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Prognose

Bergwetter: Am Wochenende unbeständig mit Wind und Schnee

Wetter • 2. Dezember 2021
2 Min. Lesezeit
von UBIMET Meteorologenteam

Der Alpenraum gerät am Freitag allmählich unter Zwischenhocheinfluss und das Wetter beruhigt sich zumindest vorübergehend. Bereits in der Nacht auf Samstag zieht jedoch die Warmfront eines Tiefs über der Nordsee aus Westen auf und erreicht tagsüber samt kräftig auffrischendem Westwind auch die Ostalpen. Am Samstagabend folgt dann aus Westen schon die Kaltfront des Tiefs, das sich am Sonntag selbst von der Ostsee in Richtung Mitteleuropa verlagert. Im Zusammenspiel mit einem Italientief sorgt dies am Sonntag regional für eine ordentliche Ladung Neuschnee.

Oberaudorf in Bayern im Winter
Foto: mauritius images/Daniel Kieslinger Photo
Am Freitag gibt es eine Wetterberuhigung, es ist aber sehr kalt für die Jahreszeit. Das Wochenende wird neuerlich unbeständig mit Wind und Schnee. Foto: Oberaudorf in Bayern
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Freitag, 03. Dezember 2021

Am Freitag gehen vom Karwendel über das Berchtesgadener Land und das Salzkammergut bis zum Mariazellerland bis etwa Mittag letzte Schneeschauer nieder. Ansonsten bleibt es meist von Anfang an trocken und von Vorarlberg über den Hauptkamm bis nach Osttirol und Oberkärnten ist es teils auch schon aufgelockert bewölkt. Tagsüber kommt dann verbreitet die Sonne zum Vorschein, lediglich vom Dachstein bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet bleibt es bis zum Abend meist trüb. Der Wind weht auf den Bergen mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest. Die Temperatur erreicht in 3.000 Meter Höhe -14 bis -12 Grad, in 2.000 Meter Höhe liegen die Höchstwerte zwischen -9 und -7 Grad.

Samstag, 04. Dezember 2021

Am Samstag breiten sich die kompakten Wolken einer Warmfront bereits in den frühen Morgenstunden von Westen her auf den gesamten Alpenraum aus. Dazu setzt in Vorarlberg rasch Schneefall ein, der im weiteren Verlauf vorübergehend auch kräftig ausfallen kann. Der Niederschlag breitet sich tagsüber unter Abschwächung entlang der Nordalpen bis zum Alpenostrand aus, wobei hier nur noch ein paar Flocken in Sicht sind. Anfangs schneit es verbreitet bis in die Tallagen, tagsüber steigt die Schneefallgrenze aber von Vorarlberg und dem Allgäu bis zum Berchtesgadener Land und der Tauernregion auf 900 bis 1.100 m an. In manchen Tallagen wird dadurch auch leichter gefrierender Regen zum Thema. In den Südalpen bleibt es bis zum Abend trocken. Der Wind frischt auf den Bergen verbreitet kräftig bis stürmisch aus südwestlichen Richtungen auf, am Alpenhauptkamm und am Alpenostrand wird es dadurch leicht föhnig. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m Höhe zwischen -7 und -5 Grad, in 2.000 m gibt es maximal rund -5 Grad im Süden und -2 Grad in den Nordalpen.

Sonntag, 05. Dezember 2021

Der Sonntag verläuft im gesamten Alpenraum dicht bewölkt. Dazu fällt überall etwas Schnee bis in die Tallagen, wobei der Niederschlagsschwerpunkt von den Stubaier Alpen bis in die Eisenwurzen sowie in den Südalpen liegt. Hier sind teils markante Neuschneemengen von bis zu 20 cm möglich. Der Wind lässt auch auf den Bergen nach und weht tagsüber meist lebhaft aus West bis Nordwest. Die Temperaturen gehen wieder zurück und erreichen in 3.000 Meter Höhe -14 bis -12 Grad. Auf 2.000 m liegen die Höchstwerte von West nach Südost zwischen -10 und -6 Grad.

Bergwetter-Tipp:

Die Kombination aus Sturm und teils ergiebigen Schneefällen im Laufe der vergangenen Wochen sorgt bereits zu Beginn der Skisaison für eine angespannte Lawinensituation. Oberhalb der Waldgrenze gibt es verbreitet teils massive Triebschneeansammlungen und Schwachschichten im Altschnee können relativ leicht ausgelöst werden. So muss man speziell vom Arlberg bis zu den Tauern und Oberkärnten bereits am Freitag mit Lawinenwarnstufe 3 von 5 rechnen, selbst eine höhere Warnstufe könnte am Wochenende lokal ausgerufen werden. Bei einer für die Jahreszeit erheblichen Lawinengefahr sollten man auf den gesicherten Pisten bleiben, da die Erkennung potenzieller Gefahrenstellen teilweise viel Erfahrung erfordert!

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