Prognose

Bergwetter: Am Freitag etwas Sonne

Wetter • 10. Dezember 2020
von UBIMET Meteorologenteam

In den kommenden Tagen lässt der Tiefdruckeinfluss etwas nach, die Temperaturen bleiben aber gedämpft. Am Freitag wird es vorübergehend leicht föhnig, am Wochenende erfasst dann eine schwache Front die Alpennordseite. Zu Wochenbeginn ziehen dann aus Westen vor allem in der Höhe deutlich mildere Luftmassen nach Mitteleuropa und ein Zwischenhoch macht sich bemerkbar.

Mittenwald in den bayrischen Alpen
Foto: mauritius images/ Sebastian Frölich
Das kommende Wochenende präsentiert sich meist bewölkt, am Freitag könnten sich im Bergland aber einige Sonnenstunden ausgehen. Foto: Mittenwald in den bayrischen Alpen

Freitag, 11. Dezember 2020

Am Freitag bleibt es abseits der Alpen und in den südlichen Becken oft trüb durch hochnebelartige Wolken, meist bleibt es aber trocken. Von Vorarlberg und dem Oberallgäu über das Salzburger Land bis in die nördliche Obersteiermark kommt bei leichtem Föhneinfluss dagegen zeitweise die Sonne zum Vorschein. Am Nachmittag ziehen im Westen vermehrt Wolken auf, aber erst in der Nacht fallen hier auf den Bergen ein paar Flocken. Die meisten Sonnenstunden gibt es zuvor von den Kitzbüheler Alpen bis ins Innere Salzkammergut. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, am Alpenhauptkamm und in den östlichen Nordalpen in exponierten Lagen auch kräftig aus Süd. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m Höhe -9 bis -6 Grad, in 2.000 m gibt es maximal -5 bis -1 Grad mit den höchsten Werten in den Nordalpen.

Temperaturen am Freitag
Foto: Ubimet
Temperaturen am Freitag

Samstag, 12. Dezember 2020

Der Samstag präsentiert sich meist von seiner trüben Seite und von Vorarlberg bis ins Salzburger Land sowie in den Bayerischen Alpen fällt vorübergehend ein wenig Regen oder Schnee. Die Schneefallgrenze steigt am Alpenrand auf 700 bis 1.000 m an, in den Alpen schaffen es ein paar Flocken noch bis in die Täler, die Mengen bleiben aber überall gering. Ein paar Auflockerungen sind zwischendurch am ehesten von den Dolomiten über Osttirol bis in die nördliche Obersteiermark zu erwarten. Der Wind weht am Alpenostrand noch teils lebhaft aus Süd, in der Nordalpen kommt mäßiger Westwind auf. Die Temperaturen erreichen in 3.000 m maximal -9 bis -6 Grad an, in 2.000 m gibt es -5 bis -1 Grad.

Sonntag, 13. Dezember 2020

Am Sonntag dominieren am Alpenhauptkamm und an der Alpennordseite die Wolken und von Vorarlberg und dem Oberallgäu bis zur Eisenwurzen fällt vor allem in der ersten Tageshälfte zeitweise etwas Regen bzw. oberhalb von 700 bis 1.000 m Schnee. Die Südalpen sind dagegen leicht wetterbegünstigt und besonders von Südtirol über die Dolomiten bis nach Kärnten scheint zeitweise die Sonne. Der Wind weht am Alpenhauptkamm und in den Südalpen teils lebhaft aus Nord bis Nordwest. Die Temperaturen liegen in 3.000 m Höhe bei -10 bis -7 Grad, in 2.000 m gibt es von Nord nach Süd -5 bis -1 Grad.

Bergwetter-Tipp

Etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang fallen zurzeit zwei helle, tief stehende „Sterne“ Richtung Südwest auf: die Planeten Jupiter und Saturn. Sie kommen sich Tag für Tag etwas näher: Der hellere Jupiter steht derzeit noch knapp rechts unterhalb von Saturn, bis er am 21.12.2020 ganz knapp am Saturn vorbeizieht. Wer nicht genau hinsieht, sieht an diesem Abend nur einen, vielleicht etwas länglich erscheinenden, Lichtpunkt. Allerdings muss man sich nach Sonnenuntergang beeilen und im Idealfall einen erhöhten Punkt aufsuchen, um sie noch am Südwesthimmel zu sehen, bevor sie bereits gegen 18 Uhr untergehen. Anfang Jänner 2021 beenden sie schließlich gemeinsam ihre Abendsichtbarkeit. Dieses Phänomen, das auch „Große Konjunktion“ genannt wird, tritt etwa alle 20 Jahre auf. Tatsächlich kommen sich die beiden großen Planeten nicht wirklich nahe, ihr räumlicher Abstand beträgt stolze 833 Millionen Kilometer, nur unsere Perspektive lässt sie so nahe erscheinen.

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