Regen und Schneefall

Bergwetter: Ein nasses Pfingstwochenende

Wetter • 12. Mai 2016
von UBIMET Meteorologenteam

Das kommende, lange Pfingstwochenende steht ganz im Zeichen von teils kräftigem Regen und Schneefall. Die Sonne zeigt sich nur in den Südalpen länger. Dementsprechend ungeeignet sind die Bedingungen für Wanderungen oder lange Touren. Ab Sonntag meldet sich sogar der Winter bis in die Mittelgebirgslagen wieder zurück.

Bergwetter
Foto: mauritius images/ Daniel Schoenen
Am langen Pfingstwochenende ist Sonne rar, es überwiegt der Regen (Foto: Wagenbrüchsee in Oberbayern)

Freitag, 13. Mai 2016

Der Freitag bringt im gesamten Bergland viele Wolken und vor allem in den Nord- und Zentralalpen regnet es häufig und bis Mittag mitunter stark. Längere trockene Phasen gibt es am ehesten in der ersten Tageshälfte von Unterkärnten bis ins Mittelburgenland. Gerade hier muss man am Nachmittag allerdings sogar mit Gewittern rechnen. In Süd- und Osttirol klingt der Regen bis zum Abend weitgehend ab. Der Wind dreht allmählich auf westliche Richtungen und frischt nach Osten zu mitunter lebhaft auf. Die Temperaturen liegen in 3.000 m um -3 Grad und in 2.000 m zwischen 2 und 5 Grad.

Samstag, 14. Mai 2016

Am Samstag ändert sich wenig. Einmal mehr muss man mit teils kräftigen Regenschauern rechnen. Von Süd- und Osttirol über Kärnten, die Steiermark bis nach Niederösterreich sind auch einzelne Gewitter möglich. Die Sonne zeigt sich kaum, am ehesten noch kurz am Vormittag nach Südosten zu. Von Nordwesten her beginnt es bereits abzukühlen, in der Folgenacht sinkt die Schneefallgrenze in den Nordalpen auf unter 1.000 m! Der Wind ist vorerst kein Thema, mit Frontdurchgang frischt allerdings mitunter stürmischer Nordwestwind auf. Die höchsten Werte liegen in 3.000 m zwischen -5 und -3 Grad und in 2.000 m zwischen 0 und +5 Grad.

Pfingstsonntag, 15. April 2016

Der Pfingstsonntag verläuft entlang der Nord- und Zentralalpen weiterhin oft dicht bewölkt und über den Tag verteilt gehen einige Regen-, bereits oberhalb von 1.000 bis 1.400 m Schneeschauer nieder. Die Sonne zeigt sich am ehesten inneralpin länger. Deutlich mehr Sonnenschein gibt es nordföhnbedingt in den Südalpen, nur von den Karnischen Alpen bis zum Steirischen Randgebirge sind am Nachmittag einzelne Schauer möglich. Nach Osten zu weht stürmischer, kalter Nordwestwind und die Temperaturen kommen in 3.000 m nicht über -11 bis -8 Grad und in 2.000 über -3 bis 0 Grad hinaus.

Pfingstmontag, 16. Mai 2016

Am Pfingstmontag setzt sich das unbeständige und für die Jahreszeit ausgesprochen kalte Wetter fort. Diesmal muss man auch in den Südalpen wieder vermehrt mit Schauern rechnen, der Schwerpunkt liegt allerdings weiterhin entlang der Nord- und Zentralalpen. Die Schneefallgrenze liegt tagsüber meist zwischen 1.000 und 1.500 m, in den Morgenstunden kann es aber stellenweise bis gegen 700 m schneien. Der anfangs kräftige Nordwestwind lässt tagsüber langsam nach. Die höchsten Temperaturen: In 3.000 m maximal -10 bis -8 Grad und in 2.000 m -3 bis 0 Grad.

Bergwetter-Tipp

Das Wetter ist für längere Bergtouren an diesem Wochenende kaum geeignet. Wer dennoch nicht ganz auf Wanderungen verzichten will, der muss an die nordföhnige Alpensüdseite ausweichen. Einen Regenschutz und gutes Schuhwerk sollte man allerdings auch dort unbedingt mithaben. Ansonsten empfehlen sich Aktivitäten, die nicht ausschließlich im Freien stattfinden, wie etwa der Besuch einer der zahlreichen Höhlen.

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