
Podcast Folge #110: Die Berge als Forschungslabor
Foto: ZAMG-SBO
Podcast-Folge #110
Warum wird am Berg geforscht?
- Die Berge liefern „unverfälschte“ Daten.
Am Sonnblick kann die Atmosphäre fern von Städten, Verkehr und Industrie untersucht werden. Dadurch lassen sich Luftqualität, Spurengase, Aerosole oder Schadstoffe wesentlich besser messen und mit urbanen Regionen vergleichen. - Die Berge zeigen globale Zusammenhänge.
Auf über 3.000 Metern können Luftmassen aus der Sahara oder Osteuropa gemessen werden. Dadurch werden globale Transportwege von Staub, Schadstoffen, Pollen oder Mikroorganismen sichtbar. - Die Alpen sind ein Frühwarnsystem für den Klimawandel.
Veränderungen von Gletschern, Permafrost, Niederschlag, Biodiversität und Luftzusammensetzung lassen sich hier besonders gut beobachten. - Die Alpen sind ein „Freiluftlabor“.
Im Alpenraum treffen auf engem Raum verschiedenste Klimazonen aufeinander. Dadurch können Forscher beobachten, wie sich Tiere, Krankheitserreger und Ökosysteme an veränderte Bedingungen anpassen.
Wir schauen halt einfach quasi live zu, wie sich das Klima ändert.Christian Maier, Leiter des Sonnblick Observatoriums
Die Alpen sind wie ein Freiluftlabor, wo wir sehr vieles sehen, was sich im Augenblick auf der Welt im Erreger-Spektrum und in der Übertragung von Erregern tatsächlich ändert.Gernot Walder, Leiter und Betreiber des „Labor am Berg“