
Einfach, stimmig und vielseitig: Der Sonnenaufgang am Berg, der Sprung in den See oder die Wanderung durch eine der imposanten Klammen – das Alpbachtal in Tirol beeindruckt mit authentischer Natur- und Kulturlandschaft zwischen zwei unterschiedlichen Bergketten, dem wärmsten Badesee Tirols und seinen wilden Klammen. Kein Wunder also, dass sich hier viele Lieblingsplätze finden lassen, die mit ihrem besonderen Charme eine Auszeit für die Seele bieten und die Heimatverbundenheit der Menschen vor Ort spürbar machen.
Alpbachtaler Lieblingsplätze Wandern zwischen Rofan und Kitzbüheler Alpen Tiefe Schluchten und warme Badeseen Hütten und Almen – Einkehren und genießen Authentische Bergbauernkultur Gut zu wissen
Eingebettet zwischen den zwei unterschiedlichen Gebirgsketten Rofan und den Kitzbüheler Alpen zeigt sich das Alpbachtal in Tirol als Region voller Kontraste – und das auf engstem Raum. Sanfte Grasberge treffen auf schroffe Kalkformationen, tiefe Schluchten auf den wärmsten Badesee Tirols, wodurch Berg- und Wassererlebnis besonders nahe beieinander liegen. Im Tal prägen urige Bauernhöfe und die kleinste Stadt Österreichs das Bild, während am Berg traditionell bewirtschaftete Almen und Hütten warten. Dabei setzt die Region nicht auf Inszenierung, sondern auf eine authentische Verbindung von Kultur, Tradition und Naturerlebnis – ein Ansatz, den man unter anderem bei den „Alpbachtaler Lieblingsplätzen“ spürt.
Mit den Museen und Schaubetrieben, unter ihnen das beeindruckende Museum Tiroler Bauernhöfe, dem Congress Centrum Alpbach oder der strikten Bauarchitektur in den Dörfer stellt das Alpbachtal fast so etwas wie ganz Tirol in Miniaturausgabe dar. Dazu kommen kurze Wege zwischen den Ausgangspunkten, Seilbahnen, die auch höhere Lagen dem weniger geübten Wanderer erschließen, eine lange Wandersaison und ein mit der Alpbachtal Card vielfältiges und niederschwellig nutzbares Wander- und Erlebnisangebot für jeden Anspruch.

Alpbachtaler Lieblingsplätze
Lieblingsplätze sind jene Orte, die man ganz besonders gerne aufsucht und die einem lange in Erinnerung bleiben. Einfach, weil die Aussicht so wunderschön ist, weil man von einer herrlichen Ruhe umgeben ist, weil man die Kraft der Natur spürt, oder Menschen trifft, die geerdet und freundlich sind. Das Alpbachtal überrascht mit elf dieser besonderen Orte, unter ihnen der einzig begehbare Kirchturm Tirols in Österreichs kleinster Stadt Rattenberg, das Lavendel-Kräuterherz im Schaugarten am Hildegard von Bingen Weg oder eine einfache Holzbank am Panoramaweg Wiedersberger Horn. Viele weitere dieser Lieblingsplätze ziehen sich durch die nächsten Kapitel und überraschen mit besonders erholsam-spannenden Plätzen.
Wandern zwischen Rofan und Kitzbüheler Alpen
Auf der einen Seite das wilde Rofan mit seinen schroffen Kalkformationen, auf der anderen die sanften Grasberge der Kitzbüheler Alpen mit ihren artenreichen Almwiesen: Das Alpbachtal bietet durch seine besondere geografische Lage unzählige Wandermöglichkeiten für jeden Anspruch. Ausgehend von Alpbach, einem der zehn Orte der Ferienregion Alpbachtal, gelangt man beispielsweise auf gleich zwei überaus aussichtsreiche Gipfel, die beide – wie könnte es anders sein – zu den Alpbachtaler Lieblingsplätzen zählen: Auf die Gratlspitze und das Wiedersberger Horn.
Die 1.894 Meter hohe Gratlspitze ist vom Berggasthof Holzalm aus in einer rund 1,5 Stunden mittelschweren Wanderung zu erreichen. Von ihrem Gipfel genießt man eines der besten Panoramen der Region: Nicht weniger als 800 Berggipfel, vom Karwendel bis in die Hohen Tauern, sind von hier aus zu sehen. Besonders schön ist dieses Panorama bei Sonnenauf- oder -untergang.



