Prognose

Bergwetter: Anfangs mild, später kalt

Wetter • 23. März 2017
von UBIMET Meteorologenteam

Das sehr milde Frühlingswetter setzt sich bis inklusive Samstag fort. Dazu überwiegt insgesamt der freundliche Eindruck, auch wenn hin und wieder dichtere Wolkenfelder durchziehen. Am Freitag ist außerdem wieder Saharastaub in der Atmosphäre, wodurch der Himmel mitunter milchig erscheint. Am Sonntag dreht die Strömung aber allmählich auf Nordost und damit gelangt deutlich kältere Luft in den Alpenraum. Ein paar Schneeflocken sind nach Osten zu vorübergehend bis gegen 600 m herab möglich.

Bergwetter-Bergwelten
Foto: mauritius images
Bergwetter-Bergwelten

Freitag, 17. März 2017

Am Freitag halten sich in den Becken und Tälern zunächst einige Nebel- und Hochnebelfelder, die sich aber meist vor Mittag lichten. Dann scheint im gesamten Bergland zumindest zeitweise die Sonne und es bleibt trocken. Allerdings machen sich auch einige hohe und mittelhohe Wolkenfelder bemerkbar, die den Sonnenschein mitunter trüben. Am dichtesten sind die Wolken entlang und südlich des Alpenhauptkamms, am meisten Sonne geht sich hingegen vom Tiroler Unterland bis ins Mostvierel aus. Der Wind spielt keine Rolle und die Temperaturen liegen in 3.000 m bei -2 bis -1 Grad und in 2.000 m bei 4 bis 6 Grad.

Samstag, 18. März 2017

Der Samstag bringt vorerst wenig Wetteränderung. Die Nebel- und Hochnebelfelder von Kärnten bis ins südliche Niederösterreich sowie im nördlichen Alpenvorland lichten sich allmählich. Tagsüber scheint somit häufig die Sonne, dünne Wolken stören diesmal nur wenig. Vom Salzburgerland westwärts ist der Himmel zum Teil sogar wolkenlos. Der Westwind weht in Gipfellagen nach Osten zu teils lebhaft und dreht bis zum Abend langsam auf nördliche Richtungen. Die höchsten Werte erreichen rund -2 Grad in 3.000 m und 2 bis 7 Grad in 2.000 m, wobei es im Osten zum Abend hin bereits abzukühlen beginnt.

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Foto: Ubimet
Der Samstag bringt eher mildes Wetter

Sonntag, 19. März 2017

Am Sonntag domieren bis zum Nachmittag in weiten Teilen des Berglandes die Wolken und ab und zu fällt ein wenig Regen. Am häufigsten und vergleichsweise meisten regnet und schneit es aus heutiger Sicht in Kärnten und in der Steiermark. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 600 m im südlichen Niederösterreich und der Obersteiermark und rund 1.500 m von Vorarlberg bis Osttirol und Oberkärnten sowie in Südtirol. Zum Abend hin klingen Regen und Schneefall wieder ab. Vom Berchtesgadener Land bis zum Wechsel sowie in der Steiermark geht sich sogar noch etwas Sonne aus. Mit lebhaftem bis kräftigem Nordostwind kühlt es deutlich ab, in 3.000 m kommen die Temperatuen nicht mehr über -11 bis -4 Grad und in 2.000 m über -7 bis +3 Grad hinaus, wobei es im Osten am kältesten wird.

Bergwetter-Tipp:

Der März dürfte trotz des kurzen kalten Intermezzos am Sonntag einer der wärmsten seit Messbeginn werden. Das sieht man auch deutlich an der aktuellen Schneelage in den Alpen: Obwohl der März entlang der Alpennordseite deutlich nasser als im Schnitt war, liegt nur noch oberhalb von 1.500 bis 2.000 m eine nennenswerte Schneedecke. Darunter fiel hauptsächlich Regen, wodurch der Schnee abseits der Pisten bereits vielerorts weggeschmolzen ist. Nach wie vor kaum Schnee gibt es in den Südalpen und bis auf Weiteres wird sich daran auch nichts ändern.

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