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5 Tipps für die Anschaffung nachhaltiger Outdoor-Bekleidung

Anzeige • 5. November 2021

Jeder von uns hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck – und zwar immer und überall. Wie du diesen verkleinern kannst, haben wir bereits in mehreren Beiträgen zum Thema Nachhaltigkeit in den Bergen beschrieben. Dieses Mal geben wir dir Tipps rund um deine Outdoor-Funktionsbekleidung. Wie du erkennst, ob sie ökologisch und fair produziert wurde, und was du bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen solltest, beschreiben wir hier.

Outdoorsport mit nachhaltiger Kleidung von Picture
Foto: Picture
Outdoorsport mit nachhaltiger Kleidung von Picture

1. Was brauche ich wirklich?

Die Reduktion aufs Notwendige bedeutet sich gut zu überlegen, welches Kleidungsstück man wirklich benötigt. Es bedeutet aber auch, dass man zu Stücken von Firmen greift, die tatsächlich reduzierte und gleichzeitig hochfunktionelle Produkte herstellen – lässig im Design, ökologisch und sozial nachhaltig produziert.

Vor dem Kauf sollte man sich die Anforderungen an das Material genau überlegen.
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Vor dem Kauf sollte man sich die Anforderungen an das Material genau überlegen.

Wer nach dem Motto „Weniger ist mehr“ einkauft, spart viel Geld: Statt viele spezielle Produkte für je einen Einsatzbereich zu kaufen, ist es ein lohnendes Ziel, Outdoor-Kleidung auszuwählen, die möglichst übersaisonal und für verschiedene Sportarten gleichermaßen eingesetzt werden kann.

Tipp: Ein kleiner Tauschmarkt oder Austausch mit Freunden birgt Wunder. Entweder werden Kleidungsstücke getauscht oder man informiert sich bei anderen, was denn so am Markt ist, und bekommt gute Tipps und Empfehlungen.

2. Auf Qualität, Herkunft und Lieferkette der Materialien achten

Ob Baumwolle oder Daune, ob Produktion oder Transport: es gibt für alle Bereiche spezielle Qualitätssiegel, die nach ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitskriterien vergeben werden. Mittlerweile kann man auf vielen Firmenwebsites nachlesen, woher die Materialien stammen und wie groß ihr ökologischer Fußabdruck ist. 

Bio-sourced Materialien

Neben den bekannten Materialien wie Baumwolle, Polyester oder recycelten Materialien verwenden einige Firmen sogenannte bio-sourced Materialien. Dies sind Materialien aus Bio-Rohstoffen, vor allem als Ersatz für Polyester. Somit wird auf den Einsatz von fossilen Rohstoffen – im Fall von Polyester ist das Erdöl – verzichtet oder dieser mindestens reduziert.

Tipp: Die Firma Picture setzt seit heuer auf Bio-Sourcing-Materialien aus Zuckerrohr. Ziel der Firma ist die Verwendung von Materialien aus biologischen Quellen auf 100 Prozent seiner technischen Bekleidungslinie ausweiten.

Die Kleidunsstücke aus bio-sourced Materialien der Firma Outdoor sind nachhaltig, stylisch und funktionell.
Foto: Picture
Die Kleidunsstücke aus bio-sourced Materialien der Firma Outdoor sind nachhaltig, stylisch und funktionell.

3. Nachhaltige Kleidung aus sozial verantwortungsvoller Produktion

Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht auf die verwendeten Materialien, sondern umfasst auch die Produktionsbedingungen, unter denen die Kleidungsstücke hergestellt werden. Es gibt mittlerweile mehrere Gütesiegel bzw. Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind und Betriebe unter diesen Kriterien untersuchen und bewerten.

4. Nachhaltigkeitsbericht der Marke lesen

Wer nichts zu verbergen hat, kann alles offenlegen. Firmen, die nachhaltig agieren, legen ihre Arbeitsweise oft auf ihrer Website transparent offen. Man findet Nachhaltigkeitsberichte, Lieferketten, Arbeitsbedingungen, Details zur Produktion, zum Transport oder Informationen zu Projektgruppen, Nachhaltigkeitsinitiativen und (eigenen) Labels.

Vor dem Kauf mit Freunden (aus)tauschen bewirkt oft Wunder
Foto: Picture
Vor dem Kauf mit Freunden (aus)tauschen bewirkt oft Wunder

5. Repack, repair, reuse

Hat das Kleidungsstück für einen selbst ausgedient, etwa weil es seinen modischen Aspekt nicht mehr erfüllt, muss man es deswegen nicht im Restmüll entsorgen. Ist die Jacke oder die Hose noch intakt, freut der Wiederverkauf oder schlicht das Verschenken vielleicht noch eine andere Person. Auch das Recyceln bzw. Zurücksenden an die Firma von nicht mehr verwendeter Kleidung sollte man in Betracht ziehen. 

Tipp: Mit speziellen Reparatursets kann man kleine Löcher oder Schäden an der Kleidung selbst ausbessern.

Picture setzt auf Bio-Sourcing-Materialien aus Zuckerrohr

Bio-Sourcing-Materialien aus Zuckerrohr – von Picture

Die traditionelle Herstellung einer Winterjacke benötigt Erdöl. Bereits seit Anfang 2008 reduziert die Firma Picture die Abhängigkeit von diesem fossilen Brennstoff durch recycelte Materialien, seit heuer setzen sie auf Bio-Sourcing-Materialien aus Zuckerrohr.

Was ist Bio-Sourcing?

Bio-Sourcing bedeutet, dass die Ausgangsmaterialien für die Produktion von Kleidung auf Pflanzen wie Zuckerrohr oder Rizinusbohnen basieren und somit die Erdölbasis ersetzen. Die Neuausrichtung der Strategie auf Bio-Sourcing ist ein großes Engagement für die Umwelt und die Beseitigung der extrem umweltschädlichen Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen – in diesem Fall Erdöl.

Das aus Zuckerrohrabfällen gewonnene und mit recyceltem PET gemischte Außenmaterial reduziert die CO2-Emissionen um 25 Prozent und bietet gleichzeitig die gleiche Haltbarkeit und Leistung wie herkömmliches Polyester. Das kurzfristige Ziel von Picture ist es, die Verwendung von Materialien aus biologischen Quellen auf 100 Prozent seiner technischen Bekleidungslinie auszuweiten.

Über Picture

Die junge modische Marke stellt funktionelle Bekleidung für die Bereiche Snowboard, Ski, Surfen und Outdoor her und übernimmt seit ihrer Gründung im Jahr 2008 Verantwortung auf dem Gebiet der Textilindustrie. Ziel der Firma ist es, ihre CO2-Emissionen durch einen nachhaltigen, ethischen und umweltbewussten Ansatz zu reduzieren.

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