Prognose

Bergwetter: Angenehm warm, zeitweise sonnig

Wetter • 14. Juni 2018
von UBIMET Meteorologenteam

Das erste Mal seit Wochen beschäftigen uns am anstehenden Wochenende kaum noch Gewitter, einigermaßen stabiles Sommerwetter stellt sich ein. Grund hierfür ist ein Ableger des Azorenhochs, der sich nach Mitteleuropa schiebt, die feucht-labile Luft hat sich inzwischen in Richtung Balkan verabschiedet. Einziger Wermutstropfen dürfte eine schwache Kaltfront sein, die sich am Sonntag von Westen her an die Alpen heranpirscht.

Sonnenaufgang im Rosengarten, Dolomiten
Foto: mauritius images/ Annett Schmitz
Die frühesten Sonnenaufgänge des Jahres stehen bevor – ideal für eine Nacht im Biwak. Foto: Sonnenaufgang im Rosengarten, Dolomiten

Freitag, 15. Juni 2018

Der Tag startet nördlich des Hauptkamms noch mit ein paar Restwolken, diese wandeln sich aber bald in Quellbewölkung um. Somit kommt hier immer wieder die Sonne zum Vorschein, wenngleich es bei weitem nicht ungetrübt wird. Strahlender Sonnenschein steht dagegen vom Ortler bis zu den Nockbergen auf dem Programm, hier bilden sich nur wenige Quellwolken. Vor allem vom Hochkönig ostwärts kann der lebhafte bis kräftige Nordostwind noch etwas unangenehm sein, sonst spielt der Wind keine Rolle. In 3.000 m liegen die Höchstwerte um die +3 Grad, in 2.000 m werden warme 8 bis 12 Grad erreicht.

Samstag, 16. Juni 2018

Der Samstag bringt im Großteil der Ostalpen viel Sonnenschein, und das verbreitet von der Früh weg. Untertags bilden sich wieder meist nur harmlose Quellwolken. Etwas mehr Wolken halten sich nach wie vor im Nordstau von Lofer bis Mariazell, und in diesen Regionen kann man auch einen kurzen Schauer am Nachmittag nicht völlig ausschließen. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m +5 Grad und in 2.000 m 10 bis 14 Grad, dazu ist es in allen Höhenlagen nur schwachwindig.

Temperaturen am Samstag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Samstag

Sonntag, 17. Juni 2018

Am Sonntag stellt sich neuerlich ein freundlicher Mix aus Sonnenschein und Quellwolken ein. Von Westen her nähert sich aber die angesprochene, schwache Kaltfront. Folglich steigt in den Bergen Vorarlbergs und Nordtirols die Neigung zu Schauern und einzelnen Gewittern am Nachmittag an. Sonst geht der Tag aber trocken und auch überwiegend freundlich zu Ende. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m bei +4 Grad, in 2.000 m Höhe werden 10 bis 14 Grad erreicht. Am wärmsten wird es dabei in den Sarntaler Alpen. Dazu kommt allmählich lebhafter Nordwind auf, in Süd- und Osttirol wird es leicht föhnig.

Bergwetter-Tipp

Am Freitag erleben wir auf den Gipfeln der Ostalpen den frühesten Sonnenaufgang des Jahres. Auf dem Schneeberg zeigen sich um kurz vor 5 Uhr in der Früh die ersten Sonnenstrahlen, auf dem Piz Buin in Vorarlberg erst 25 Minuten später. Dafür scheint in den westlichen Gebirgsgruppen abends die Sonne um knapp eine halbe Stunde länger. Insgesamt stehen den Bergsportlern zumindest theoretisch rund 16 Stunden Tageslicht zur Verfügung. Aus astronomischer Sicht steht ausgedehnten Touren also nichts im Wege.

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