Der September gilt oft als April des Herbstes

Bergwetter: Durch Tiefdruckeinfluss unbeständig

Wetter • 17. September 2015
von UBIMET Meteorologenteam

Nach dem kurzen Gastspiel des Sommers stellt sich das Wetter fast pünktlich zum Wochenende hin um. Statt des warmen Südföhns weht zunehmend kühler Nordwind und die Temperaturen passen sich wieder der Jahreszeit an. Bei vielen Wolken regnet es immer wieder, aber es gibt auch Lichtblicke vor allem an den Vormittagen.

Bergwetter
Foto: iStock/ Tapsiful
Bergwetter

Freitag, 18. September 2015

Der Freitagvormittag verläuft im gesamten Alpenraum noch überwiegend trocken und am Alpenostrand sogar recht freundlich. Tagsüber werden die Wolken aber von Westen her dichter und Regenschauer breiten sich aus. Von der Ortlerregion bis zum Grazer Bergland können auch Blitz und Donner dabei sein. Der Wind weht oft noch stark bis stürmisch aus südlichen Richtungen, aber zum Abend hin lässt er dann nach. Auf 2.000 m erreichen die Temperaturen 8 bis 18 Grad und auf 3.000 m 0 bis 6 Grad.
 

Samstag, 19 September 2015

Am Samstag bleibt es leicht unbeständig. Im Großteil der Alpen dominieren die Wolken und nur zwischendurch scheint die Sonne. Im Tagesverlauf entstehen besonders vom Bregenzerwald und den Allgäuer Alpen bis zum Gesäuse und den Karawanken vermehrt Regenschauer, die auch gewittrig sein können. Der Wind weht meist lebhaft aus südlichen Richtungen, in den Nordalpen und am Alpenostrand teilweise lebhaft aus Nordwest bis Nordost. Die Temperaturen erreichen in 2.000 m Höhe 8 bis 14 Grad, in 3.000 m Höhe 0 bis 4 Grad.
 

Sonntag, 20. September 2015

Der Sonntag verläuft meistens trüb und nass. Sehr wahrscheinlich regnet es vom Bodenseeraum entlang der Alpennordseite bis zum Mostviertel häufig und teils auch kräftig. Mitunter wird hier ab einer Höhe von 2.300 m auch Schneefall ein Thema. Von Südtirol bis nach Unterkärnten bestehen aus heutiger Sicht die größten Chancen auf Sonnenschein, Regenschauer sind aber auch hier möglich. Von der Koralpe über den Semmering bis zum Wienerwald bestehen noch Unsicherheiten in der Wetterentwicklung. Wahrscheinlich bleibt es hier trocken, teils kräftiger Regen kann aber nicht ausgeschlossen werden. Der Wind weht lebhaft bis stark aus Nord bis Nordost und die Temperaturen gehen zurück auf 5 bis 9 Grad in 2.000 m Höhe und -2 bis +2 Grad in 3.000 m Höhe.
 

Bergwetter-Tipp

Der September gilt oft als April des Herbstes. Auf einen sommerlichen Abschnitt kann rasch eine spätherbstliche oder sogar winterliche Witterungsphase folgen mit Temperaturstürzen von bis zu 20 Grad binnen weniger Stunden. Das Mitmischen atlantischer Tiefdruckgebiete macht außerdem eine zuverlässige Wetterprognose über mehrere Tage hinweg sehr schwierig, die Unsicherheiten können auch durch Stau- oder Föhneffekte groß sein. Bei der Planung einer mehrtägigen Tour sollte man im Herbst regelmäßig die Wetterentwicklung im Auge behalten und bei Entschluss eines Starts alle Eventualitäten mit einplanen. Tagestouren eignen sich bei unbeständigem Wetter, wie an diesem Wochenende, besser.

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