Das 2.127 Meter hohe Wiedersberger Horn ist ein idealer Berg für die erste 2.000er-Tour mit Kindern. Der Zustieg ist dank Seilbahn einfach und kurz. Was das Wiedersberger Horn aber zum Lieblingsplatz macht, ist eine hölzerne Rastbank, die am Weg von der Bergstation der Seilbahn in Richtung Gipfel steht. Von hier aus hat man einen panoramareichen Ausblick hinunter ins Alpbachtal mit seiner kleinstrukturierten Bergbauernlandschaft.

Ausgehend von Münster lässt sich das sonst vielbesuchte Rofangebirge auf ruhigen, wenig begangenen Pfaden entdecken. Von Anderl’s Hütte führt ein Wanderweg in etwa drei Stunden zum versteckt gelegenen Zireiner See – dem „Blauen Auge des Rofan“, der ganz automatisch zum Lieblingsplatz wird, an dem man gerne verweilt, die unglaubliche Ruhe genießt und die Beine vielleicht ist kalte Wasser baumeln lässt.

Tiefe Schluchten und warme Badeseen
Im Alpbachtal spielt das Element Wasser eine prägende Rolle – und zeigt sich ebenso vielfältig wie die Region selbst. Gleich drei Klammen – die Kaiserklamm, die Tiefenbachklamm und die Kundler Klamm – sind Schauplatz für die wilde Urgewalt des Wassers, das sich im Laufe der Jahrhunderte in tiefe Schluchten gegraben hat. Die Kundler Klamm gilt als besonders familienfreundlich und ist nahezu durchgehend mit dem Kinderwagen befahrbar. Die Tiefenbachklamm bei Brandenberg beeindruckt hingegen mit spektakulären Steigen und einem besonderen Highlight: einem Wasserfall, der mitten durch die enge Schlucht stürzt und der Lieblingsplatz in der Klamm ist.
So wild und ungezähmt sich die Klammen präsentieren, so idyllisch und ruhig tun dies die Seen in der Region. Der Lieblingsplatz Berglsteinersee bei Kramsach mit seinem moosgrünen Wasser ist ein unübertroffenes Naturjuwel und lädt zu jeder Jahreszeit zu entspannten Familienwanderungen ein. Direkt am Ufer befindet sich das Restaurant Berglsteinersee, das mit einem besonders außergewöhnlichen Bruncherlebnis überzeugt.
Wer zum Berglsteinersee möchte, startet in der Regel am Reintalersee, der zu den wärmsten Badeseen Tirols gehört. Im Sommer kann er Temperaturen von bis zu 25 Grad erreichen. Ideal also, um die Bergtour direkt am See mit einer Runde Schwimmen und herrlicher Entspannung zu kombinieren.
Hütten und Almen – Einkehren und genießen
Im bergbäuerlich geprägten Alpbachtal haben Hütten und Almen eine lange Tradition. Durch die Bewirtschaftung der Almflächen wird nicht nur ein jahrhundertealtes Kulturgut erhalten, sondern auch die regionale Küche hochgehalten. Praktisch jede Wanderung im Alpbachal lässt sich wunderbar mit einer gemütlichen Einkehr verbinden, bei der man sich die „Alpbachtal Hüttenjause“ nicht entgehen lassen sollte: Käse, Speck und Bauernbrot stammen aus regionaler Herstellung und sind ein Baustein des harmonischen Zusammenspiels von Kultur, Tradition und Tourismus. Alternativ kann man in eine der Genussgondeln einsteigen und ein herzhaftes Bergfrühstück in wahrlich bester Aussichtslage genießen – direkt in der fahrenden Gondel der Wiedersbergerhornbahn in Alpbach.
Tipp: Weitere Einblicke in die kleinstrukturierte Landwirtschaft und die regionale Kulinarik bieten geführte Wanderungen, Schmankerltouren oder auch Schaubacken, bei denen traditionelle Herstellungsweisen erlebbar werden.



