Prognose

Bergwetter: Am Wochenende im Bergland sonnig und mild

Wetter • 12. November 2020
von UBIMET Meteorologenteam

Österreich liegt am Wochenende am Rande eines Hochs, welches sich von Osteuropa bis in den Mittelmeerraum erstreckt. Nur vorübergehend zieht am Samstag an der Alpennordseite eine kaum wetterwirksame Störung durch, ehe es am Sonntag in den Nordalpen leicht föhnig wird. Das stabile Herbstwetter setzt sich somit fort und die Temperaturen liegen weiterhin über dem jahreszeitlichen Mittel, erst am Montag kündigt sich eine Kaltfront an.

Ausblick vom Gipfel des Roßstein auf die Tegernseer Berge
Foto: mauritius images/ Christian Bäck
Oberhalb des Nebels kann man sich insbesondere am Sonntag über ausgezeichnete Fernsicht freuen. Foto: Ausblick vom Gipfel des Roßstein auf die Tegernseer Berge

Freitag, 13. November 2020

Am Freitag hält sich im Osten sowie in den südlichen Becken zunächst Nebel und im Norden ziehen ein paar Wolken durch. Von Vorarlberg bis zur westlichen Obersteiermark dominiert dagegen bei nur harmlosen Wolken von Beginn an der Sonnenschein. Im Tagesverlauf kommt auch im Flachland zeitweise die Sonne zum Vorschein, nur im Klagenfurter Becken und im Südosten bleibt es meist trüb. Der Wind weht auf den Bergen schwach bis mäßig aus westlicher Richtung. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m maximal -3 bis 0 Grad, in 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen 2 und 6 Grad.

Samstag, 14. November 2020

Der Samstag beginnt im Bergland mit ausgedehnten, hochliegenden Wolkenfeldern und im Flachland oft mit Nebel. Im Laufe des Vormittags kommt im Westen wieder häufig die Sonne zum Vorschein, länger bewölkt bleibt es dagegen noch von Kärnten bis zum Alpenostrand. Es bleibt aber überall trocken und die Sichtweite ist abseits des Nebels überall gut. Der Wind weht meist schwach bzw. am Alpenhauptkamm stellenweise auch mäßig aus Süd. Die Temperaturen steigen in 3.000 m auf -3 bis 0 Grad an, in 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen 2 Grad am Schneeberg und 7 Grad im Arlberggebiet.

Sonntag, 15. November 2020

Der Sonntag startet vom Chiemgau bis zum Wienerwald, am Alpenostrand sowie in den südlichen Becken verbreitet mit Nebel oder Hochnebel, im Bergland scheint dagegen von Beginn an die Sonne. Tagsüber dominiert in den Alpen verbreitet der Sonnenschein und bei höchsten harmlosen Federwolken kann man sich auf eine ausgezeichnete Fernsicht freuen. Vom Klagenfurter Becken über das Grazer Becken bis ins östliche Flachland sowie vom nördlichen Salzkammergut bis ins Mostviertel bleibt es allerdings meist ganztags grau in grau. Der Wind frischt am Alpenhauptkamm sowie in den klassischen Föhntälern lebhaft bis kräftig aus Süd auf. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe -1 bis +1 Grad, in 2.000 m gibt es von Süd nach Nord 2 bis 9 Grad.

Temperaturen am Sonntag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Sonntag

Bergwetter-Tipp

Mit einer südwestlichen Strömung gelangen am Sonntag nochmals milde und trockene Luftmassen zu den Alpen, somit kann man hier eine ausgezeichnete Fernsicht genießen. Die maximal mögliche Fernsicht hängt in erster Linie von der Erdkrümmung ab, so entfernt sich der sichtbare Horizont mit zunehmender Beobachtungshöhe. Weiters spielt aber auch die unterschiedliche Dichte der Luft in Abhängigkeit von der Höhe eine Rolle: Sie führt nämlich zu einer Änderung des Brechungsindexes der Luft entlang des Strahlverlaufs und bewirkt eine bogenförmige Krümmung des Strahls, weshalb die horizontale Sichtweite nochmals etwas erhöht werden kann. In den Alpen kann man an manchen Standorten sogar 300 km weit sehen, so kann man beispielsweise bei perfekten Bedingungen von den Ligurischen Alpen über die Po-Ebene hinweg den Adamello in den Südalpen erspähen. Die beste Fernsicht gibt es meist im Herbst und Winter von exponierten, hohen Bergen am Rande eines Gebirges, wenn man von dort aus über eine Ebene hinweg zu einem anderen Gebirge blicken kann.

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