Der Hochdruckeinfluss von Westen her nimmt wieder zu

Bergwetter: Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen

Wetter • 20. August 2015
von UBIMET Meteorologenteam

Nach einem durchwachsenen Freitag nimmt zunächst der Hochdruckeinfluss von Westen her wieder zu. Somit stellt sich vor allem am Samstag teils sonniges und überwiegend trockenes Wetter ein. Zum Sonntag hin sorgt ein Höhentief über Osteuropa aber neuerlich für recht unbeständige Wetterverhältnisse. Dennoch steigen die Temperaturen in allen Höhen wieder an, heiß wird es vorerst aber nicht mehr.
 

Bergwetter
Foto: iStock/ wingmar
Bergwetter

Freitag, 21. August 2015

Der Freitag zeigt sich im Alpenraum noch einmal von seiner unbeständigen Seite. Häufig wechseln sich dichte Wolken mit etwas Sonnenschein ab und dazu gehen über das gesamte Bergland verteilt immer wieder ein paar Schauer nieder. Vom Ortler bis zu den Tauern sowie südlich davon sind vereinzelt zudem Blitz und Donner möglich. Am ehesten trocken bleibt es hingegen vom Montafon bis zu den Allgäuer Alpen sowie am Alpenostrand. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus nördlichen Richtungen werden in 3.000 m -2 bis +2 Grad und in 2.000 m 4 bis 9 Grad erreicht.
 

Samstag, 22. August 2015

Am Samstag halten sich in einigen Tälern und Becken bis in den frühen Vormittag hinein Nebel- oder Hochnebelfelder. Abseits davon scheint hingegen bereits zeitweise die Sonne und speziell auf den Bergen von Vorarlberg, Nordtirol, Salzburg und Bayern ändert sich daran auch tagsüber kaum etwas. In den übrigen Regionen werden die Wolken zwischendurch hingegen auch dichter, trocken bleibt es aber auch hier. Einzig vom Gardasee bis zu den Karnischen Alpen kann sich ganz vereinzelt ein kurzer Schauer bilden. Vor allem in den westlichen Gebirgsgruppen steigen die Temperaturen deutlich an. Bei wenig Wind liegen die höchsten Werte in 3.000 m zwischen 0 und +3 Grad und in 2.000 m zwischen 6 und 13 Grad.
 

Sonntag, 23. August 2015

Der Sonntag bringt entlang und nördlich der Alpen nach einem oft recht sonnigen Start zahlreiche Quellwolken sowie ab Mittag einige Regenschauer, vereinzelt auch Gewitter. Einzelne Frühnebelfelder in den Tälern lösen sich rasch auf. Von Süd- über Osttirol bis nach Oberkärnten stauen sich hingegen von Beginn an dichte Wolken und hier muss man bereits ab dem Vormittag mit ein paar Schauern rechnen. Die Sonne zeigt sich wenn überhaupt nur selten. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Hochgebirge sowie in exponierten Kammlagen zunehmend auch lebhaft aus südlichen Richtungen. In 3.000 m zwischen 1 und 3 Grad und in 2.000 m 7 bis 12 Grad, mit den höchsten Werte nach Südwesten zu.
 

Bergwetter-Tipp

In den vergangenen Wochen wurde bereits viel über die Hitze und ihre teils dramatischen Auswirkungen auf die heimischen Gletscher berichtet. Jetzt gibt es zur Abwechslung aber einmal gute Nachrichten: Die tiefen Temperaturen und die Schneefälle der vergangenen Tage im Hochgebirge haben vor allem in den oberen Bereichen die Schmelze vorerst gestoppt. Wer an diesem Wochenende also eine Tour ins hochalpine Gelände oder auf einen der Gletscher vorhat, sollte oberhalb von 3.000 bis 3.200 m auf jeden Fall mit durchaus winterlichen Bedingungen rechnen, in erster Linie durch Nassschnee.
 

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