Prognose

Bergwetter: Auf Föhnsturm folgt Kaltfront

Wetter • 29. März 2018
von UBIMET Meteorologenteam

Das Oster-Wochenende bringt sehr wechselhaftes Frühlingswetter. Am Freitag gerät der Alpenraum unter den Einfluss eines Tiefs mit Kern über Westeuropa, dabei stellt sich eine kräftige, föhnige Südströmung ein. Vor allem in den Nordalpen gibt es somit viel Sonnenschein. Bereits in der Nacht auf Samstag greift aber eine Kaltfront aus Westen über, welche eine unbeständige Wetterphase einleitet. Dazu wird es am Wochenende wieder deutlich kühler und in mittleren Höhenlagen gibt es etwas Neuschnee.

Zwischen Föhnsturm mit Sonne und Kaltfront – das Oster-Wochenende bringt sehr wechselhaftes Wetter. Foto: Föhnsturm über den Tuxer Alpen in Tirol
Foto: mauritius images/ Johannes Pfatschbacher
Zwischen Föhnsturm mit Sonne und Kaltfront – das Oster-Wochenende bringt sehr wechselhaftes Wetter. Foto: Föhnsturm über den Tuxer Alpen in Tirol

Freitag, 30. März 2018

Am Freitag dominieren von Südtirol bis zum Steirischen Randgebirge die Wolken und in den Südalpen fällt zeitweise etwas Regen bzw. oberhalb von etwa 1.300 bis 1.700 m Schnee. Auch am Alpenhauptkamm greifen aus Süden kompakte Wolken über, vom Bregenzerwald über die Kitzbüheler Alpen bis zu den Niederösterreichischen Voralpen scheint hingegen häufig die Sonne. Am Nachmittag ziehen aber Wolken auf und in den Abendstunden nimmt die Schauerneigung im Bregenzerwald und in den Allgäuer Alpen zu. Der Wind weht kräftig, in den Nordalpen stürmisch aus Südwest. Die Temperaturen liegen in 3.000 m bei -5 Grad, in 2.000 m werden zwischen 0 Grad in den Südalpen und +3 Grad in den westlichen Nordalpen erreicht.

Temperaturen am Freitag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Freitag

Samstag, 31. März 2018

Der Samstag bringt verbreitet kompakte Wolken und zeitweise fällt etwas Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 900 m im Bregenzerwald und 1.600 m am Alpenostrand. Längere trockene Abschnitte gibt es zunächst noch unter Föhneinfluss von der Eisenwurzen bis zu den Wiener Alpen, tagsüber ziehen aber auch hier Schauer durch. Der anfangs noch stürmische Föhn im östlichen Bergland lässt langsam nach, am Alpenhauptkamm und in den westlichen Nordalpen kommt mäßiger Nordwestwind auf. Die Temperaturen steigen in 3.000 m auf maximal -8 Grad, in 2.000 m gibt es von West nach Ost -4 bis +1 Grad.

Sonntag, 1. April 2018

Am Sonntag gehen in den Nordalpen von Vorarlberg bis zur nördlichen Obersteiermark von Beginn an einige Schauer nieder, bereits oberhalb von 600 bis 1.100 m fällt Schnee. Im Tagesverlauf lockern die Wolken etwas auf, es bleibt aber unbeständig. Von den Dolomiten über die Gailtaler Alpen bis zu den Fischbacher Alpen bleibt es bis Mittag hingegen meist trocken und zeitweise zeigt sich die Sonne. Am Nachmittag ziehen dann auch hier einzelne Schauer durch, von den Karnischen Alpen bis zur Koralpe sind vereinzelt sogar kurze Gewitter möglich. Der Wind weht lebhaft bis kräftig, im östlichen Bergland stürmisch aus Nordwest. Dazu gibt es in 3.000 m nur noch -10 Grad, in 2.000 m liegen die Höchstwerte bei -5 Grad am Arlberg und 0 Grad in den Dolomiten.

Montag, 2. April 2018

Der Montag bringt eine Wetterbesserung. Zunächst ziehen im Bereich der Nordalpen einige Wolken durch, bis auf letzte Schauer im östlichen Bergland bleibt es aber trocken. Am Vormittag lockern die Wolken dann auf und immer häufiger kommt die Sonne zum Vorschein. Am Nachmittag scheint dann bei nur harmlosen, hochliegenden Wolkenfeldern im ganzen Alpenraum häufig die Sonne. In den Nordalpen weht lebhafter bis kräftiger Westwind, die Temperaturen liegt in 3.000 m bei -6 Grad, in 2.000 m gibt es maximal 0 Grad am Schneeberg und +4 Grad im Rätikon.

Bergwetter-Tipp

Das letzte Ferienwochenende bringt zwar wechselhaftes Wetter, Skifahrer können sich aber auf ausgesprochen gute Pistenbedingungen freuen. Die Schneelage ist für Ende März überdurchschnittlich: In höheren Tallagen wie etwa in Schröcken beträgt die Schneedecke noch 1 Meter, aber auch in St. Anton, Seefeld oder Saalbach gibt es noch einen halben Meter der weißen Pracht. In 2.000 m liegen meist 2 Meter Schnee, in 3.000 m Höhe beträgt die Schneedecke rund 4 Meter. Das Zusammenspiel aus stürmischem Wind und etwas Neuschnee sorgt abseits der gesicherten Pisten aber weiterhin für eine erhebliche Lawinengefahr!

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