Zwei Frauen wandern einen Hügel hinab. Neben ihnen verläuft ein kleiner Wasserfall und im Hintergrund ist eine alpine Landschaft sichtbar.

Von Südosten bis Südwesten: 5 Wanderabenteuer in den Schweizer Alpen

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3 Min.
19.05.2026

Foto: Schweiz Tourismus

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Ob ein Tagesausflug am Fuße des Tsenfleurongletschers oder ein ganzer Wochenendtrip durch Graubünden – die Schweizer Alpen bieten vielerorts ideale Bedingungen für atemberaubende Wandererlebnisse. Wir stellen fünf Wandertouren quer durch die Schweiz vor.

Freitagnachmittag. An der Stelle, an der gerade noch der Computer mit unzähligen offenen To-dos stand, befindet sich jetzt der Wanderrucksack. Mit dem wichtigsten Equipment im Gepäck geht es los: Einem erholsamen Wochenende in den Schweizer Alpen steht nichts mehr im Weg. Hier ist Wandern nämlich mehr als nur Fortbewegung. Es ist ein langsames Eintauchen in eine eigene Welt – entlang spektakulärer Panoramen, rauschender Bergbäche und glitzernder Seen.

Für Abenteuerlustige: Cabane de Prarochet

Inmitten der Berner Alpen befindet sich am Fuße des Tsanfleurongletschers eine außergewöhnliche Berghütte. Die auf 2.556 Metern Höhe gelegene Cabane de Prarochet ragt aus einer fast surrealen Karstlandschaft empor und bietet Besuchern ein unvergessliches Erlebnis. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Sanetschpass, ein Alpenpass in den westlichen Berner Alpen. Von dort aus ist die Hütte in nur rund einer Stunde und 45 Minuten erreichbar. Das macht die Tour besonders familienfreundlich und für alle Altersgruppen gut geeignet. Die etwa 4,5 Kilometer lange Strecke führt durch eine eindrucksvolle, von der Zeit gezeichnete Landschaft und verwandelt sich nach und nach in eine karge, mondartige Umgebung.

Die Tour im Überblick:

  • Gesamtlänge: 9 – 10 Kilometer

  • Dauer: ca. 3,5 bis 4,5 Stunden

  • Höhendifferenz: ca. 380 Höhenmeter Aufstieg

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel

  • Beste Zeit: Mitte Juni bis Mitte September

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Für Wanderprofis: Tsanfleuron-Lapiaz-Rundweg

Wer die karge Mondlandschaft der Berner Alpen noch intensiver erkunden möchte, wählt den Tsanfleuron-Lapiaz-Rundweg. Diese beeindruckende Höhenwanderung bietet atemberaubende Ausblicke auf den Tsanfleuron-Gletscher, die Felsformation „Quille du Diable“ sowie das Walliser Alpenpanorama.

Die Tour im Überblick:

  • Gesamtlänge: 10 – 11 Kilometer

  • Dauer: ca. 3,5 bis 4,5 Stunden

  • Höhendifferenz: ca. 430 – 500 Höhenmeter Aufstieg

  • Schwierigkeitsgrad: Schwierig

  • Beste Zeit: Mitte Juni bis Mitte September

Für Sprachtalente: Via Sett

Zu Fuß über einen der historisch wichtigsten Alpenübergänge, dem Septimer, gelangt man in sechs Etappen von einer Alpenstadt zur nächsten. Die Route führt ab Chur durchs Churwaldnertal, Lenzerheide, Surses im Parc Ela und das Bergell nach Chiavenna. Im Zentrum der 110 Kilometer langen Tour mit 4.500 Meter Aufstieg stehen die drei Sprach- und Kulturräume sowie die vielfältige Kulturlandschaft.

Die Tour im Überblick:

  • Gesamtlänge: ca. 110 Kilometer

  • Dauer: 6 – 7 Tage mit einer täglichen Marschzeit von 4 – 7 Stunden

  • Höhendifferenz: ca. 4.500 Höhenmeter Aufstieg

  • Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer

  • Strecke: Chur – Lenzerheide – Savognin – Bivio – Vicosoprano – Chiavenna

  • Beste Zeit: Mitte Juni bis Mitte Oktober

Für Naturbegeisterte: Via Capricorn

Die Via Capricorn führt in drei Tagesetappen mitten durch das Revier der Steinbockkolonie mit rund 350 Tieren am Piz Beverin. Von Wergenstein aus geht es über den Carnusa- und den Glaspass ins Safiental und dann über das Alperschälli-Seeli wieder zurück. Auf 53 Kilometern und mit einem Aufstieg von 3.400 Metern können eine vielfältige Alpenflora und die reichhaltige Walser Kulturlandschaft erlebt werden.

Die Tour im Überblick:

  • Gesamtlänge: ca. 53 Kilometer

  • Dauer: 3 Tage mit einer täglichen Marschzeit von 5 – 7 Stunden

  • Höhendifferenz: ca. 3.400 Höhenmeter Aufstieg

  • Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer bis schwer

  • Strecke: Wergenstein – Glaspass – Turrahus – Wergenstein

  • Beste Zeit: Anfang Juli bis Mitte Oktober

Für Kulturliebhaber: Senda Segantini

Auf den Spuren des italienischen Malers Giovanni Segantini (1858 - 1899), führt die Senda Segantini durch die einmaligen Engadiner und Sursetter Gebirgslandschaften. Jede der insgesamt vier Etappen dieser Route von Savognin bis ins Oberengadin führt an Orten vorbei, die mit dem großen Meister des realistischen Symbolismus in Zusammenhang stehen. Von Originalaussichten, die den Maler inspirierten, über das Segantini Museum bis hin zu seinem Sterbebett – auf 73 Kilometern und 4.100 Metern Aufstieg entdeckt man die Laufbahn des Künstlers im Schnelldurchlauf.

Die Tour im Überblick:

  • Gesamtlänge: ca. 73 Kilometer

  • Dauer: 4 Tage mit einer täglichen Marschzeit von 6 – 8 Stunden

  • Höhendifferenz: ca. 4.100 Höhenmeter Aufstieg

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel bis schwer

  • Strecke: Savognin – Bivio – Maloja – St. Moritz – Muottas Murag

  • Beste Zeit: Juni bis Oktober

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