! In Vorarlberg, in den Bayerischen Alpen sowie in Tirol muss man schon im Laufe des Vormittags damit rechnen, hier regnet es am Nachmittag und Abend mitunter sogar längere Zeit. Überall sonst beginnt der Tag noch sonnig, spätestens ab Mittag nimmt das Gewitterrisiko  markant zu. Von Gewitterböen abgesehen nur wenig Wind. Die Temperaturen liegen in 3.000 m bei 5 bis 8 Grad und in 2.000 m bei 2 bis 4 Grad, mit dem Regen kühlt es ab.
 

Sonntag, 25. Juni 2016

Der Sonntag verläuft unbeständig und deutlich kühler, die Hitze ist somit vorbei. Dazu gehen einige Schauer, von Südtirol bis in die Bucklige Welt auch noch Gewitter nieder. Diese fallen aber nicht mehr so heftig aus wie zuletzt. Die Sonne zeigt sich am ehesten am Vormittag nach Süden zu. Am Nachmittag können die Wolken auch von Vorarlberg bis ins Salzkammergut ein wenig auflockern. Der West- bis Nordwestwind frischt vor allem in den Nordalpen und am Alpenostrand mitunter lebhaft auf. In 3.000 m maximal 2 bis 4 Grad und in 2.000 m 7 bis 11 Grad.
 

Bergwetter-Tipp

Mit der ersten Hitzewelle des Jahres steigt die Frostgrenze vorübergehend auf über 4.000 m. Selbst am 3.105 m hohen Sonnblick werden für diese Höhe sommerliche 10 Grad gemessen. In Kombination mit dem hohen Sonnenstand schmilzt auf den Gletschern die teilweise noch vorhandene Altschneedecke nun rasch ab.

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