Prognose

Bergwetter: Am Freitag frühsommerlich, dann zunehmend unbeständig

Wetter • 16. April 2020
von UBIMET Meteorologenteam

Der Hochdruckeinfluss im Alpenraum lässt in den kommenden Tagen langsam nach, vorerst herrschen aber noch frühsommerliche Wetterbedingungen und die Nullgradgrenze steigt auf 3.000 m Höhe an. Am Wochenende pirscht sich aus Nordosten allerdings eine Kaltfront heran, welche im Bergland für eine zunehmende Schauer- und Gewitterneigung sorgt.

Krokusse im Wettersteingebirge
Foto: mauritius images/ Günter Gräfenhain
Am Freitag wird es nochmals sonnig und frühsommerlich warm. Foto: Krokusse im Wettersteingebirge

Freitag, 17. April 2020

Am Freitag scheint bei nur harmlosen Schleierwolken verbreitet die Sonne. Über den Bergen bilden sich ab Mittag ein paar Quellwolken, diese bleiben aber meist harmlos. Nur im Oberen Wald- und Mühlviertel sowie im Semmering-Wechsel-Gebiet ziehen dichtere Wolken durch und hier sind auch einzelne Regenschauer möglich. Wind weht schwach bis mäßig, am Alpenostrand auch lebhaft aus nordwestlicher Richtung. Die Temperaturen steigen in 3.000 m Höhe auf -1 bis +1 Grad, in 2.000 m legen die Höchstwerte zwischen 7 Grad im Rax-Schneeberg-Gebiet und 12 Grad vom Arlberggebiet bis in die Dolomiten.

Temperaturen am Freitag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Freitag

Samstag, 18. April 2020

Der Samstag bringt von Beginn an einige hochliegende Wolken, zumindest zeitweise zeigt sich aber auch die Sonne. Ab Mittag bilden sich vermehrt Quellwolken und vor allem von den Lavanttaler Alpen bis zum Rax-Schneeberg-Gebiet sowie im Mühl- und Waldviertel gehen lokale, teils gewittrige Regenschauer nieder. Entlang des Alpenhauptkamms bleibt es dagegen meist freundlich und trocken. Der Wind weht meist schwach bis mäßig aus nordwestlichen Richtungen. Die Höchstwerte liegen in 3.000 m von Nord nach Süd bei -1 bis +1 Grad, in 2.000 m gibt es 6 bis 12 Grad mit den höchsten Werten in Südtirol.

Sonntag, 19. April 2020

Am Sonntag dominieren vom Salzkammergut bis zum Alpenostrand die Wolken und zeitweise fällt etwas Regen. Von Vorarlberg über Tirol bis zur Weststeiermark scheint am Vormittag noch zeitweise die Sonne, am Nachmittag breiten sich Regenschauer und Gewitter aus. Der Wind frischt am Alpenhauptkamm sowie im östlichen Bergland mäßig bis lebhaft aus Nord auf. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe -2 bis +1 Grad, in 2.000 m liegen die Höchstwerte zwischen 2 Grad am Schneeberg und 10 Grad im Vinschgau.

Bergwetter-Tipp

Das Frühjahr bringt für Meteorologen besondere Herausforderungen: Einerseits können kalte Luftmassen über Skandinavien oder Russland noch zu Kaltlufteinbrüchen führen, andererseits sorgt der bereits hohe Sonnenabstand für eine Erwärmung der bodennahen Luft und somit für eine Labilisierung. In dieser Jahreszeit treten zudem häufig abgeschlossene Höhentiefs auf („Cut-Offs“), welche nicht in die westwinddominierte Frontalzone eingebunden sind. Ihre Zugrichtung vorherzusagen ist schwer und macht den besten Wettermodellen zu schaffen. Besonders mittelfristige Vorhersagen sind in dieser Jahreszeit somit oft mit erhöhten Unsicherheiten behaftet, weshalb es besonders wichtig ist, bei der Tourenplanung auf einen aktuellen Wetterbericht zurückzugreifen.

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