Authentische Bergbauernkultur
Die enge Verbindung von Kultur und Tradition zeigt sich im Alpbachtal nicht nur auf den Hütten und Almen, sondern prägt die gesamte Region. Besonders in der Gemeinde Alpbach wird seit Jahrzehnten konsequent auf eine einheitliche Holzbauweise gesetzt, um das gewachsene Ortsbild mit seinen historischen Bergbauernhöfen zu erhalten. Diese gelebte Baukultur ist im Alpenraum eine Rarität geworden – und hat Alpbach den Titel „Schönstes Dorf Österreichs“ eingebracht.


Wer sich ein Bild von den verschiedenen Bauernhof-Stilen in Tirol machen möchte, sollte unbedingt das Museum Tiroler Bauernhöfe bei Kramsach besuchen. In idyllischer Umgebung fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt und kann praktisch ganz Tirol durchwandern: 14 Bauernhöfe und 23 Nebengebäude aus den verschiedensten Tallandschaften Tirols sind hier zu sehen. Sie wurden abgetragen und originalgetreu für das Museum wieder aufgebaut.
Gut zu wissen
Die Ferienregion Alpbachtal vereint neun Gemeinden – darunter auch Rattenberg, die kleinste Stadt Österreichs, deren mittelalterliche Altstadt und traditionsreiche Glaskunst bis heute Besucher anziehen. Doch auch Orte wie Alpbach, Reith im Alpbachtal, Brixlegg, Münster, Brandenberg, Kramsach, Radfeld, Breitenbach am Inn und Kundl prägen mit ihren jeweils eigenen Geschichten den Charakter der Region.
Dank der unterschiedlichen Höhenlagen erstreckt sich die Wandersaison über viele Monate: von ersten Frühlingswanderungen im Tal bis hin zu anspruchsvollen Gipfeltouren und Mehrtageswanderungen im Sommer – und oft sogar bis weit in den Herbst hinein.

Viele der Ausgangspunkte für Wanderungen und Erlebnistouren liegen nahe beieinander, entsprechend kurz sind die Anfahrtszeiten. Die Alpbachtal Card erleichtert den Zugang zu Bergbahnen, Busverbindungen und dem geführten Programm deutlich. So können etwa die beiden Sommerbergbahnen – die Wiedersbergerhornbahn in Alpbach und die Reitherkogelbahn in Reith im Alpbachtal – kostenlos und unbegrenzt genutzt werden.
Auch das regionale Bussystem ist in allen Orten der Ferienregion gratis, bequem und umweltfreundlich nutzbar. Darüber hinaus bietet die Alpbachtal Card zahlreiche Vorteile bei Eintritten zu Museen und Badeseen sowie bei Familienprogrammen, kulturellen Veranstaltungen und geführten Touren.
Durch die zentrale Lage des Alpbachtales zwischen Kufstein und Innsbruck sind die zehn Orte ideal mit der Bahn zu erreichen. Die Bahnhöfe Wörgl und Jenbach werden von so gut wie allen Schnellzügen angefahren, Brixlegg und Rattenberg werden auch von Regionalzügen bedient. Für alle Übernachtungsgäste ist die Busfahrt von Wörgl und den Bahnhöfen der Region Alpbachtal (Kundl, Rattenberg-Kramsach, Brixlegg, Münster-Wiesing) kostenlos.
Mit dem PKW erreicht man die Ferienregion Alpbachtal über die Inntalautobahn A12 und die Ausfahrt Kramsach.




